LEIVTEC XV3 Lasermessung | Geschwindigkeitsüberschreitung

Funktionsweise des LEIVTEC XV3

Bei Geschwindigkeitsmessungen mittels Laser, wie beim LEIVTEC XV3, werden über die Laufzeiten von Laserpulsen die Entfernungen zwischen Fahrzeug und Messgerät über ein kurzes Zeitintervall gemessen. Daraus wird die Geschwindigkeit des Fahrzeugs ermittelt.

Geschwindigkeitsmessgerät

Bildnachweis: © lassedesignen - Fotolia.com

Beim LEIVTEC XV3 beginnt diee Erfassung des Fahrzeugs bei einer Entfernung von ca. 50 m zum Messgerät und endet spätestens bei einer Entfernung von 30 m. Insgesamt werden dabei viele Entfernungsmessungen aufgenommen, über die die Geschwindigkeit ermittelt wird.

Eine interne Prüfung annulliert Messungen, bei denen sich z.B. durch Bremsen oder Beschleunigen die Geschwindigkeit des Fahrzeugs stark verändert. Das LEIVTEC XV3 sendet ständig Infrarotpulse und nimmt auch ständig Bilder auf, allerdings werden nur zwei Bilder (zu Beginn und Ende der Messung) gespeichert. Geometrische Messfehler fallen bei diesem Verfahren nur zu Gunsten der Betroffenen aus.

Einsatzbereich

Das LEIVTEC XV3 ist für den mobilen Gebrauch konzipiert und kann dabei in der Hand gehalten oder auf einem Stativ aufgebaut werden. Starkes Wackeln im Handheld-Betrieb führen zu einem automatischen Abbruch der Messung. Die Messung ist auch in Kurven, von der Fahrbahnseite oder von Brück herab erlaubt. Auch bei Dämmerung oder Dunkelheit kann das LEIVTEC XV3 eingesetzt werden, wenn ein zugelassenes Blitzlicht die Identifikation des Fahrers auf dem Messbild ermöglicht. Der Einsatz durch die Scheiben eines stehenden Fahrzeugs heraus ist ebenfalls zulässig.

Fehlerquellen beim LEIVTEC XV3

Auch wenn sich geometrische Winkelfehler zu Gunsten der Betroffenen auswirken, ist eine rechnerische Korrektur dieser Fehler nicht zulässig. Die Darstellung auf Monitor des LEIVTEC XV3 ist nicht beweiskräftig, nur die aufgezeichnete Messung ist verwertbar. Wenn das Kennzeichnen des Fahrzeugs auf dem Endbild der Messung nicht vollständig sichtbar ist, ist die Messung juristisch nicht verwertbar.

Die vorgeschriebenen Tests müssen vor der ersten Messung durchgeführt und dokumentiert werden. Fehlerhafte Zuordnungen sind prinzipiell möglich, wenn mehrere Fahrzeuge in gleicher Fahrtrichtung sowohl auf Start- und Endbild zu sehen sind.

Wir können durch eine genaue Untersuchung beider Bilder prüfen, ob die Messung zulässig, bzw. verwertbar ist. Rufen Sie uns unter 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) an, am besten noch bevor sie den Anhörungsbogen zurückschicken.


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Saskia Ratz arbeitet seit 2012 in freier Mitarbeit für die Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE mit Schwerpunkt Verkehr- und Strafrecht.

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