Der Verfilmungsvertrag

Halten Sie ein Werk in Händen, das einen filmreifen Plot hat? Und handelt es sich um ein Werk, das nicht speziell als Grundlage für einen Film entstanden ist? Dann benötigen Sie weitergehende Rechte, um es verfilmen und bearbeiten zu können.

Zweck

Mit einem Verfilmungsvertrag sichern sich Filmproduzenten das Recht ihre Idee für einen Film, die sie aufgrund eines bestimmten Werkes haben, realisieren zu dürfen.

Sie ebnen den Weg für alle weiteren Maßnahmen, die letztlich zum Ziel der Fertigstellung eines Films führen.

Durch den Vertrag kann ein Filmproduzent Rechte an einem nicht zum Zweck der Verfilmung bestehenden (vorbestehenden) Werks erwerben. Er erhält das Nutzungsrecht und ist sowohl zur filmischen Herstellung, als auch zur Bearbeitung des Werks zu diesem Zweck befugt. Auch die weitere Verwertung des hergestellten Films kann in einem Verfilmungsvertrag geregelt werden. Eine Verfilmungspflicht entsteht nicht.

Inhalt

In einem Verfilmungsvertrag, der zwischen Filmproduzent und Autor oder Verlag geschlossen wird, sollten die einzelnen Nutzungsarten konkret benannt werden.

Beispielsweise das Recht zur Wiederverfilmung (Remake) oder zur Fortentwicklung (Sequel/Prequel). Aber auch die Bearbeitung des vorbestehenden Werks zur filmischen Herstellung und die Verwertung des Films durch Fixierung auf Bild- und Tonträgern zu Vorstellungszwecken in Theatern oder im Rundfunk und die Herstellung von Verbreitungsmedien wie CD und DVD für die Öffentlichkeit, können zu den zu regelnden Nutzungsarten zählen.

Schließlich können auch Tonträger- und Merchandisingrechte Inhalt der Vereinbarung sein.

Die Dauer der Überlassung der Nutzungsrechte ist häufig unbegrenzt. Sie kann im Verfilmungsvertrag festgelegt werden, denn abweichende Vereinbarungen sind möglich. Insbesondere kann sich die Dauer für die Phase der Auswertung des Werks von der Dauer für die Herstellung des Filmes unterscheiden.

Im Gegenzug für die Überlassung der Nutzungsrechte erhält der Autor eine, im Verfilmungsvertrag enthaltene, Vergütung.


Nur durch eine vorherige Prüfung lassen sich negativ Folgen vermeiden. Hierbei helfen wir Ihnen! Unser Expertenteam um Rechtsanwältin Rafaela Wilde steht Ihnen unter der Rufnummer 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) gerne für eine erste Einschätzung zur Verfügung.


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Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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