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MDR: Schwachstellen aufgedeckt und beseitigt

Die Affäre um den ehemaligen Unterhaltungschef Udo Foht und der Betrugsskandal beim Kinderkanal KiKA (bei dem der MDR federführend ist) hatten den MDR im letzten Jahr in Misskredit gebracht.

Damals gab der Sender bekannt, die Fälle lückenlos aufklären zu wollen. Nun hat MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille dem MDR-Rundfunkrat ihren Bericht über die Maßnahmen im KiKA-Betrugsfall vorgelegt. Künftig seien MDR und KiKA besser gegen vermögens-schädigende Handlungen geschützt, da im Zuge der Aufklärung des Betrugs die Schwachstellen aufgedeckt und konsequent beseitigt worden seien, so Wille.

Im Wesentlichen sei der Maßnahmenkatalog umgesetzt worden, etwa die Abschaffung der Funktionshäufung in der Herstellungsleitung des Kinderkanals, die Überarbeitung und Durchsetzung eines wirksamen internen Kontrollsystems, die Integration des KiKA in die Verfahren und Abläufe des MDR oder die konsequente Durchsetzung der geltenden MDR-Regeln beim KiKA, so die Meldung weiter. Die letzten Maßnahmen sollen bis Mitte 2012 realisiert werden. Zudem tritt am 1. Mai eine im Zuge des Betrugsskandals verabschiedete verschärfte Dienstanweisung in Kraft, so die Meldung des MDR. Künftig setze der Sender auf das sogenannte „Vier-Augen-Prinzip“ bei dem Beauftragung, Beschaffung, die Kontrolle der Leistungserbringung und die Zahlungsfreigabe strikt voneinander getrennt werden sollen.

Rückblickend auf die ersten 100 Tage ihrer Amtszeit zeigte sich der MDR-Rundfunkrat zufrieden mit der Arbeit der neuen Intendantin Wille. „Die Intendantin hat ihre Hausaufgaben gemacht und den MDR in die Spur zurückgebracht, das Vertrauen der Zuschauer und Gebührenzahler zurückzugewinnen“, so der Vorsitzende des MDR-Rundfunkrates Horst Saage. Wille habe eine konsequente Weichenstellung in der Senderorganisation, die Umsetzung der Erkenntnisse aus der Schwachstellenanalyse, den Modernisierungsprozess der inneren Strukturen und die Schärfung des Programmprofils des Senders vorangetrieben, so die Meldung weiter.

Der Rundfunkrat bestätigte den eingeschlagenen Kurs und sagte der Intendantin uneingeschränkte Unterstützung bei der strukturellen Erneuerung des Senders und der Modernisierung des Programmangebots zu.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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