Medienrecht

VPRT: Doetz unterstellt ZDF „kommerzielle Ausrichtung“

In einem Brief an den Fernsehratsvorsitzenden Ruprecht Polenz hat Jürgen Doetz, Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), dem ZDF vorgeworfen, es betreibe eine „kommerzielle Ausrichtung“ und eine zunehmende „Expansionspolitik“. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin Focus, der Brief liege dem Magazin vor. Zudem kritisiere Doetz die Programmgestaltung der Digitalkanäle ZDF Neo und ZDF Kultur.

Vor allem mit „attraktiven Angeboten“ wie US-Serien würden gerade diese Kanäle die Zielgruppen der Privatsender im Visier haben, was zu einer nicht „wegzuleugnenden Wettbewerbsverzerrung“ führe, zitiert der Focus aus dem Schreiben. Letztlich ahme das ZDF gar die Sendeschemata privater Anbieter nach.

Bereits mehrfach hat sich der VPRT über ZDF Neo beschwert, der mit seinem jungen Programm erste Erfolge für sich verbuchen kann. Laut des Medienmagazins Horizont kann der Sender seit dem Start einen durchschnittlichen Monatsmarktanteil von rund 0,3 Prozent verzeichnen; im Digitalmarkt sind es 0,9 Prozent bei allen Zuschauern.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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