Abmahnung U + C Rechtsanwälte

U+C mahnt für The Archive AG das Anschauen von Redtube-Filmen ab – erste Streaming Abmahnungen in Deutschland

UPDATE: Donnerstag, 12.12.2013 – 00:33: Die Welle an Neuabgemahnten ebbt langsam ab, unsere Webseite ist wieder erreichbar. Wie wir heute erfahren haben, hat RA Urmann allerdings noch einige IP-Adressen und Datensätze auf Halde. Es ist also davon auszugehen, dass neue Wellen folgen werden. Alle weiteren Updates sind künftig über diesen Link zu erreichen, damit dieser Beitrag nicht noch länger wird ;-) Bei Klick auf den Link seht ihr auch schon das erste Statement von RA Urmann zur aktuellen Abmahnwelle. UPDATE ENDE

UPDATE: Dienstag, 10.12.2013 – 20:34: Fast den ganzen Tag war unsere Internetseite down, da nahezu 100.000 Menschen heute darauf zugegriffen haben. 1500 Betroffene haben bislang in der Kanzlei angerufen, 800 Menschen konnten wir bislang zurückrufen. Mittlerweile berichten heise und Die Welt über die Hintergründe der IP-Ermittlung. Wie schon vermutet, haben die Rechteinhaber offenbar Werbung bei Redtube gebucht und konnten so die IP-Adressen überwachen. Der Kollege von Rüden hat mittlerweile Strafanzeige gegen RA Daniel Sebastian erstattet, der die Ermittlung der IP-Adressen beim LG Köln beantragt hatte. Offenbar hatte RA Daniel Sebastian 89 Auskunftsansprüche beim LG Köln gestellt. 62 Auskunftsansprüche wurden von den Kölner Richtern durchgewunken, 27 Mal wurde der Anspruch abgelehnt. Das liegt daran, dass die Beschlüsse von unterschiedlichen Kammern erlassen worden sind und manche Richter offenbar etwas genauer hingeschaut haben. Geht man davon aus, dass pro Beschluss die Auskunft über die Adressdaten von 1000 IP-Adressen verlangt wird, könnte das Ausmaß der Abmahnwelle noch größer sein, als bisher angenommen. Außerdem wurden heute viele Internetnutzer von einer angeblichen Abmahnung der Kanzlei U+C per E-Mail überrascht. Dabei handelte es sich um einen Virus. Die Mail kann getrost gelöscht werden. Wir werden weiter berichten und hoffen, dass unsere Webseite morgen dem Ansturm standhält. P.S.: Alle die sich jetzt fragen, „Was ist denn überhaupt noch im Internet erlaubt“, empfehlen wir unseren entsprechenden Text vom heutigen Tag….UPDATE ENDE

UPDATE: Montag, 0912.2013 – 17:34 h: Hier nun die ersten Informationen dazu, wie die Abmahner an die IP-Adresse gekommen sind. Außerdem sind vermutlich die Auskunftsansprüche zu Unrecht ergangen.Die Zahl der Anrufer in unserer Kanzlei ist auf 1.000 Menschen angestiegen. Diese Seite wurde nun von 60.000 Menschen aufgerufen. Wir gehen davon aus, dass unsere ersten Schätzungen von 10.000 Abgemahnten noch als gering anzusehen sind. UPDATE ENDE

