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Doping-Vorwürfe :

Pechstein verklagt ARD auf Schadensersatz

Die Eisschnellläuferin Claudia Pechstein will die ARD auf Schadensersatz verklagen. Dies schreibt die Sportlerin in einer Meldung auf ihrer Webseite.

Grund für die Klage ist eine Doping-Berichterstattung in der ARD-Sportschau. Darin hatte der Reporter Hajo Seppelt behauptet, an Claudia Pechstein sei eine verbotene Blutbehandlung durchgeführt worden. „Diese Behauptung ist falsch und hat mir erheblichen Schaden zugefügt“, so die Meldung der Sportlerin.

Aufgrund dieses Berichts sei ein lukrativer Sponsorenvertrag nicht zustande gekommen, so Pechstein weiter. „Dies macht deutlich, dass es mir bei der Klage nicht nur um den an mir verübten Rufmord und den daraus resultierenden Imageschaden, sondern auch um eine Entschädigung für einen schwerwiegenden finanziellen Sponsoringverlust geht“, schreibt Pechstein.

Zudem habe sie einen Tag vor dem Bericht am 28. Januar 2012 auf Anfrage darauf hingewiesen, dass sie „niemals zu unerlaubten Mitteln oder Methoden gegriffen habe“ und gebeten, dass in dem Bericht auch nicht ein solcher Eindruck entstehe. Nach dem Bericht sah sich erneuten Dopingschlagzeilen ausgesetzt. „Jetzt muss die ARD für dieses fahrlässige und unentschuldbare Fehlverhalten ihrer Mitarbeiter die Verantwortung tragen“, so Pechstein.

ARD: „Wir blicken der Klage sehr gelassen entgegen.“

Gegenüber Spiegel Online sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky: „Wir blicken der Klage sehr gelassen entgegen. Zunächst einmal müssen wir schauen, an wen die Klage direkt gerichtet sein wird. Anschließend werden wir die entsprechenden Schlüsse ziehen und gegebenenfalls darauf reagieren.“

Bereits 2009 war Claudia Pechstein für zwei Jahre wegen Dopingverdachts gesperrt worden. Pechstein selbst hatte immer ihre Unschuld beteuert.