Navigation öffnen
Startseite » News » Allgemein » Medienanstalten fordern barrierefreie Sendungen von Privatsendern

Medienanstalten fordern barrierefreie Sendungen von Privatsendern

Der private Rundfunk soll künftig mehr barrierefreie Angebote anbieten, so die Forderung der Medienanstalten. Notfalls auch durch Anreizregulierung.

Die Gesamtkonferenz der Medienanstalten fasste den Beschluss, nach dem die beiden reichweitenstärksten privaten Sendergruppen mindestens eine Sendung pro Abend in einem ihrer jeweiligen Programme mit Untertiteln für Hörgeschädigte versehen sollen, so die Meldung der Medienanstalten. Damit müssten die ProSiebenSat.1 GmbH sowie die RTL Group ihre Programmangebote für Menschen mit Behinderung ausbauen.

Eine Sendung pro Abend als Mindestanforderung

Die Ausstrahlung einer barrierefreien Sendung am Abend sei dabei eine Mindestanforderung um den öffentlichen Auftrag der Sender mit Blick auf dieses gesellschaftlich relevante Thema zu erfüllen, so die Meldung weiter. Man könne sich aber auch vorstellen, künftig den Ausbau barrierefreier Angebote mit einer Anreizregulierung zu verbinden. Erste Vorschläge für eine Anreizregulierung, die Programmqualität und Barrierefreiheit bei den privaten Sendern fördern solle, seien bereits dem Gesetzgeber mitgeteilt worden. Allerdings stieß der Vorschlag, die journalistische Qualität der Privatsender mit finanziellen Anreizen zu stärken, auch auf Kritik.

Die ARD hatte im letzten Jahr bekannt gegeben, bis Ende 2013 alle Erstsendungen im Ersten für gehörlose und schwerhörige Zuschauer mit Untertiteln zu versehen. Zudem sollen künftig für alle fiktionalen Formate sowie Tier- und Naturfilme im Hauptprogramm eine Hörfilmfassung für blinde und stark sehbehinderte Menschen angeboten werden. Der Sender Vox bietet  seit gut einem Jahr für ausgewählte Prime-Time-Filme Untertitel an.