UPDATE: Sonntag, 08.12.2013 – 12:15 h: Nach wie vor laufen unsere Telefone heiß und wir bemühen uns die Rückrufbitten abzuarbeiten. Alle Abgemahnten werden auf jeden Fall noch per Mail kontaktiert werden. Über 600 Menschen haben uns schon angerufen. 22.000 haben diese Informationsseite besucht, zeitweise war unsere Internetseite nicht mehr erreichbar. Es verdichten sich die Hinweise, dass viele Betroffene eine Abuse Mail von der Deutschen Telekom (DTAG Abuse Mail) bekommen haben. Die Kollegen Schupp und Ferner berichten, dass Viren auf den Rechnern der Betroffenen gefunden sein sollen. Diese Information haben wir auch aus den Telefonaten erhalten. Möglicherweise haben die Abgemahnten die Domain redtube . net aufgesucht und wurden darüber auf redtube . com weitergeleitet, so dass auf diese Weise die IP-Adressen protokolliert werden konnte. Wir können aus den ersten Telefonaten bereits sagen, dass etliche Betroffene die fraglichen Redtube-Seiten offenbar tatsächlich aufgerufen haben. Wie wir unten erläutern, war das aber weder eine Straftat noch eine Urheberrechtsverletzung. Wir bitte allerdings alle Betroffenen, ihren Rechner mit einem aktuellen Virenscanner zu überprüfen und das Ergebnis hier in die Kommentare zu schreiben. UPDATE ENDE

UPDATE: Samstag, 07.12.2013 – 19:38 h: Wir gehen davon aus, dass von der Kanzlei U+C über 10.000 Abmahnungen verschickt worden sind. Gestern wurde diese Seite von 8.000 Menschen und heute schon von 12.000 Menschen aufgerufen. 500 Abgemahnte haben sich bislang bei uns in der Kanzlei gemeldet. Wir versuchen, so viele Menschen wie möglich noch an diesem Wochenende zu kontaktieren. Über diese Seite halten wir die Betroffenen auf dem Laufenden. Noch ist unklar, wie die Kanzlei U+C an die IP-Adressen der Abgemahnten gekommen ist. UPDATE ENDE

Eine Abmahnwelle rollt gerade durch Deutschland. Erstmals werden tausende Nutzer wegen des Konsums von Pornofilmen, die angeblich illegal ins Internet gestellt worden sind, abgemahnt. Verschickt werden die Schreiben von der Regensburger Kanzlei U+C, die auch in der Vergangenheit schon für die Inhaber pornographischer Werke abgemahnt hat. Während es bislang allerdings um die Nutzung illegaler Tauschbörsen ging, richten sich die Abmahnungen diesmal gegen Nutzer der Streaming Plattform Redtube. „Es ist das erste Mal in Deutschland, dass Nutzer von Streamingplattformen abgemahnt werden“, erläutert der Kölner IT-Anwalt Christian Solmecke. „Es ist noch ist völlig offen, wie die Kanzlei an die IP-Adressen der Nutzer gekommen ist. Denkbar ist, dass die Plattform die Adressen selbst herausgegeben hat. Klar ist schon jetzt, dass das Landgericht Köln die Herausgabe der IP-Adressen gestattet hat. Soweit ersichtlich, sind viele Telekom Kunden von den Abmahnungen betroffen. Die aktuellen Abmahnungen beziehen sich auf das Anschauen von Filmen im August 2013, ich gehe davon aus, dass nun kontinuierlich weitere Abmahnungen folgen werden.“

Die Kosten

 

Verlangt werden von den Nutzern 250 €. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

149,50 € Rechtsanwaltsgebühren zuzüglich einer Pauschale von 20 € für Post und Telekommunikation. Hinzu kommen 15,50 € Schadenersatz und 65 € an Aufwendungen für die Ermittlung der Rechtsverletzung. Der Streitwert, nachdem sich die Rechtsanwaltsgebühren berechnen, ist mit 1080,50 € angesetzt worden. Die Frist zur Zahlung des geforderten Betrages und zur Abgabe der Unterlassungserklärung beträgt nur wenige Tage. Das Streaming folgender Filme wird von U+C (Urmann und Collegen) derzeit abgemahnt:

  • Miriam´s Adventures
  • Hot Stories
  • Amanda´s Secret
  • Dream Trip
  • Glamour Show Girls

Legale Privatkopie

 

