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Welche Ansprüche habe ich? :

Alle Infos zum Abgasskandal

Ob Abgasskandal, Abgasaffäre, Dieselgate oder VW-Skandal … Für den ungeheuerlichen Vorgang der Autohersteller gibt es zahllose Begriffe. 2015 wurde bekannt, dass der Volkswagen-Konzern seine Kunden jahrelang massiv betrogen hat. Daraus ergeben sich für Sie als Autobesitzer zahlreiche Ansprüche. Am 30.09.2019 hat nun die Musterfeststellungsklage vor dem OLG Braunschweig begonnen. Alle die sich nicht beteiligt haben, können weiterhin individuell klagen. Hier stehen Ihre Chancen derzeit enorm hoch! Ist Ihr Fahrzeug – gleichgültig ob Diesel oder Benziner – kreditfinanziert, nutzen Sie die Vorteile des sog. Widerrufsjokers für sich und widerrufen Sie Ihren Autokredit. Unsere Rechtsexperten stehen Ihnen dabei jederzeit schnell, unkompliziert und höchst kompetent zur Seite. Alle Infos erhalten Sie hier.

Mehreren Autoherstellern wird inzwischen vorgeworfen, jahrelang Abgaswerte manipuliert zu haben. Dabei geht es um gesundheitsschädliche Stickoxide. Der Betrug wurde im September 2015 bekannt, als herauskam, dass VW in den USA eine illegale Abschalteinrichtung in seinen Dieselautos verwendete, um Grenzwerte zu umgehen.

Mit Hilfe von illegalen Abschaltvorrichtungen in der Motorsteuerung von bestimmten Dieselfahrzeugen (sog. Schummel-Software) wurden die Abgaswerte in Testsituationen manipuliert. Die eingebaute Software erkennt, ob ein Auto im realen Straßenverkehr unterwegs ist oder auf dem Prüfstand getestet wird. Bei Tests reguliert die Software die Abgasreinigung dementsprechend. So konnten bestehende Abgasnormen umgangen werden.

Das Problem dabei: Im Realbetrieb auf der Straße werden die nach europäischen Vorgaben erlaubten Stickoxid-Grenzwerte tatsächlich deutlich überschritten.

Im Folgenden erfahren Sie, welche Rechte Sie haben, wie Ihre Erfolgschancen sind und wie wir von WILDE BEUGER SOLMECKE Ihnen dabei behilflich sein können.

Ihre rechtlichen Möglichkeiten im Abgasskandal sind aktuell besser denn je. Ich kann jedem Geschädigten nur empfehlen, seine Ansprüche geltend zu machen. Schließlich kann es nicht sein, dass Fahrzeughersteller wie VW erst vorsätzlich ihre Käufer täuschen und ihnen ein mangelhaftes Fahrzeug liefern, um ihnen dann mitzuteilen, dass sie damit leben müssen, da der Mangel nur unerheblich sei. Mein Tipp: Werden Sie aktiv. Unternehmen Sie nichts, bleiben Sie am Ende auf dem Schaden, den andere verursacht haben, sitzen.

Christian SolmeckeRechtsanwalt und Partner bei WILDE BEUGER SOLMECKE
Auspuff eines vom Dieselskandal betroffenen Fahrzeugs

