Internetrecht

PRESSEMITTEILUNG: EuGH-Beschluss: Einbinden von Youtube-Videos ist legal! – Facebook-Nutzer können aufatmen

Der EuGH hat am 21. Oktober 2014 (Az. C-348/13) eine grundlegende Entscheidung getroffen, die Auswirkungen auf jeden Internetnutzer hat. Die Richter entschieden, dass das Einbinden eines Youtube-Videos auf einer anderen Webseite grundsätzlich keine Urheberrechtsverletzung darstellt. Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Kölner Medienrechtskanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE kommentiert den Beschluss:

„Die Entscheidung des EuGH betrifft jeden einzelnen Internetnutzer, insbesondere die Nutzer von sozialen Netzwerken. Dort werden täglich millionenfach Links zu Youtube-Videos geteilt. Durch das Posten des Links bindet Facebook automatisch das dazugehörige Video in den sog. Embedded Player ein, sodass das Video direkt auf dem Facebook-Profil abgerufen werden kann. Unter Juristen war jahrelang umstritten, ob das Einbinden urheberrechtlich geschützter Inhalte auf anderen Webseiten eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Auch die Gerichte waren sich nicht einig – selbst der BGH konnte diese Frage nicht abschließend entscheiden, sodass der EuGH angerufen werden musste. Nun hat der EuGH endlich eine klare Entscheidung zugunsten der Freiheit des Internet getroffen.“

Folgen der Entscheidung

„Facebook-Nutzer können angesichts dieser grundlegenden Entscheidung aufatmen. Sie müssen nicht mehr befürchten, wegen des Postens oder Teilens eines Youtube-Videos auf Facebook eine teure Abmahnung zu erhalten. Doch die Entscheidung geht sogar noch weiter: sie erlaubt es, alle Inhalte, die einmal im Netz öffentlich zugänglich gemacht worden sind, im Wege des Framing auf anderen Internetseiten einzubinden – egal ob die Inhalte mit oder ohne Zustimmung des Urhebers im Netz veröffentlicht wurden. Der Beschluss betrifft also nicht nur Youtube-Videos, sondern praktisch alle urheberrechtlich geschützten Inhalte im Netz. Das bedeutet zum Beispiel, dass es legal ist, fremde Fotos auf der eigenen Internetseite einzubinden. Eine Lizenz ist hierfür nicht erforderlich. Dies könnte zur Folge haben, dass in Zukunft auch die Fotos kommerzieller Anbieter ohne den Erwerb einer Lizenz im Wege des Framing genutzt werden dürfen.“

Inhalt der Entscheidung

Der EuGH hat entschieden, dass das Einbinden von Youtube-Videos keine Urheberrechtsverletzung darstellt, wenn sich dadurch kein neues Publikum erschlossen und keine neue Technik verwendet wird. Diese Voraussetzungen liegen im Fall des Einbindens von öffentlich zugänglichen Youtube-Videos, das auch als „Framing“ bezeichnet wird, vor. Ein neues Publikum werde nicht erreicht, da laut EuGH davon ausgegangen werden könne, „dass der Inhaber des Urheberrechts, als er die Wiedergabe erlaubte, an alle Nutzer des Internets gedacht habe.“ Auch eine neue Technik werde laut EuGH beim Framing nicht verwendet. Unklar ist aber, ob dies auch für illegal ins Internet gestellte Inhalte gilt. Dazu äußert sich der EuGH leider nicht eindeutig.

In dem zugrundeliegenden Rechtsstreit ging es um ein Youtube-Video, das ohne Zustimmung der Rechteinhaber auf Youtube veröffentlicht worden war. Dieses wurde auf der Website eines Dritten mittels Framing eingebunden. Der Inhaber der Webseite wurde daraufhin wegen Urheberrechtsverletzung in Anspruch genommen.