“Aus unserer Sicht haben die Nutzer hier keine Straftat begangen. Anders als es zum Beispiel bei Kino.to der Fall war, werden die Filme auf Redtube nicht offensichtlich rechtswidrig (im Sinne des Urheberrechts) verbreitet. Sofern also beim Anschauen der Filme überhaupt eine Kopie auf dem eigenen Rechner erfolgt, ist diese als legale Privatkopie gemäß § 53 Urheberrechtsgesetz einzustufen. Hinzu kommt, dass die einzige Kopie, die hier überhaupt angefertigt wird, lediglich in einer wenige Sekunden langen Zwischenspeicherung im flüchtigen Zwischenspeicher des Computers (RAM) besteht. Solche Kopien sind meiner Meinung nach gemäß § 44a Urheberrechtsgesetz erlaubt.“

 

U+C setzt zu hohen Streitwert an

 

Vollkommen unklar ist, wie sich der Schadensersatzanspruch von 15,50 € errechnen soll. Offenbar wurden hier Lizenzgebühren für den Kauf des Films angesetzt. Korrekt wäre es allerdings gewesen, nur die Gebühren für das Anschauen eines Films einzusetzen, die weit unter diesem Wert liegen dürften. Auch die Aufwendungen für die Ermittlung dürfen nicht pauschal dargelegt sondern müssen konkret aufgeschlüsselt werden. 65 € dürften auch hier zu hoch sein, aus den Filesharing Abmahnungen ist bekannt, dass die Ermittlungsgebühren oft nur bei 2-3 Euro liegen. Der angesetzte Streitwert für die Unterlassungserklärung ist mit 1000 Euro am Limit des Möglichen angesetzt. Diese Streitwerte werden derzeit normalerweise beim Weiterverbreiten von Filmen angenommen. Der Streitwert, der beim reinen Konsum von Filmen angesetzt wird, dürfte deutlich darunter liegen.

 

Umstrittene Rechtlage

 

“Die Rechtslage zum Streaming ist unter Juristen nach wie vor umstritten. Offizielle Urteile dazu gibt es noch nicht. Am Rande des Kino.to Verfahrens hat sich zwar ein Amtsrichter dahingehend geäußert, dass er das Anschauen von offensichtlich illegal verbreiteten Filmwerken für rechtswidrig hält, diese Meinung ist jedoch für andere Gerichte nicht bindend. Wie bereits erläutert, ist Redtube darüber hinaus mit Kino.to nicht zu vergleichen. Das Ausmaß der Abmahnungen ist beachtlich und übertrifft aktuell auch die Filesharing Abmahnungen bei weitem. Allein in meiner Kanzlei haben seit gestern über 200 Betroffene angerufen. Ich gehe davon aus dass mehrere tausend Nutzer in den letzten Tagen abgemahnt worden sind. Etliche Nutzer haben auch mehrere Abmahnungen bekommen, da sie 2-3 Filme geschaut haben sollen“, erläutert Rechtsanwalt Christian Solmecke. Anders könnte die Rechtslage möglicherweise aussehen, wenn Betroffene die Filme auch aktiv auf ihre Festplatte heruntergeladen haben und dieser Download von Redtube nicht vorgesehen war. Nach Meinung des LG Hamburg (LG Hamburg, Beschl. v. 25.04.2013 – 310 O 144/13) ist darin eine Umgehung technischer Schutzmaßnahmen zu sehen, die auch nicht durch das Recht auf Privatkopie gedeckt ist. Für die Rechteinhaber dürfte sich allerdings nur schwer nachweisen lassen, ob die Nutzer lediglich den Film gestreamt oder heruntergeladen haben.

Die Unterlassungserklärung

 

Die geforderte Unterlassungserklärung lautet wie folgt:

1. Der Schuldner verpflichtet sich gegenüber der Gläubigerin, es zu unterlassen, das urheberrechtlich geschützte Werk „Miriam’s adventures“ oder Teile hiervon im Rahmen von Streaming im Internet zu vervielfältigen
oder vervielfältigen zu lassen . Für jeden Fall der Zuwiderhandlung verpflichtet sich der Schuldner an die Gläubigerin eine von dieser nach billigem Ermessen festzusetzenden, im Streitfall vom zuständigen Gericht auf deren Angemessenheit zu überprüfende Vertragsstrafe zu bezahlen.
2. Der Schuldner verpflichtet sich zur Abgeltung der Ersatzansprüche der Gläubigerin aus der Verletzung der Rechte gemäß Ziffer 1 zur Zahlung eines Betrages in Höhe von 250,00 €. Eine Zahlung erfolgt bis zum
10.12.2013.
Damit sind die Ansprüche aus der Rechtsverletzung abgegolten und erledigt.

