Geschwindigkeitsüberschreitung – Wir helfen Ihnen!

Die Geschwindigkeitsüberschreitung im Straßenverkehr stellt eine der häufigsten, wenn nicht sogar die häufigste Verkehrsordnungswidrigkeit dar. Sie ist für den Betroffenen von großer Bedeutung, weil es vergleichsweise schnell zu einem Fahrverbot, Bußgeld oder Punkten in Flensburg kommen kann.

Wie drastisch die Strafe ausfällt ist nicht nur von der Höhe der Überschreitung abhängig, sondern hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, die wir Ihnen hier ausführlich erläutern.



  1. Ort der Geschwindikeitsüberschreitung
  2. Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts
  3. Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts
  4. Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn
  5. Geschwindigkeitsüberschreitung Zone 30
  6. Geschwindigkeitsüberschreitung Probezeit
  7. Welche Messgeräte kommen zum Einsatz?
  8. Fehlerhafte Messungen – Grundlagen einer erfolgreiche Verteidigung
  9. Besonderheiten: Vorsätzliche / fahrlässige Begehung
  10. Was wir für Sie tun können wenn Sie geblitzt wurden
  11. Kompetenter Rechtsbeistand von WBS bei Geschwindigkeitsübertretungen

Wurden Sie außerorts oder innerorts geblitzt?

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung wird zwischen einem Verstoß gegen die Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften und außerhalb geschlossener Ortschaften unterschieden. Die folgenden Tabellen geben einen Überblick darüber, wie sich das Strafmaß bei Geschwindigkeitsüberschreitungen innerorts und außerorts gestaltet.

Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit außerorts

Außerhalb geschlossener Ortschaften droht bereits ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 20 km/h ein sattes Bußgeld und 1 Punkt. Ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 41 km/h außerorts steigt das Bußgeld empfindlich, es fallen 2 Punkte und ein mehrmonatiges Fahrverbot an.

Gerade wenn Sie auf der Autobahn oder auf einer Landstraße, wo beispielsweise die Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h begrenzt ist, geblitzt worden sind, werden Geschwindigkeitsüberschreitungen in dieser Höhe sehr schnell erreicht und Ihnen droht ein vorübergehendes Fahrverbot.

Überschreitung Bußgeld Punkte Monate Fahrverbot
bis 10 km/h 10 €
11 – 15 km/h 20 €
16 – 20 km/h 30 €
21 – 25 km/h 70 € 1
26 – 30 km/h 80 € 1
31 – 40 km/h 120 € 1
41 – 50 km/h 160 € 2 1
51 – 60 km/h 240 € 2 1
61-70 km/h 440 € 2 2
über 70 km/h 600 € 2 3

Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Innerhalb geschlossener Ortschaften droht ebenfalls ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 20 km/h ein erhöhtes Bußgeld und zusätzlich 1 Punkt in Flensburg. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung ab 31 km/h droht ein hohes Bußgeld, bis zu 2 Punkte in Flensburg und, je nachdem wie hoch die Geschwindigkeitsüberschreitung war, ein bis zu 3 (!!!) Monaten andauerndes Fahrverbot.

Überschreitung Bußgeld Punkte Monate Fahrverbot
bis 10 km/h 15 €
11 – 15 km/h 25 €
16 – 20 km/h 25 €
21 – 25 km/h 80 € 1
26 – 30 km/h 100 € 1
31-40 km/h 160 € 2
41 – 50 km/h 200 € 2 1
51 – 60 km/h 280 € 2 2
61 – 70 km/h 480 € 2 3
über 70 km/h 680 € 2 3

Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn

Es gibt rechtlich gesehen keinen Unterschied zwischen der Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn oder der Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts. Wenn Sie also auf der Autobahn oder auf einer Landstraße, wo beispielsweise die Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h begrenzt ist, geblitzt worden sind, gelten die Bußgelder und/oder Strafen in der oben abgebildeten Tabelle zum Thema Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts.

Geschwindigkeitsüberschreitung Zone 30

Viele vermuten, dass eine Geschwindigkeitsüberschreitung in einer 30er Zone innerorts besonders schwerwiegende Folgen hat. Dies stimmt aber nicht. Hier gelten die gleichen Bedingungen wie bei jedem anderen Geschwindigkeitsverstoß innerorts.

Geschwindigkeitsüberschreitung während der Probezeit

Findet eine Geschwindigkeitsüberschreitung während der Probezeit statt, spielt es vor allem eine Rolle, ob es sich um einen sogenannten A-Verstoß oder B-Verstoß handelt. A- und B-Verstöße sind Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten, die mit einem Bußgeld ab 60 Euro und mindestens einem Punkt in Flensburg verknüpft sind.

