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EU-Vertreterin Kerstin Jorna :

Verwerter sollen lizenzieren, nicht Musikpiraten jagen

Auf der Musikmesse Midem in Cannes hat eine EU-Vertreterin an die Verwertungsgesellschaften appelliert, mehr Arbeit in neue Lizenzabschlüsse zu stecken anstatt in die Bekämpfung der Piraterie.

Bildnachweis: Record / camerakarrie / CC BY 2.0 / Some rights reserved

 

„Mit der Jagd auf Urheberrechtssünder beschäftigte Anwälte haben weniger Zeit für rasche Abschlüsse von Lizenzverhandlungen mit neuen Anbietern“, sagte Kerstin Jorna, stellvertretende Kabinettschefin von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier, bei einer Veranstaltung der deutschen Verwertungsgesellschaft Gema am Sonntag in Cannes.

Jorna kündigte für den kommenden September eine neue Richtlinie zur Durchsetzung des Geistigen Eigentums (IPRED) an. Es sei dabei noch nicht entschieden ob  auch strafrechtliche Sanktionen in die Richtlinie aufzunehmen seien. Man ziele eher auf Zusammenarbeit mit Providern und Finanzdienstleistern ab.
„Die der geplanten Richtlinie soll rechtliche Klarheit für den grenzüberschreitenden Markt für digitale Lizenzen geschaffen werden“, erklärte Jorna. Es sei durchaus denkbar, dass die Kommission sich für die Einrichtung einer europaweiten Datenbank aussprechen werde, über die Musikanbieter dann EU-Lizenzen beziehen könnten.