Diese Erklärung darf unserer Ansicht nach nicht gefordert werden. Die Kanzlei U+C räumt selbst ein, dass die Erklärung gegenüber einem Anschlussinhaber, der die Tat nicht begangen hat, zu weit geht. In der Unterlassungserklärung heißt es:

Sofern Sie lediglich als Störer für die Rechtsverletzung verantwortlich sind, geht die vorgeschlagene Unterlassungserklärung
über die abgemahnte Rechtsverletzung hinaus(§ 97a Absatz 2 Nummer 4 UrhG)

Sollte ein Gericht feststellen, dass die Abmahnungen zu Unrecht erfolgt sind, könnte den Betroffenen gem. § 97 a UrhG ein Erstattungsanspruch bzgl. ihrer eigenen Rechtsanwaltskosten zustehen.

Der Rechteinhaber: The Archive AG

 

Die Rechte für die Filme hält offenbar eine Schweizer Aktiengesellschaften namens “The Archive“. Die The Archive AG hat ihren Sitz in Bassersdorf. Zu Gunsten dieser Aktiengesellschaft soll dann auch von den Nutzern die Unterlassungserklärung abgegeben werden. „Derzeit ist zur Abgabe der Unterlassungserklärung allerdings nicht zu raten. Es besteht jederzeit die Gefahr, dass der Nutzer im Internet den gleichen Film noch einmal anklickt und dann eine Vertragsstrafe zahlen müsste. Rechtlich ist der Nutzer aus unserer Sicht dazu auch nicht verpflichtet“, erläutert Christian Solmecke.

Kurios ist, dass das Landgericht Köln hier überhaupt gegenüber den Telekommunikationsanbietern die Anordnung erlassen hat, zur IP-Adresse auch die Wohnanschrift des Anschlussinhabers herauszugeben. Bei genauer Prüfung der Rechtslage hätten die Richter darauf kommen können, dass hier eine Urheberrechtsverletzung nicht gegeben ist. Offenbar wurden die Auskunftsansprüche allerdings – wie auch in den Filesharing Verfahren – einfach nur durchgewunken.

Die Kanzlei U+C ist in der Vergangenheit schon häufiger durch ungewöhnliche Aktionen aufgefallen. So sorgte insbesondere die Versteigerung von Filesharing-Forderungen im Wert von 90 Mio. Euro für Furore. Darüber hinaus drohte die Kanzlei den abgemahnten Porno-Tauschern mit der Veröffentlichung ihrer Adresse im Internet, sofern auf die Abmahnung keine Zahlung erfolge. Dieser geplante Porno-Pranger ist jedoch Ende 2012 vom Essener Landgericht verboten worden.

“Nutzern ist zu raten, sich gegen diese Abmahnung zu verteidigen und die Abgabe einer Unterlassungserklärung zu verweigern. Zwar ist die Rechtslage zum Streaming noch nicht abschließend geklärt, trotzdem dürften die besseren Argumente für die Konsumenten solcher Filme sprechen. Spannend dürfte auch die Frage sein, wie die Rechteinhaber überhaupt in den Besitz der IP-Adressen gelangt sind. Diese sind normalerweise nur dem Plattformbetreiber bekannt. Das ist auch der Grund, warum Nutzer von Streamingplattformen in Deutschland bislang nicht abgemahnt worden sind.“

 

FAQ zum Thema Streaming:

 

Was versteht man unter Streaming?

Das Streaming funktioniert so, dass von einem Server ein Datenfluss gesendet wird, der nicht vollständig geladen werden muss, bevor die Datei wiedergegeben werden kann sondern bei dem die Widergabe noch während der Übertragung beginnt.