Zur Entscheidung im Volltext

UPDATE 24.10.2014, 15:47 h

Soeben hat der Kollege Dr. Knies, der den Beschluss erwirkt hat, die Entscheidungsgründe vorgelegt.

Unklar ist danach, ob der Europäische Gerichtshof danach unterscheidet, ob Inhalte legal oder illegal ins Netz gelangt sind. Wenn man davon ausgeht, dass das Urteil auch für illegale Inhalte gilt, würde das bedeuten, dass künftig auch Kinofilme in die eigene Internetseite eingebunden werden können, selbst dann wenn sie zuvor unrechtmäßig ins Netz gestellt worden sind. Diese Bewertung wäre jedoch sehr weitreichend. Bereits im Vorfeld hatte der Europäische Gerichtshof in einer früheren Entscheidung klargemacht, dass auch Fotos im Wege des Framings in die eigene Seite eingebunden werden können. Das aber ist dramatisch für die Rechteinhaber und Bilddatenbanken.

Theoretisch könnte es nach diesen Entscheidungen möglich sein, teure Fotos der Bilddatenbank Getty Images im Wege des Framing (ohne Umgehung von Schutzmaßnahmen) in die eigene Internetseite einzubinden, ohne dafür zu bezahlen. Denkbar ist dann zwar, dass die großen Bilddatenbanken für diese Art der Einbettung in Zukunft Schutzvorkehrungen treffen werden. Dann aber wäre es immer noch möglich, diese Bilder von Seiten im Wege des Framings zu verlinken, die die Werke offiziell bei den Bilddatenbanken eingekauft haben. Es ist unwahrscheinlich, dass diese Seiten sich mit entsprechenden Schutzmaßnahmen ausstatten werden.

Ebenso wäre es möglich, Texte in die eigene Seite einzubinden, sofern dies beispielsweise über eine RSS-Technologie erfolgt und die Ursprungsseite schon eine solche Technologie eingebunden hat. Aus Sicht der Rechteinhaber wäre das Urteil bei dieser Auslegung eine mittlere Katastrophe.

Jetzt ist es Sache des Bundesgerichtshofes die kurzen Urteilsgründe entsprechend zu deuten und daraus eine tragbare Lösung zu entwickeln. Dass ein Korrektiv für die vorgenannte weitgehende Interpretation dieser Entscheidung gefunden werden muss, ist unumgänglich.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (30)

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  1. „Ebenso ist ist es möglich, Texte in die eigene Seite einzubinden, sofern dies beispielsweise über eine RSS-Technologie erfolgt und die Ursprungsseite schon eine solche Technologie eingebunden hat.“

    Der Sinn von RSS ist, dass der Feedreader die Informationen der Anbieterseite abrufen und darstellen kann. Bei online Feedreadern eben auch auf Webseiten. Der Betreiber kann ja selber festlegen, welche Informationen er über RSS bereitstellt und wenn er möchte das die Nutzer den Text auf seiner Seite lesen, schickt er per RSS eben nur den Link raus.
    Was das Urteil meiner Meinung nach nicht möglich macht ist eine 1zu1 Kopie von Webseiten legal anzulegen, weil RSS XML basiert ist und wenn man diesen Feed nun in eine eigene Webseite einbinden möchte, ist dazu zwingend eine andere Technologie möglich, da Webseiten nicht in XML ausgeliefert werden.

    Auch bei den Bildern wäre ich vorsichtig, da das Framing der Bilder recht einfach durch den Administrator zu verhindern ist, indem der HTTP Referrer überprüft wird und Bilder nur an Nutzer der eigenen Webseite ausgeliefert werden. Wird nun der HTTP Referrer gefälscht um die Bilder trotzdem einzubinden dürfte das wieder eine andere Technologie sein, da es nicht mehr den HTTP Spezifikationen entspricht.
    Das ist wieder der Punkt mit dem „Wem stelle ich meine Ressourcen zur Verfügung“. Erlaube ich bei meinem YouTube Video das Einbinden ist das für mich das selbe wie wenn ich meinen Server so konfiguriere, dass er Bilder an alle ausliefert und nicht nur an Benutzer die von meiner Webseite kommen.