Je nachdem wie der Verstoß eingestuft wird, fällt das Strafmaß drastischer aus und kann neben einem Bußgeld auch ein Fahrverbot umfassen. Werden Sie als Fahrer in der Probezeit mit mehr als 21 km/h über dem Tempolimit geblitzt, so gilt dies beispielsweise als A-Verstoß. In diesem Fall ist es weniger von Bedeutung, ob die Ordnungswidrigkeit innerorts oder außerorts stattgefunden hat. Die Höhe der Geschwindigkeit ist in diesem Fall maßgeblich.

Wird Ihnen während der Probezeit mit einem A-Verstoß wegen Geschwindigkeitsüberschreitung vorgeworfen, sollten Sie dringend einen Anwalt konsultieren und prüfen, ob sich ein Einspruch in diesem Fall anbietet. Andernfalls drohen Ihnen die Teilnahme an einem Aufbauseminar, sowie die Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre. Ein Fahrverbot für mehrere Monate sowie ein Bußgeld sind ebenfalls möglich. Gleiches Strafmaß gilt auch bei Fahranfängern mit zwei B-Verstößen.

Welche Messgeräte kommen zum Einsatz?

Bei Messungen mit diesen Messgeräten handelt es sich um standardisierte Messverfahren. Die Geräte werden sowohl innerhalb geschlossener Ortschaften als auch außerorts eingesetzt.

Fehlerhafte Messungen – Grundlagen einer erfolgreiche Verteidigung

Für die Verteidigung in Ordnungswidrigkeitsverfahren zur Geschwindigkeitsüberschreitung existieren mannigfaltige Ansatzpunkte. Voraussetzung für eine erfolgreiche Verteidigung ist die Einsicht in die Bußgeldakte. Nur der vollständigen Bußgeldakte sind die etwaigen Angriffspunkte für einen Einspruch (Fehler der Behörde) zu entnehmen. Dieses Akteneinsichtsrecht wird jedoch nur dem Rechtsanwalt des Betroffenen gewährt.

Daher ist die Mandatierung eines Rechtsanwalts für eine erfolgreiche Verteidigung gegen eine Verkehrsordnungswidrigkeit durch Geschwindigkeitsüberschreitung unerlässlich. Eine Darstellung aller möglichen Ansatzpunkte für einen Einspruch würde an dieser Stelle zu weit führen. Einige werden hier beispielhaft aufgeführt.

Die Bedienungsanleitung / Gebrauchsanweisung

Für die Verteidigung spielt insbesondere die Verwendung des Messgerätes entsprechend der Bedienungsanleitung eine große Rolle. In Fällen, in denen das Messgerät nicht entsprechend der Bedienungsanleitung des Herstellers verwendet wird, ist die Messung fehlerhaft und kann nicht mehr zur Grundlage eines Ordnungswidrigkeitsverstoßes gemacht werden.

Der Eichschein

Die Messgeräte müssen in bestimmten Zeitabschnitten geeicht werden. Ohne den Nachweis der ordnungsgemäßen Eichung zum Zeitpunkt der Geschwindigkeitsüberschreitung kann das Ergebnis der Messung nicht gegen den Betroffenen verwendet werden. Ob eine ordnungsgemäße Eichung vorliegt, kann nur durch Einsicht in die Bußgeldakte festgestellt werden.

Die Lebensakte

Ferner dürfen während des festgelegten Eichzeitraums keine Reparaturen an den Messgeräten vorgenommen werden, ohne dass danach nicht eine neue Eichung erfolgt. Ob dies geschehen ist, finden wir für Sie durch Einsicht in die sog. „Lebensakte“, das sind die Wartungs- und Reparaturunterlagen für das entsprechende Messgerät, heraus. Die Einsicht in die Lebensakte ist vom Akteneinsichtsrecht des Verteidigers regelmäßig mit umfasst. Stellt sich im Rahmen der Einsicht heraus, dass das Gerät fehlerbehaftet war, können wir dort ansetzen.

Die Schulungsnachweise

Darüber hinaus müssen die an der Messung beteiligten Beamten besondere Schulungsnachweise vorweisen, damit eine Messung als ordnungsgemäß betrachtet werden kann. Amtliche Messungen dürfen nur durch kompetentes und in Funktion, Bedienung und Eigenschaften des Messgerätes eingewiesenes Bedienungspersonal durchgeführt werden, damit es mit den erforderlichen Vorkehrungen zur Vermeidung von Bedienungsfehlern vertraut ist.