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Volkswagen-Konzern musste im September 2015 einräumen, bei den Abgastests von Dieselfahrzeugen betrogen zu haben. Zuvor hatte das Forschungsinstitut International Council on Clean Transportation und die Universität West Virginia die erhöhten Emissionswerte aufgedeckt.
  • Neben der Kernmarke VW sind auch die Volkswagen-Konzern-Töchter AUDI, SEAT, SKODA betroffen. Betroffen ist hier der Motor des Typs EA 189.
  • Inzwischen ist auch die VW-Tochter Porsche betroffen. Darüber hinaus gibt es auch Manipulationsvorwürfe gegen zahlreiche weitere Hersteller, darunter u.a. Daimler (Mercedes-Benz), Opel und BMW.
  • Geschädigte Autokäufer können daher selbstverständlich ihre Ansprüche geltend machen. Ansprüche können sowohl gegen den Autohändler sowie vor allem gegen den Hersteller bestehen. Eine weitere Option bietet der sog. Widerrufsjoker, sofern Sie Ihr Fahrzeug kreditfinanzieren oder leasen.
  • Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat am Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig stellvertretend eine Musterfeststellungsklage eingereicht. Die Musterfeststellungsklage ist eine neue Klagemöglichkeit, um Schadensersatzansprüche gegenüber den Autoherstellern im Abgasskandal festzustellen. Den Start machte am 01.11.2018 die Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG. Rund 460.000 VW-Besitzer beteiligen sich hieran.
  • Wir haben Geschädigte noch bis zum 29.09.2019 ins Klageregister beim Bundesamt für Justiz angemeldet. Am 30.0.2019 begann der erste Verhandlungstag vor dem OLG Braunschweig.
  • Seit September 2019 steht im Raum, dass womöglich auch beim Nachfolgemotor der EA 189 Baureihe geschummelt wurde. Denn auch in neuere Dieselmotoren der Baureihe EA 288 soll eine Software eingebaut worden sein, die den Betrieb auf einem Prüfstand erkennt. Sollte sich dies bewahrheiten, haben wir den nächsten Dieselskandal.
  • Ebenfalls im September 2019 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Braunschweig VW-Chef Diess, Aufsichtsratschef Pötsch und Ex-Konzernchef Winterkorn angeklagt hat. Der Vorwurf: Marktmanipulation. Entgegen ihrer gesetzlichen Pflicht hätten die Vorstandmitglieder der Volkswagen AG den Kapitalmarkt zu spät über die aus dem Aufdecken aus dem Aufdecken des sogenannten Diesel-Skandals resultierenden erheblichen Zahlungsverpflichtungen des Konzerns in Milliardenhöhe informiert. Dadurch hätten sie rechtwidrig Einfluss auf den Börsenkurs des Unternehmens genommen.
  • Zudem verhängte die Staatsanwaltschaft Stuttgart im September 2019 ein Bußgeld in Höhe von 870 Milliarden Euro gegen den Autobauer Daimler. Daimler kündigte bereits an, gegen die Strafe keine Rechtsmittel einzulegen. Die Abteilung für Fahrzeugzertifizierung habe, so die Staatsanwaltschaft, die Aufsichtspflicht „fahrlässig“ verletzt. So hätten Autos zwar mehr Stickoxid ausgestoßen als nach EU-Norm zulässig. Dennoch hätten die Fahrzeuge eine Genehmigung für den Straßenverkehr erhalten.
  • In Braunschweig hat nun am 30.09.2019 die erste Musterfeststellungsklage gegen VW begonnen. Das mediale Interesse am Verfahren ist gigantisch. Die ersten Ausführungen des Gerichts sind vielversprechend und positiv. Mehr in Kürze.

Warum jetzt handeln?

Weil…

  1. die Ansprüche auf Schadensersatz zum Ablauf des Jahres 2019 verjähren,
  2. Städte und Gemeinden verpflichtet sind, Dieselfahrverbote einzuführen,
  3. sich die Autorückgabe für Sie finanziell lohnt,
  4. weil die Erfolgschancen enorm hoch sind und
  5. es Ihr gutes Recht ist!

Welche Ansprüche habe ich als Verbraucher?

Schadensersatz in Höhe des Kaufpreises

Rückgabe gegen Neuwagen

Schadensersatz-Zahlung für Ihren Wertverlust

Aus der Sicht unserer Rechtsexperten von WILDE BEUGER SOLMECKE bestehen diverse Ansprüche gegenüber Händlern und dem Volkswagen Konzern bzw. den Gesellschaften der Volkswagen AG, der Audi AG, Seat Deutschland GmbH, SKODA AUTO Deutschland GmbH, Porsche AG sowie gegen die Daimler AG und die Opel Automobile GmbH.

1. Gegen Ihren Händler

Gegen Ihren Händler können Sie unter bestimmten Voraussetzungen Gewährleistungsansprüche geltend machen. In Betracht kommt die Lieferung eines gleichwertigen und mangelfreien Fahrzeugs, also eine sog. Nachlieferung. Als Geschädigtem steht Ihnen daher die Lieferung eines Neuwagens ohne manipulierte Software zu. Auch kommt eine angemessene Minderung des Kaufpreises sowie der Rücktritt vom Kaufvertrag in Betracht. Ein Rücktritt hätte zur Folge, dass Sie als Kunde Ihr Fahrzeug zurückgeben und Ihr Geld zurückerhalten. Dies kann auch durch eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung erreicht werden. Unser Rechtsexperten informieren Sie über Ihre Möglichkeiten gerne jederzeit in einem ersten kostenfreien Beratungsgespräch.

2. Gegen Ihren Hersteller

Gegen Ihren Hersteller (z.B. VW) bestehen ebenfalls Ansprüche. Wenn Sie einen manipulierten Diesel besitzen, haben Sie Anspruch auf Schadensersatz gegen Ihren Hersteller. Gegen den VW-Konzern läuft daher seit dem 30.09.2019 die Musterfeststellungsklage vor dem OLG Braunschweig. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich! Die Musterfeststellungsklage hemmt die Verjährung, entlastet Sie als Verbraucher von einem Großteil des Gerichtsverfahrens sowie von dem damit verbundenen Aufwand und den Kostenrisiken. Nach einer erfolgreichen Musterfeststellungsklage wird es für Sie wesentlich einfacher sein, Ihre Ansprüche durchzusetzen.