  2. Flu sagt:

    Kurz und knapp: Das Urheberrecht muß endlich der Zeit und der Technik angepasst werden (und das natürlich immer wieder) und nicht andersrum! So einfach kann das manchmal sein, und deshalb ist dieses Urteil endlich mal der richtige Schritt in Richtung Freiheit und nicht noch mehr in Verbote, Regeln, Gesetze und Abzocke.
    Wer seine Werke veröffentlicht (auf welchem Weg auch immer) muß heutzutage einfach mit einer Verbreitung rechnen (auf welchem Weg auch immer), weil es die Technik nunmal möglich macht. Wer dadurch nicht mehr genug verdient um neue Werke zu produzieren oder zu veröffentlichen, muß sich eben eine andere oder zusätzliche Arbeit suchen. So ist das nunmal im Leben. Wieso sollen da irgendwelche Künstler und Rechteinhaber höhere Rechte haben? Es kann sich eben nicht jeder sein eigenes Recht zusammenbasteln. Irgendwo gibt es eben Grenzen. Einige können ja sogar noch froh sein, daß es immer noch das Mittelaltermodell Gema gibt und sich dadurch lebenslänglich verdienen lässt. Und zwar mit einer Sache für die man nur EINMAL gearbeitet hat. Kein Arbeiter der Welt kann für irgendwelche Produkte und deren Nutzung weiterhin daran verdienen. Aber ein paar privilegierte Musiker, Produzenten und Verlage können das bis heute.
    Solche völlig veralteten Strukturen müssen endlich abgeschafft werden. Es ist kein Gesetz, daß man durch irgendeine Art der Kunst oder Vertrieb von Medien reich werden muß. Das ist vorbei. Und deshalb ist das endlich mal das erste vernünftige Urteil was endlich alle Internetnutzer schützt! So soll es sein!

    • DLU sagt:

      Da ist jemand offensichtlich kein Künstler.

      • KenWaldPro sagt:

        „Da ist jemand offensichtlich kein Künstler.“

        Ich möchte Ihre Feststellung insofern noch ergänzen, dass es sich um jemand handeln muss, für den es selbstverständlich ist, fremde Werke ohne Rücksprache zum Nulltarif zu verwenden, um sich selbst Arbeit zu sparen. (Er macht sich sogar weniger als einmal Arbeit, um das fremde Gut für unbestimmte Zeit für sich zu nutzen. In der Naturwissenschaft bezeichnet man dies als Parasitismus)
        Jedoch sind Geschenke und Diebesgut zwei unterschiedliche Paar Schuhe.

  3. Michael Heyl sagt:

    Sehr geehrter Herr Solmecke,

    die Aussage, dass der EuGH nicht zwischen legal und illegal unterscheidet, kann ich nicht nachvollziehen. Im Volltext der Entscheidung findet man unter den Punkten 16 und 18 die Textpassagen:

    Punkt 16: „Ist dies nicht der Fall, insbesondere weil das Werk bereits auf einer anderen Website mit Erlaubnis der Urheberrechtsinhaber für alle Internetnutzer frei zugänglich ist, ……..“

    Punkt 18: „Denn sofern und soweit dieses Werk auf der Website, auf die der Internetlink verweist, frei zugänglich ist, ist davon auszugehen, dass die Inhaber des Urheberrechts, als sie diese Wiedergabe erlaubt haben, …..“

    M.E. wird hier davon ausgegangen, dass grundsätzlich eine Erlaubnis des Rechteinhabers vorliegt. Wie lässt sich tortzdem aus dem Entscheidungstext ableiten, das sich die Frage nach Legalität/Illegalität nicht stellt.

    Danke für die Antwor im Voraus.