Wenn ein solcher Schulungsnachweis nicht existiert, hätte die Messung von den beteiligten Polizeibeamten nicht durchgeführt werden dürfen. Auch diese Schulungsnachweise werden von uns angefordert und auf ihre Richtigkeit überprüft.

Lichtbildabgleich

Von großer Bedeutung innerhalb des Akteneinsichtsrechts ist die Anforderung der Lichtbildaufnahmen. In einer Vielzahl von Fällen kann die Fahrereigenschaft bereits aufgrund nicht geeigneter Lichtbildaufnahmen verneint werden, so dass die Bußgeldbehörde das Verfahren einstellen müsste.

Vorsätzliche / fahrlässige Begehung

Bei Verstößen durch eine Geschwindigkeitsüberschreitung unterscheidet man zwischen einem vorsätzlichen oder einem fahrlässigen Vergehen. Dieser Punkt entscheidet über die Höhe des Bußgeldes. In der Praxis bedeutet dies jedoch, dass dem Betroffenen ein solcher Vorsatz nachgewiesen werden muss, insbesondere wenn er keinerlei Angaben zum Sachverhalt macht.

Für den Vorsatz bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung sind zwei Voraussetzungen entscheidend: Zum einen muss der Betroffene die Geschwindigkeitsbeschränkung gekannt haben und zum anderen muss er die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit überhaupt bemerkt haben.

Der Tatrichter kann für die Bestimmung des Vorsatzes Faktoren, wie die Ortskenntnis des Betroffenen, den Umstand, dass der Betroffene vor der Messstelle abgebremst hat oder das Maß der Geschwindigkeitsüberschreitung heran ziehen. Gerade auf den letzten Umstand stützt sich der Richter oft, um auf eine vorsätzliche Begehungsweise zu schließen. Sollte Ihre Geschwindigkeit das Tempolimit weit überschreiten, kann dies schnell zu einer Benachteiligung bei der Bewertung führen. Aufgabe des Verteidigers ist es daher zu verhindern, dass solche Rückschlüsse gezogen werden.

Was wir für Sie tun können wenn Sie geblitzt wurden

Aufgrund der großen Bedeutung der Geschwindigkeitsüberschreitung im Rahmen von Ordnungswidrigkeitsverfahren ist es notwendig, so früh wie möglich einen Anwalt zu konsultieren. Sobald der Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid bei Ihnen eingegangen ist, muss mit der Verteidigung gegen eventuelle Punkte in Flensburg und/oder einem Fahrverbot sowie drohendem Bußgeld begonnen werden.

Dabei orientiert sich die Verteidigung an den am häufigsten auftretenden Fehlern bei Geschwindigkeitsmessungen innerhalb wie außerhalb geschlossener Ortschaften. Das sind Verfahrensfehler, Verjährung, Versendung des Anhörungsbogens oder Zeugenfragebogens, schlechte Lichtbildaufnahmen des Betroffenen, falsch justierte bzw. fehlerhaft aufgestellte Geschwindigkeitsmessanlagen und Verstöße gegen innerdienstliche Richtlinien der Polizei zur Messung der Geschwindigkeit.

Diese Aspekte geben häufig Grund, das Verfahren anzuzweifeln und ermöglichen einen Einspruch. So kann beispielsweise einem drohenden Fahrverbot vorgebeugt werden.

Bei Geschwindigkeitsüberschreitung Einspruch erheben mit den erfahrenen Anwälten von WBS

Wie die Ansätze oben zeigen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Vorwurf einer Geschwindigkeitsüberschreitung anzufechten. Unsere Anwälte aus dem Bereich Verkehrsrecht helfen Ihnen gerne, drohende Punkte, ein Fahrverbot oder Bußgeld zu umgehen.

Wenn Sie betroffen sind, zögern Sie nicht einen Anwalt einzuschalten und Ihren Fall prüfen zu lassen. Nutzen Sie dafür gerne auch unseren telefonischen Service unter der Rufnummer 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) für eine kostenfreie Ersteinschätzung Ihres Falls.

Wenn Sie eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, übernimmt diese in der Regel die Kosten für Ihren Verteidiger. Doch auch gesetzt dem Falle, dass Sie keine Versicherung haben, vertreten unsere Anwälte Sie zum Pauschalpreis.


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Saskia Ratz arbeitet seit 2012 in freier Mitarbeit für die Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE mit Schwerpunkt Verkehr- und Strafrecht.

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