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eBay zwingt Verkäufer zu kostenfreiem Versand

Neue Regelungen bei eBay zwingen Verkäufer dazu, bestimmte Waren ohne Versandkosten anzubieten. Dazu gehören unter anderem inzwischen auch Bücher und CDs.

Zur Begründung führt eBay aus:

„Zu hohe Versandkosten sind für viele Käufer der häufigste Grund, doch nicht online einzukaufen. Im eCommerce-Bereich hat sich daher zusehends kostenloser Versand als Marktstandard durchgesetzt. Wir haben uns dazu entschlossen, auch auf unserem Marktplatz in einigen Zubehör- und Accessoires-Kategorien kostenlosen Versand innerhalb Deutschlands einzuführen, damit wir auch in Zukunft ein attraktiver Handelsplatz bleiben.“

Eine Folge davon ist, dass viele ihre CDs und Bücher nur noch für Selbstabholer anbieten. Für einen Versand werden dann als Extraservice die Kosten wieder hereingeholt. Wesentlich unangenehmer ist aber die ebenfalls häufige Folge, dass viele Verkäufer die Waren zum kostenlosen Versand anbieten, um nach dem Kauf dennoch die Kosten geltend zum machen. Dies wird damit begründet, dass die Voreinstellung zum kostenfreien Versand nicht abgeändert werden könne. Der Versand koste aber schließlich trotzdem Geld, was in einer nicht direkt einsehbaren Rubrik als Zusatz nachzulesen sei.

Hier stellt sich die Frage, ob dieser Weg nicht schon ins Strafrecht weist. Jedenfalls ist eine Verärgerung von Verkäufern und Käufern sicher.

(Quelle: http://blog.beck.de/2009/11/09/ebay-zwingt-seine-verkaeufer-zum-betrug)

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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