  4. […] Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Kölner Medienrechtskanzlei Wilde Beuger Solmecke anmerkt, gilt die EuGH-Entscheidung nicht nur für Youtube-Videos, sondern für alle mittels […]

  5. […] Christian Solmecke stellte dazu fest, dass diese Entscheidung nicht nur für Youtube-Videos gelte, sondern für alle mittels Framing […]

  6. Andrea sagt:

    Das ist wirklich mal ein richtig gutes Urteil vom EuGH.

    Ganz besonders was Fotos und Bilder angeht. Denn es gibt auch opensource-Bilder und Fotos auf einschlägigen Linux-Plattformen wie gnome-look.org, ubuntu-art.org, kde-look.org, deviant-art.org und viele mehr. Wie gesagt: bei solchen Sachen benutze ich lieber unsere einschlägigen Linux-Seiten.

    Und bei Software bzw. Linux-Distros – für die gilt dieses Urteil ja auch – nutze ich lieber ebenfalls unsere Linux-Seite hier:

    http://distrowatch.com

    Von daher sehe ich dieses Urteil zum Einbetten von Videos sogar als einen ersten winzigen Schritt in die Richtung Legalisierung von Filesharing. Denn andere EU-Länder wie Portugal, Spanien, Frankreich und Italien haben es bereits vorgemacht und Norwegen plant übrigens auch bereits eine Legalisierung von privatem Filesharing!!

    Hoffentlich geht der Europäische Gerichtshof diesen Weg weiter und schafft so peu a peu diese Abmahner endgültig ab!! Das wäre ein Fest für uns User!!….:-D

  7. Andrea sagt:

    Und Frage an Christian Solmecke:

    würde dieses Urteil nicht sogar eine Wende im Fall Kinox.to und movie4k.to und andere bedeuten?? Denn die sind ja eigentlich auch nur Linkaggregatoren, die hier Links einbetten.

    Wie sieht es hier aus?? Denn diese Frage kam heute Abend bei meta.tagesschau.de zu diesem Bericht auf:

    http://www.tagesschau.de/ausland/eugh-internet-urteil-101.html

    Von daher: sind diese Plattformen jetzt ebenfalls legal oder wie sieht es hier aus??

    Grüße
    Andrea

  8. Andrea sagt:

    und die zweite Frage ist:

    darf man jetzt legal öffentlich-rechtlichen Content auf youtube hochladen OHNE teure Abmahnungen befürchten zu müssen?? Und wie sieht es aus mit Upload von Filmen aus dem TV auf Video-Webseiten??

    Denn ich habe hier so einiges aus dem TV hier auf meiner Platte liegen, was ich uploaden könnte. Nur ich habe bislang absolut die Finger davon gelassen, wegen dieser Abmahngefahr. Außerdem habe ich die auch NICHT auf meiner internen Festplatte sondern auf einer externen Festplatte drauf. Die stammen Großteils von unserem Festplatten-Videorecorder.

  9. […] „Facebook-Nutzer können angesichts dieser grundlegenden Entscheidung aufatmen. Sie müssen nicht mehr befürchten, wegen des Postens oder Teilens eines Youtube-Videos auf Facebook eine teure Abmahnung zu erhalten. Doch die Entscheidung geht sogar noch weiter: sie erlaubt es, alle Inhalte, die einmal im Netz öffentlich zugänglich gemacht worden sind, im Wege des Framing auf anderen Internetseiten einzubinden – egal ob die Inhalte mit oder ohne Zustimmung des Urhebers im Netz veröffentlicht wurden. Der Beschluss betrifft also nicht nur Youtube-Videos, sondern praktisch alle urheberrechtlich geschützten Inhalte im Netz. Das bedeutet zum Beispiel, dass es legal ist, fremde Fotos auf der eigenen Internetseite einzubinden. Eine Lizenz ist hierfür nicht erforderlich. Dies könnte zur Folge haben, dass in Zukunft auch die Fotos kommerzieller Anbieter ohne den Erwerb einer Lizenz im Wege des Framing genutzt werden dürfen.“ Quelle […]

    • Ben sagt:

      Was heißt in diesem Zusammenhang Framing? Ich kann Bilder natürlich über Frames einbinden, z.B.:

      In foto.html liegt dann das Bild:

      Das macht doch aber eigentlich keinen Sinn. Vielmehr müsste ich das Bild, das hochgeladen wurde direkt verlinken, also direkt einbinden, ohne einen Umweg über ein Frame zu machen?

