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Degeto-Affäre :

Produzentenallianz verlangt Planungssicherheit

Die Produzentenallianz zeigt sich besorgt über die derzeitige Situation der ARD Tochter Degeto. Alexander Thies, Vorsitzender des Gesamtvorstands der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen, sagte zu den jüngsten Entwicklungen: „Uns ist eine starke Degeto sehr, sehr wichtig. Als größter einzelner Auftraggeber in Deutschland bündelt sie ein Produktionsvolumen, das sonst in viele einzelne Zuständigkeiten bei den Landesrundfunkanstalten zersplittert wäre. Eine zentrale Auftragsproduktion für das ARD-Gemeinschaftsprogramm steht für Verlässlichkeit und eine Programmplanung aus einem Guss.“

Die finanzielle Schieflage der Degeto könnte zu Verwerfungen auf dem deutschen Produktionsmarkt führen, so die Meldung der Produzentenallianz.

Die Vorsitzende des Degeto-Aufsichtsrats, Dagmar Reim, und die ARD-Filmintendantin Prof. Dr. Karola Wille, teilten der Produzentenallianz in einem Schreiben mit, dass die versprochenen finanziellen Zusatzmittel zur Verfügung stehen würden: „Der Degeto Film GmbH ist die Möglichkeit eröffnet worden, 23 Mio. Euro nach dem Fernsehvertragsschlüssel bei den Landesrundfunkanstalten abzurufen. Insofern sind zugesagte Produktionsaufträge oder Lizenzankäufe nicht gefährdet“, heißt es dort nach Angaben der Produzentenallianz.

Für die Produzentenallianz ist diese Zusage nicht ausreichend. Sie fordert eine Realisierung aller zugesagten Produktionen – auch wenn das Volumen von 23 Millionen überschritten werden sollte. Zudem müssen für Projekte, die die Degeto aus Mengengründen nicht realisieren könne, die Entwicklungskosten der Produzenten übernommen werden, so die Meldung weiter.

Die Degeto hatte im September diesen Jahres ein „erhöhtes Programmvolumen für die Jahre 2012 und 2013“ bekanntgegeben, woraus sich „zwangsläufig eine Reduktion neuer Lizenzkäufe und Produk­tionsaufträge“ ergebe. In der letzten Woche wurde Degeto-Geschäftsführer Hans-Wolfgang Jurgan mit sofortiger Wirkung von seinem Posten abberufen.