Medienrecht

VPRT kritisiert HD-Pläne von ARD und ZDF

Sebastian Artymiak, Leiter des Bereichs Medientechnologie beim Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) hat in einem Interview mit dem Branchenmagazin „Digital Insider“ die Pläne von ARD und ZDF, die Spartenkanäle auch in HDTV verbreiten zu wollen, kritisiert.

„Durch die ausufernde Anmeldung von Geldern bei der KEF spielt seitens des öffentlich-rechtlichen Rundfunks die Refinanzierbarkeit aus dem Markt – im Gegensatz zum privaten Rundfunk – keine Rolle“, so Artymiak gegenüber Digital Insider. Dies habe eine enorme Wettbewerbsverzerrung zur Folge, so der Bericht weiter.

Die Digitalkanäle von ARD und ZDF stehen schon seit geraumer Zeit in der Kritik. Nach Ansicht des VPRT führen die digitalen Spartensender zu unnötigen Doppellungen und Konkurrenzsituationen der gebührenfinanzierten Angebote untereinander. Zudem führe die aktuelle Programmgestaltung zu einer nicht „wegzuleugnenden Wettbewerbsverzerrung“, da man die Zielgruppen der Privatsender im Blick habe. ARD und ZDF sollten sich wieder auf ihren Auftrag refokussieren. „Dabei geht es natürlich nicht darum, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk von der technischen Entwicklung abgeschnitten wird“, so Artymiak gegenüber Digital Insider. Das ZDF will ab Mai 2012 die Sender ZDF Neo, ZDF Info und ZDF Kultur in HD ausstrahlen, die ARD plane die HD-Umstellung der Digitalsender für 2014, so der Bericht weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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