      Laut Urteil (Rn. 14) kommt es doch nur darauf an, dass die selbe Technik verwendet wird. In diesem Sinne muss ein Umweg über einen Frame doch dann nicht gemacht werden, oder sehe ich das falsch?

  10. Wettervogel sagt:

    Hi, ich denke, dass es einen wichtigen technischen Unterschied zwischen eingebetteten und direkt bei Youtube abgespielten Videos gibt.
    Jedenfalls gibt es den aber für Fotos – auch wenn diese nicht durch .htaccess geschützt werden – unter bestimmten Bedingungen.

    Ich erkläre es anhand eines Fotos.

    Auf der Webseite webseiteXY.de kann ich meine Fotos so einbauen:
    (ich lasse die spizen klammern weg):

    a href=“/pfad/bildname.jpg“

    Das würde technisch bedeutet: Hole Dir vom eigenen Server die Bilddatei „bildname.jpg“. Sie liegt auf dem Pfad „/pfad/“.
    Nimm das Bild und zeige es an.

    (d.h. dort ist die Angabe der Domain NICHT notwendig)

    Auf jeder anderen Webseite müsste das Bild zwingend so angegeben werden:

    a href=“http://webseiteXY.de/pfad/bildname.jpg“

    Dies ist technisch ein völlig anderer und viel umständlicherer Vorgang.

    Es heißt:

    Hole bitte ein Bild aus dem Internet.
    Verwende das http-protokoll
    finde heraus, wo der Server der Webseite webseiteXY.de liegt
    gehe dazu zu einem Nameserver und hole Dir die IP-Adresse
    Gehe dann zu der IP-ADresse
    WENN der Server sich melden sollte, frage nach der Bilddatei
    „bildname.jpg“. Sie soll dort erreichbar sein auf dem Pfad „/pfad/“.
    Gibt Dir der Server das Bild, zeige es an.

    Das HTTP-Protokoll zu verwenden ist ein technischer Vorgang, der bei der lokalen Anzeige nicht vorgenommen wird.

    Beim lokalen Anzeigen wird kein Namesever (Rechner, Kommunikationswege und Software im Internet) mit einbezogen.

    Und das sind nur die wichtigsten und offensichtlichsten
    t e c h n i s c h e n
    Unterschiede.

    Es wird – bevor eine Anfrage beim eigenen oder (mehr oder weniger identisch) bei einem fremden Server abgesetzt wird – im Falle des Fremdservers erst ein (im Detail gesehen) recht komplexer technischer Mechanismus in Gang gesetzt, der seine Zeit braucht, Ressourcen Dritter nutzt usw usw.

    Das einzige was gleich ist, ist doch, dass die erhaltenen Daten am Ende auf gleiche Weise angezeigt werden.

    Ich hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken.

    Daher ist für mich das Urteil zwar nicht gleich falsch, aber eher wegen der EINWILLIGUNG ins einbetten. Nicht wegen der komischen Krücke mit der angeblich „gleichen“ Technik.

    Im Falle eines youtube-Videos ist auch in meinen Augen fraglich, ob da w i r k l i c h in beiden Fällen die „gleiche“ Technik dahinter steht. Schon der Player ist ja anders: Man suche mal beim eingebetteten Player den sog Kino-Modus.

