Datenschutz

Daten aus Google löschen lassen – Gewusst wie!

Seit dem gestrigen EuGH Urteil zum „Recht auf Vergessenwerden“ bekommen wir zahlreiche Anfragen von Betroffenen, die gerne wissen wollen, wie sie denn bei der Löschung ihrer Daten aus Google vorgehen sollen. Im Service Bereich von Google finden sich bereits Hinweise. Die Hilfestellung, die Google dort bietet, entspricht jedoch nicht annähernd dem was nach dem Urteil zu erwarten wäre und dem was die Betroffenen verlangen können. Wir zeigen auf, was bis jetzt über den Google Service Bereich möglich ist.

 

Den passenden Google Link finden

Um den Löschprozess über den Google Service Bereich zu veranlassen, sollten Betroffene am besten über die Google Suche folgendes eingeben: „Daten aus Google löschen“. Sodann findet sich relativ leicht der Link vom Google Support mit der Überschrift „Informationen aus Google entfernen – Google Websuche Hilfe“.

Der erste Klick ist entscheidend

Hier kann der Betroffene wählen zwischen dem Wunsch die Anzeige von Informationen in den Suchergebnissen von Google zu verhindern und dem Wunsch Informationen zu entfernen, die bereits in den Suchergebnissen von Google angezeigt werden. Letzteres sollte angeklickt werden.

Sodann will Google wissen, wo die zu löschenden Informationen entdeckt wurden. Hier sollte die Angabe „Auf der Webseite und in den Ergebnissen von Google“ erfolgen.

Webmaster ist seit dem EuGH Urteil ganz klar nicht mehr allein zuständig

Daraufhin, und jetzt wird es gerade im Hinblick auf das EuGH Urteil interessant, teilt Google dem Nutzer mit, dass ausschließlich die Webmaster für Websites und deren Inhalte verantwortlich sind. Google will wissen, ob der Nutzer bereits den Webmaster der Website kontaktiert hat. Gerade das ist jedoch, wie der EuGH in seinem Urteil feststellt, nicht notwendig. Der Webmaster hat keine Primärzuständigkeit, wenn es um die Löschung der Daten geht. Nutzer können sich auch ausschließlich an Google wenden, der als Verantwortlicher im Sinne des Datenschutzes gilt.

Nichts desto trotz muss der Nutzer an dieser Stelle eine Antwort anklicken, ansonsten ist ein Fortkommen im „Google Service Labyrinth“ nicht möglich. Weiter kommt nur derjenige, der entweder angibt, dass er den Webmaster vergeblich versucht hat zu kontaktieren oder dass es auf der entsprechenden Webseite keine Kontaktoptionen gibt.

Nur in diesen beiden Fällen, ist Google daran interessiert zu erfahren, um welche Daten es sich handelt. Es werden insgesamt 9 Optionen angezeigt. In den allermeisten Fällen erscheint folgende Nachricht „Sollten Sie den Webmaster nicht erreichen können, versuchen Sie, Kontakt mit dem Unternehmen aufzunehmen, das die Website hostet.“ An dieser Stelle ist keine Hilfe mehr von Google zu erwarten. Der Nutzer ist auf sich alleine gestellt. Wer allerdings angibt, dass es sich bei den Daten um Bank- oder Kreditkartendaten handelt, kann ein Formular ausfüllen. Google versichert in diesem Fall entsprechende Nachforschungen zu tätigen. Auch hier ist keine Rede von der sofortigen Löschung. Genauso verhält es sich, wenn es sich um ein Bild der eigenhändigen Unterschrift handelt. Entschiedener verspricht Google dagegen vorzugehen, wenn sich der vollständige Name einer Privatperson oder eines Unternehmens auf einer Spamseite mit pornographischen Inhalten befindet oder auch wenn es um Inhalte geht, die in Übereinstimmung mit dem geltenden Recht entfernt werden sollten.

Fazit

Wer gewöhnliche Kontaktinformationen oder andere Angaben zu seiner Person, wie zum Beispiel Angaben zum Schulabschluss, zum Studienort oder zum Arbeitsplatz entfernen lassen möchte, wird nicht umhinkommen Google direkt per Email dazu aufzufordern. Sollte Google daraufhin nicht entsprechend reagieren, sollte ein Anwalt beauftragt werden.

 

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (2)

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  1. Prof Dr Dr Reiner von Zieten, Ph.D. sagt:

    Meine Adresse in Deutschland: Rheingaustr 135A, 65203 Wiesbaden

    Habe wie schon oben erwaehnt, hunderte von Unterlagen, die alle Schmutzvorwuerfe widerlegen. Das ganze wurde durch Archaeologen, die nicht auf meinem wissenschaftlichen Gebiet arbeiten, angefacht. Habe Schreiben von US Kollegen und Arbeitskollegen, die das ganze als Luegen gegen mich bezeugen. Meine Kompetenz ist in diesen Zeugenaussagen klar bezeugt. Werde wieder vom 14. August bis 4. Sept in Deutschland weilen, alle Unterlagen, Zeugnisse und Gehaltsunterlagen der Uni in California, die mich als Geophysiker ausweisen (was man auch anzweifelte) sind dort vorhanden.

  2. Prof Dr Dr Reiner von Zieten, Ph.D. sagt:

    Bitte um sofortige Hilfsvorschlaege.

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