Im Gegensatz zu den klassischen Tauschbörsen im Netz stellt man durch das Ansehen von Filmen per Stream diese Inhalte nicht gleichzeitig anderen Personen zur Verfügung. Eine ganz wesentliche Urheberrechtsverletzung, nämlich die öffentliche Zugänglichmachung, fällt bei dieser Art des Filmkonsums schon mal weg.

Urheberrechtsverletzung durch Streaming

Fraglich bleibt, ob der Stream eines urheberrechtlich geschützten Films als urheberrechtlich illegale Handlung zu bewerten ist.

Für den Anbieter des Films ist das auf jeden Fall problematisch, denn er macht das Werk (den Film) öffentlich zugänglich und dieses Recht ist grundsätzlich dem Urheber vorbehalten. Das ist in § 19a UrhG geregelt.

 

Wie verhält es sich aber für den, der sich den Film bloß am Rechner anschaut?

Im Gegensatz zum regulären Download ist das Besondere beim Streaming, dass es für den Konsumenten nicht darauf ankommt, den Film dauerhaft zu speichern, sondern lediglich abzuspielen. Den Film komplett auf die Festplatte zu kopieren ist also grundsätzlich nicht vorgesehen. Das spricht erstmal gegen eine Urheberrechtsverletzung, denn nicht das anschauen sondern das Kopieren (Vervielfältigen) wäre verboten.

 

Ist das Zwischenspeichern eine Kopie im Sinne des UrhG?

Allerdings werden auch beim Streaming auf einem besonderen Teil der Festplatte (Cache) kleine Bruchteile des Films für kurze Zeit zwischengespeichert, um für das Abspielen des Films einen gewissen Puffer bereitzuhalten. Das sind oftmals nur einige Sekunden Vorlaufzeit. Dadurch kann verhindert werden, dass es zu Aussetzern des Films kommt, wenn z. B. die Internet-Verbindung zwischendurch schlechter wird. Diese kurzfristigen Kleinst-Kopien könnten wiederum für eine Urheberrechtsverletzung sprechen.

 

Privatkopie gem. § 53 UrhG

Privatkopien dürfen von Vorlagen erstellt werden, die nicht „offensichtlich rechtswidrig zugänglich gemacht“ werden. Für den Nutzer muss also sofort klar sein, dass die Verbreitung nicht vom Urheber gestattet worden ist. Bei den meisten Plattformen fehlt es an diesem Merkmal, da der Nutzer nicht ohne weitere Nachforschungen erkennen kann, wie ein Film auf die Plattform gelangt ist und wie sich die Rechtslage darstellt. Klar ist, dass sich die offensichtliche Rechtswidrigkeit der Verbreitung nur auf das Urheberrecht und nicht auf sonstige Rechtsnormen bezieht. Nach deutschem Recht dürfte die Verbreitung über Redtube wohl eine illegale Verbreitung pornografischer Schriften sein, doch das ist für den Konsumenten und für die Anwendung von § 53 UrhG unbeachtlich. Im Übrigen ist die Plattform nach amerikanischem Recht wohl legal, so dass auch dieses Argument gegen eine offensichtliche Rechtswidrigkeit spricht.

 

Vorübergehende Vervielfältigungshandlung gem. § 44a UrhG

Darüber hinaus kann man § 44a UrhG entnehmen, dass vorübergehende Vervielfältigungshandlungen vom Kopierverbot ausgenommen sind, wenn sie „flüchtig und begleitend“ sind und einen integralen Teil eines technischen Verfahrens darstellen. Darüber hinaus muss diese vorübergehende Vervielfältigung einer Übermittlung oder einer rechtmäßigen Nutzung dienen.

Dass die Speicherung im temporären Cache „flüchtig und begleitend“ ist, dürfte unschwer zu bejahen sein, schließlich werden die dort zwischengespeicherten Daten üblicherweise schnell wieder gelöscht. Auch dürfte das temporäre Speichern im Cache als integraler Bestandteil des Streaming-Prozesses anzusehen sein, der eine störungsfreie Wiedergabe bezweckt.