    Gruss
    Claudia

  11. […] öffentlich macht und von sich gibt, kann einen rechtlichen Rattenschwanz nach sich ziehen und auch YouTube ist kein rechtsfreier Raum. Welcher Bilder verwendest du, welche Musik kommt in den Videos vor und über was und wen handelt […]

  12. vera sagt:

    Hallo, mich beschäftigt die frage, wie es bei instagram mit den Bildern ist? Ich habe einen fashion Account und würde gerne Sachen bzw. Bilder zeigen, die allerdings nicht von mir gemacht wurden. Alles was mit Mode zutun hat. Die Bilder werden zwar nicht verlinkt, sondern genauso unverändert auf meinen instagram Account übertragen. Ist das erlaubt?

  13. […] Embedding-Funktion, die das Teilen durch Einbinden ermöglicht darstellen (siehe dazu Kommentar zu, EuGH-Beschluss). Zu 100% sicher vor einer Abmahnung seid ihr aber unserer Meinung nach auch hier nicht. Habt ihr […]

  14. Philipp sagt:

    Hallo!
    Darf man also dann jetzt auch ein Blog Beitrag zu einem Video schreiben, also seine Meinung dazu äußern (nur positiv gedacht) und das dann eben darin einbetten?

    Vielen Dank für eine Antwort!

    Philipp

  15. […] Trotzdem wird es auch weiterhin Musikbeiträge geben – vor allem seitdem der Europäische Gerichtshof endlich ein brauchbares Urteil hinsichtlich der Mediaeinbindung gesprochen hat. Nachdem jahrelange Unsicherheit darüber geherrscht hat, ob man Youtube-Videos auf Webseiten einbinden darf, oder ob man dadurch eine Urheberrechtsverletzung begeht, ist seit Ende letzten Jahres klar: Das Einbinden von Youtube-Videos ist legal! […]

  16. Britta sagt:

    Hallo!
    Ich bin gestern zufällig hierüber gestolpert… habe leider nicht so viel Ahnung auf diesem Gebiet, deshalb entschuldigung, sollte meine Frage komisch sein 🙂

    Aber verstehe ich es richtig, dass es auch Bilder betreffen kann?
    Und gilt dies nur für öffentliche Plattformen, oder auch für „private“ Seiten?

    Ich habe einen Blog und möchte NICHT, dass jeder einfach so – ohne mein Einverständnis – Bilder von mir kopiert und irgendwo einbindet.
    Das kann doch nicht richtig sein?

    Oder verstehe ich da etwas falsch?

    Würde mich freuen, wenn mir jemand eine Info gibt.
    Danke.

    • Denis sagt:

      Hallo Britta,
      sowas ist heute leider oft der Fall, selbst Google Bilder Sucher macht es ja 🙂
      Wenn Du so etwas unterbilden möchtest mußt Du das HOTLINKING unterbinden.
      Weiter oben wurde das bereits erwähnt. Man prüft ob eingehende anfragen bzgl. Bilder von deiner eigenen Seite kommen. Wenn nicht, kann man ein anderes Bild ausspielen. Wenn Du WordPress verwendest schau doch mal unter Plugins oder so bzgl. HOTLINKING, oder bei Google.
      Beste Grüße,
      Denis

  17. Denis sagt:

    Hallo Herr Solmecke,

    das ist ja schon eine recht positive Entscheidung. Ich betreibe ein privates Internet Musikmagazin und habe grundsätzlich Bauchschmerzen bei eine Veröffentlicheung von Youtube Inhalten. Zumal ich gerne Videos von Konzertmitschnitten von Zuschauern posten würde.

    Gilt dies auch für solche Konzertmittschnitte, die durch Zuschauer aus dem Konzertsaal erstellt werden?

    Denn eigentlich steht auf der Eintrittskarte drauf, daß dies nicht erlaubt ist. Dies ist auf jedenfall mein Kenntnissstand.

    Oder gilt dieses neue Gesetz nur für sagen wir mal…Veröffentlichungen von Plattenfirmen und Bands selber?

