Internetrecht

Betrug – Warnung vor Fake Apotheke rezeptfrei-bestellen.net

Im Internet gibt es inzwischen immer häufiger Betrüger, die einen Fakeshop betreiben. Hiervon bleibt auch nicht der Bereich der Online Apotheken verschont. Verbraucher sollten bei der Fake Apotheke rezeptfrei-bestellen.net keine Medikamente bestellen.

Betrug - Warnung vor Fake Apotheke rezeptfrei-bestellen.net ©-asrawolf-Fotolia

Betrug – Warnung vor Fake Apotheke rezeptfrei-bestellen.net ©-asrawolf-Fotolia

Die angebliche Online Apotheke rezeptfrei-bestellen.net bietet auf ihrer Webseite Medikamente zu Schnäppchen-Preisen an. Darunter befinden sich auch zahlreiche verschreibungspflichtige Medikamente. Diese können dort anscheinend rezeptfrei bestellt werden. Als „Verkaufshit“ wird beispielsweise „Medizinisches Marihuana“, „Diazepam Tabletten Valium“ sowie „Chloroform“ angeboten.

Verbraucher erhalten Medikamente nicht trotz Vorkasse

Gleichwohl sollten Verbraucher hiervon die Finger lassen. Laut Watchlist Internet sowie dem Europäischen Verbraucherzentrum Österreich erhalten die Kunden nicht die bestellten Medikamente geliefert, obwohl sie diese bezahlt haben. Die Betrüger verlangen in ihrem angeblichen Fake Shop Vorkasse auf ein Bankkonto im Ausland.

Was an Fake Apotheke rezeptfrei-bestellen.net auffällig ist

An rezeptfrei-bestellen.net ist merkwürdig, dass im Internetangebot nicht das vorgeschriebene Impressum zu finden ist. Kunden wissen also nicht, mit welchem Anbieter sie es zu tun haben. Sie können daher keine Rückzahlungsansprüche geltend machen. Darüber hinaus ist der Verkauf eines verschreibungspflichtigen Medikamentes ohne Vorlage eines Rezeptes untersagt (vgl. § 48 Abs. 1 Nr.1 AMG). Dies gilt erst Recht dann, wenn illegale Suchmittel wie Cannabis angeboten werden. Ebenso findet sich nicht das vorgeschriebene EU-Sicherheitslogo auf der Webseite von rezeptfrei-bestellen.net.

So erkennen Sie Fake-Apotheken

Kunden sollten vor allem dann vorsichtig werden, wenn sie in einem Online-Shop Waren ausschließlich per Vorkasse erwerben können. Dies gilt in besonderem Maße dann, wenn das Impressum fehlt und auf illegale Weise Medikamente angeboten werden. Damit wollen die Betrüger wohl ein besonders lukratives Geschäft etwa bei Schmerzpatienten machen.

Darüber hinaus lohnt bei einer Online Apotheke ein Blick auf die Webseite des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information. Dort finden Sie eine Liste mit allen in Deutschland zugelassenen Versand Apotheken. Des Weiteren sollten Sie darauf achten, ob die Webseite der Online-Apotheke das EU-Sicherheitslogo enthält. (HAB)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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