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ZAK fordert Verzicht auf Grundverschlüsselung

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) hat sich für einen Verzicht der Grundverschlüsselung ausgesprochen. Die Digitalisierung des Fernsehempfangs könne somit beschleunigt werden, so die Meldung der ZAK.

Der erfolgreiche Wechsel von der analogen zur digitalen Satellitenverbreitung sei insofern möglich gewesen, da private Programme in SD-Qualität digital nicht verschlüsselt werden und deshalb, wie bislang die analogen Programme, mit jedem digitaltauglichen Empfänger ohne Zusatzkarte oder zusätzliche Kosten genutzt werden können, so die Meldung der ZAK.

Da immer mehr Fernsehgeräte mit einem integrierten digitalen Empfang ausgestattet sind, hätten die Privatsender zunehmend einen Nachteil gegenüber den öffentlich-rechtlichen Programmen, die unverschlüsselt in HD Qualität verbreitet werden. Die Reichweite ist damit sehr viel höher. Somit werde die Grundverschlüsselung zu einem „Hindernis für einen verbraucherfreundlichen Umstieg im Kabel“, so die Meldung weiter.

Im Zuge der Fusion mit Kabel BW hat Unitymedia bereits im Vorfeld angekündigt, private Free-TV-Angebote nicht mehr zu verschlüsseln. Dies war allerdings auch ein Eingeständnis, um die Bedenken der Kartellbehörde auszuräumen.

Die ZAK appelliert an Kabelnetzbetreiber, die bislang an der Grundverschlüsselung festhalten, ebenfall darauf zu verzichten.

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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