    Bestes Grüße aus Köln,
    Denis Hoffmann

  18. Also ich bin vorsichtig, gerade mit Bildern von anderen Webseiten. Ich kann mir nicht vorstellen das das Einbinden legal ist. Da warte ich jetzt erstmal die nächsten Gerichtsentscheidungen ab. Die Zahlungen für Urheberrechtsverletzungen bei Bildern sind mir schlicht zu hoch.
    Gruß
    Klaus Schleusener, Karlsruhe

  19. KenWaldPro sagt:

    Zitat C. Solmecke:
    „Dann aber wäre es immer noch möglich, diese Bilder von Seiten im Wege des Framings zu verlinken, die die Werke offiziell bei den Bilddatenbanken eingekauft haben. Es ist unwahrscheinlich, dass diese Seiten sich mit entsprechenden Schutzmaßnahmen ausstatten werden.“

    Es wurde schon im ersten Antwortbeitrag durch Herrn K.-J. Schubert darauf hingewiesen, dass es technisch sehr wohl möglich ist, ein Framing zu verhindern. Ein möglicher Ansatz (Referer-Prüfung) wurde schon angesprochen, ein Framing auf fremden Seiten lässt sich aber auch noch gezielt mit anderen, kaum zu umgehenden Methoden nachhaltig realisieren.

    Nach meiner Lesart sind lediglich Heimseitenbetreiber, die Youtube(YT)-Videos per Framing auf die eigene Seite einbetten juristisch in ihrem Handeln entlastet worden. Geframte YT-Videos sind für den Urheber (im Falle der Monetarisierung eines Videos) nach meiner Einschätzung unschädlich, ja sogar lukrativ, da die Monetarisierung für den möglichen Urheber hierdurch nicht beeinträchtigt, sondern eher noch gefördert werden kann.

    Es ist für Youtube zur Zeit sehr attrativ, die Videos per Framing verlinken und abspielen zu lassen, da dies den Zulauf zur Youtube-Seite dauerhaft erhöhen hilft. Je nach Einstellung, können im Video-Frame sogar Vorschläge für Folgevideos eingeblendet werden.
    Im Zeitverlauf weiterer, gezielter Rechtsprechung wird es aber jedes Mal zu überprüfen sein, ob in Abwägung der Rechtsgüter ein Framing in Zukunft noch aufrecht zu erhaltung sein wird.

  20. […] nur auf das vollständige Video und den von YouTube vorgegebenen Einbettungscode. Wer sich auf das EuGH-Urteil zum Framing stützt, hat die Rechnung ohne § 95c UrhG (D) gemacht, das es verbietet, für die […]

  21. Sebastian K. sagt:

    Sehr geehrter Herr Solmecke,

    Sie haben im Video betont, dass die private Nutzung das Einbetten von Youtube-Videos erlaubt. Wie verhält es sich für Blogbetreiber, die mit Affiliate und AdSende arbeiten und somit gewerblich gemeldet sind?

    Vorab herzlichen Dank und beste Grüße

  22. udo sagt:

    Sehr geehrter Herr Solmecke,

    ich möchte Sie höflichst fragen ob man in der eigenen Webseite youtube videos für Zeitabschnitte mit einem overlay bedecken darf, und ob die Altersbeschränkung für Videos auf meine eigene Webseite einhalten muss, weil ich die Videos mit der Google Youtube API auf meine Webseite einbinde und das scheint die Altersbetätigung umzugehen weil ich kann eingebundene Altersbeschränkte YouTube-Videos auf meine eigene Webseite sehen (Mit Hilfe Google API) ohne mich in youtube oder google oder google+ angemeldet haben zu müssen.

    Würde es reichen wenn ich in meiner Webseite die Anmeldung von nur Leuten die eine Alter mehr als 18 angeben?

    herzlichen Dank im Voraus.

    Viele Grüße

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