Presserecht

DJV: CSU-Anruf bei „heute“-Redaktion ist „skandalös“

Ein Sprecher der CSU hat mit einem Anruf bei der „heute“-Redaktion versucht, eine Berichterstattung über den Parteitag der bayerischen SPD zu verhindern. Der Deutsche Journalisten-Verband hat nun die versuchte Einflussnahme auf die Berichterstattung als skandalös bezeichnet.

Auf Nachfrage des DJV habe das ZDF den Anruf des CSU-Sprechers bestätigt, jedoch habe man nicht darauf reagiert und wie geplant über den Parteitag der Opposition berichtet, so die Meldung des DJV.

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken kritisierte das Vorgehen der CSU scharf: „Der Versuch der CSU-Pressestelle, beim ZDF einen Informationsboykott des politischen Gegners zu erwirken, ist mit dem Gebot der Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht vereinbar. Es ist nicht zulässig, wenn Vertreter der Politik die Medien für ihre Zwecke zu instrumentalisieren versuchen.“ Es sei jedoch erfreulich, dass das ZDF seine redaktionelle Unabhängigkeit bewahrt habe.

Zugleich nutze Konken den Vorfall und rief alle Journalisten dazu auf, besonders in Wahlkampfzeiten wachsam gegenüber allen Versuchen der Einflussnahme zu sein, so die Meldung des DJV.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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