Im Ergebnis dürfte aus diesem Grund das Anschauen eines Films per Stream trotz Zwischenspeicherung im Cache urheberrechtlich nicht zu beanstanden sein, da die Ausnahme des § 44 a UrhG hier greift.

Kontaktieren Sie uns unter 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit). Der Erstkontakt ist kostenfrei.

 

Sehen Sie nachfolgend unsere Videos zu obigem Thema:

 

Aktuelle Ereignisse in den Redtube-Abmahnungen (Stand: 12.12.2013)

Rechtslage zum Streaming bzgl. kino.to (dort greift allerdings § 53 UrhG wohl nicht)

U+C und der Porno-Pranger

Filesharing-Abmahnungen der Kanzlei U+C

 

Weitere Informationen und Hilfe zu Abmahnungen von U C Rechtsanwälte finden Sie hier:
U C Rechtsanwälte.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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  1. […] abzumahnen, da sie angeblich illegal ins Netz gestellte Filme angesehen bzw. gestreamt haben. Der Kölner Rechtsanwalt Christian Solmecke spricht auf seiner Website von einer regelrechten […]

    • Waldecker sagt:

      Hallo, ich habe so eine email bekommen was soll ich jezt tun.Muß ich jezt bezahlen und die Unterlassungserklärung unterschreiben?
      Hie ist der Text von der Email.

      Sehr geehrte/r Johny Waldecker,

      Gegenstand unserer Beauftragung ist eine von Ihrem Internetanschluss aus begangene Urheberrechtsverletzung an dem Werk Hot Stories. Unserer Mandantin The Archive AG steht das ausschließliche Recht zu, dieses Werk zu vervielfältigen (§§ 16, 94 f. UrhG). Dieses Recht wurde durch das Streamen des betreffenden Werkes über Ihren Internetanschluss verletzt.

      Folgende Daten konnte die seitens unserer Mandantschaft beauftragte Ermittlungsfirma feststellen und beweissicher speichern:

      Datum/Uhrzeit: 04.12.2013 24:40:55
      IP-Adresse: 76.10.135.23 Johny Waldecker
      Produktname: Hot Stories
      Benutzerkennung: 99930480586
      Anbieter: Redtube

      Unserer Mandant hat daher vor dem Landgericht Köln Ihren Internet-Service-Provider gemäß § 101 Abs. 9 UrhG auf Auskunft in Anspruch genommen. Das Landgericht hat für diesen Vorfall sowohl die Rechtsinhaberschaft als auch die ordnungsgemäße Erfassung der Rechtsverletzung und Funktionsweise der Ermittlungssoftware bejaht. In dem Beschluss mit dem Aktenzeichen 233 0 173/13 wurde Ihrem Internetserviceprovider die Herausgabe Ihrer Daten gestattet.

      Namens und in Vollmacht unserer Mandantin fordern wir Sie hiermit auf, die gegebenenfalls noch vorhandene illegale Kopie sofort von Ihrem Computer zu löschen. Weiter fordern wir Sie auf zur Ausräumung der Wiederholungsgefahr eine Unterlassungserklärung gegenüber unserer Mandantin abzugeben, für deren Eingang in unserer Kanzlei eine Frist bis spätestens 15.12.2013 notiert wurde. Die Unterlassungserklärung muss hier im Original mit Unterschrift vorliegen. Eine Kopie oder eine Übermittlung per Telefax ist nicht ausreichend. Die Unterlassungserklärung muss ausreichend strafbewehrt, unbedingt und unwiderruflich sein. Ein entsprechender Formulierungsvorschlag mit einer Vertragsstrafenregelung nach dem gängigen Hamburger Brauch ist in der Anlage beigefügt. Sofern Sie beabsichtigten, diesen abzuändern (§ 97 a Abs. 2 Nr. 4 UrhG), weisen wir darauf hin, dass nur eine Unterlassungserklärung mit einer ausreichenden Vertragsstrafe die Wiederholungsgefahr beseitigt. Im Falle von Änderungen der Unterlassungserklärung tragen Sie das Risiko, dass diese von uns nicht akzeptiert wird.