Für Geschädigte, die sich nicht an der Musterfeststellungsklage beteiligt haben, bleibt nun die Möglichkeit einer individuellen Klage. Hier stehen die Chancen derzeit enorm hoch!

3. Widerruf Autokredit

Für Sie als Betroffener des Abgasskandals, bietet sich darüber hinaus eine weitere Option, der sog. Auto-Widerrufsjoker. Für Sie kann der Widerruf Ihres Autokredites sehr lukrativ sein, denn infolge eines wirksam erklärten Widerrufs geben Sie Ihr gebrauchtes Auto zurück an die finanzierende Bank. Im Gegenzug erhalten Sie von der Bank die geleisteten Raten und Ihre Anzahlung zurück. Doch der Widerruf des Autokredits ist nicht nur bei solchen Fahrzeugen möglich, die vom Abgasskandal betroffen sind. Tatsächlich kann JEDER, der sein Fahrzeug über eine Bank finanziert, in den Genuss des ewigen Widerrufsrechts kommen. Ein Vorteil des Widerrufs ist, dass Sie Ihrer Bank keine Nutzungsentschädigung für bereits gefahrene Kilometer zu zahlen haben.

Wie stehen meine Erfolgsaussichten?

Ihre Erfolgsaussichten sind zur Zeit besser denn je! Wir vertreten bereits mehrere Hundert Geschädigte im Abgasskandal, kennen die Gegenseite und wissen daher, welche die für Sie unkomplizierteste, schnellste und bestmögliche Vorgehensweise ist.

Vor allem zeigt sich, dass immer mehr Gerichte den Autokäufern Recht geben. Dies registrieren auch die Hersteller wie Volkswagen und Co., denn zahlreiche positive Autokäufer-Urteile sind inzwischen rechtskräftig. Das heißt, dass VW und Co. auf Rechtsmittel verzichtet haben.

Angesichts der derzeitigen Situation, die von Stilllegungen, enormen Wertverlusten und zunehmenden Fahrverboten geprägt ist, ist dies eine wichtige und vor allem richtige Entwicklung.

Sie wollen Ihre individuellen Erfolgsaussichten im Dieselskandal prüfen? Dann rufen Sie uns kostenfrei unter 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) an. Wir beraten bundesweit – auch samstags und sonntags.

Aktuelle Videos zum Abgasskandal


Welche Fahrzeuge sind vom Dieselskandal betroffen?

Fahrzeuge des VW-Konzerns mit Motoren des Typs EA 189

Am bekanntesten ist der VW-Abgasskandal. Betroffen sind Millionen Fahrzeuge. Bei der derzeit anhängigen Musterfeststellungsklage geht es um Fahrzeuge des VW-Konzerns der Marken VW, AUDI, SEAT und SKODA mit Dieselmotoren des Typs EA 189 (Vierzylinder, Hubraum: 1,2; 1,6; 2,0 Liter), in denen die illegale Abschalteinrichtung verwendet wurde. Dies sind die Fahrzeuge, die nach derzeitigem Stand am häufigsten von der Manipulation betroffen sind und bei denen Ihre Ansprüche am ehesten verjähren.

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat seit längerer Zeit schon nicht mehr über einzelne Rückrufe berichtet. Sie können aber in der Rückrufdatenbank des Kraftfahrtbundesamtes nachschauen, ob es einen offiziellen Rückruf gab. Selbstverständlich informieren Sie auch jederzeit unsere Rechtsexperten.

Weitere betroffene Fahrzeuge:

Manipuliert wurden aber auch Fahrzeuge weiterer Hersteller. Wenn Sie Käufer eines anderen Fahrzeuges sind, welches ebenfalls vom Abgasskandal betroffen sein könnte, sollten Sie sich in jedem Falle individuell von einem unserer Rechtsexperten über Ihre rechtlichen Möglichkeiten beraten lassen. Zu nennen sind hier zahlreiche Modelle der folgenden Hersteller:

  • Porsche,
  • Mercedes Benz,
  • Opel,
  • BMW,
  • Ford,
  • Hyundai,
  • Jeep,
  • Nissan,
  • Fiat,
  • Alfa Romeo
  • Dacia,
  • Peugeot,
  • Jaguar,
  • Suzuki,
  • Chevrolet,
  • Range Rover,
  • Volvo

Sie können sich zwar nicht an der aktuellen Musterfeststellungsklage beteiligen, doch Sie haben die Möglichkeit, im Einzelverfahren Ihre Ansprüche durchzusetzen. Das heißt, Sie können selbstverständlich Ihr Recht einklagen, auch wenn Sie keinen VW haben. Und dies ist kein Nachteil! Einzelklagen sind enorm erfolgsversprechend, schnell und der Erlös hoch. Die Prüfung, ob Ihr Fahrzeug betroffen ist, führen wir für Sie durch. Gerne prüfen wir Ihre individuellen Ansprüche.