Datenschutz

Facebook: Bremer Datenschützerin kritisiert Gesichtserkennung

Das fortgeschrittene System der Gesichtserkennung ist vor für die Bremer Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Imke Sommer vor allem auf Facebook ein Ärgernis. Als „aus-der-Hand-Geben biometrischen Materials“ deklariert Sommer die automatische Gesichtserkennung als große Gefahr für die Nutzer.

Bildnachweis: Scott Lake Glowing Edge look / kleinman / CC BY 2.0 / Some rights reserved

Die Datenschützerin kritisiert auch die AGBs des sozialen Netzwerks, bei dessen Akzeptanz man automatisch das Nutzungsrecht am eigenen Bild abgeben würde. Facebook sei in dieser Hinsicht nicht transparent genug und lasse die Nutzer im Bezug auf Datenschutz immer noch im Dunkeln.

Es gibt nicht nur Probleme bei einem eigens hochgeladenen Bild, sondern auch wenn Freunde Bilder von einem hochladen. „Ist das Bild bei Facebook hochgeladen und der Abgebildete ist ebenfalls Mitglied, dann hat er die AGBs akzeptiert, und dann gehört Facebook auch das Gesicht.“, so Sommer. Sie fordert eine öffentliche Debatte zu diesem Thema. „Das Internet sammelt und sammelt. Und nichts ist kostenlos, ich zahle immer mit meinen Daten.“ Sommer erklärt, dass immer noch zu wenig Nutzer genau wüssten, was mit ihren denn Daten passiert. Die Vorwürfe wegen Datenschutzverstößen gegen Facebook werden immer lauter. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will im März einen ersten Entwurf der geplanten Selbstverpflichtung für Online-Netzwerke in Deutschland vorlegen.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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