      Gemäß § 97a Abs. 3 UrhG besteht weiterhin ein Erstattungsanspruch gegen Sie. Sie haben unserer Mandantin den durch die unerlaubte Verwertung entstandenen Schaden zu ersetzen, den wir hier mit 81,40 Euro beziffern. Weiterhin haben Sie die Kosten der Ermittlungsfirma zur Feststellung der Rechtsverletzung, die Gerichtskosten des Verfahrens vor dem Landgericht Köln und die anteiligen Aufwendungen, die Ihrem Provider gemäß § 101 Abs. 2 UrhG zu erstatten waren zu ersetzen. Hierfür sind 90,00 Euro anzusetzen. Die erstattungspflichtigen Kosten unserer Beauftragung bemessen sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und werden wie folgt beziffert:

      Gegenstandswert: 2462,00 Euro
      Geschäftsgebühr §§ 13, 14, Nr. 2030 VV RVG: 477,34 Euro
      Pauschale für Post und Telekommunikation: 24,01 Euro
      Schadensersatz: 81,40 Euro
      Aufwendung für Ermittlung der Rechtsverletzung pauschal: 90,00 Euro

      Die Beweisdaten sowie die Kontodaten und unsere Kontaktdaten finden Sie in der beigefügten Datei.

      Mit freundlichen Grüßen

      Kanzlei U + C Rechtsanwälte URMANN + COLLEGEN Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

      Mfg.Johny Waldecker
      PS:den Anhang konnte ich nicht öffnen,mein Virenprogramm hat sofort Alarm geschlagen es wäre eine Bedrohung.

      • halo, herr waldecker,
        keine panik, gestern am 10.12.13 war in den sat-1. Nachrichten um 19.55 dieses Thema. nichts bezahlen – keine unterschrieft leisten. ich und meine frau waren auch betroffen.
        auch die Polizei riet mir nichts zu machen.

      • hallo,herr waldecker,
        machen sie sich keine sorgen, gucken sie auf sat-1 Nachrichten vom 10.11.13 , gegen 19.55 die Sendung
        an.
        es wird ihnen geraten – nichts zu machen–
        keine zahlung und keine Unterschrift.

        mfg ralf

  2. Freddy Schlimm sagt:

    Hat nicht der deutsche Besitzer von Youporn, Redtube etc. sein Porno-Firmen-Imperium neulich verkauft?
    Nun soll wohl schnell noch Kasse gemacht werden, zunächst mit Redtube?
    Es besteht der Verdacht, dass The Archive AG und die U+C Rechtsanwälte mit den Porno-Portalen unter einer Decke stecken.
    Sonst wäre doch The Archive AG gegen Redtube vorgegangen.
    Wo kann man die Filmchen legal erwerben?
    Gibt es diese Filmchen überhaupt? Bei Redtube finde ich sie nicht.

    • Ebenfalls ein sehr guter Hinweis. Wir versuchen auf allen Wegen, die Sachlage aufzuklären. Bislang weiß niemand, woher die IP-Adressen kommen. Das ist hier die Schlüsselfrage. Wir haben schon etliche Mandanten, die sich den Sachverhalt überhaupt nicht erklären können.

      • waltraud28 sagt:

        In der Privacy Policy von redtube.com wird im Absatz „Information Collected by this Service“ angegeben, daß die IP-Adressen der Nutzer/Besucher gesammelt werden.

        Zitat aus der Privacy Policy

        „In addition, when you use the Service we generally collect the IP Address of the computer you are using to access it. (An IP, or „Internet Protocol,“ address is a unique number associated with your computer, that may be communicated to other computers and servers when you use the Internet.) We use this information for purposes of security and anti-fraud protection.“

      • thommy sagt:

        Jedenfalls ist die Annahme, die IPs kämen über eine Umleitung durch redtube.net schlicht falsch.

        Redtube.net war bis vor kurzem in unserem Besitz und hat NIE auf redtube.com umgeleitet (warum auch?).

        Vielmehr waren hier Inhalte von red-tube.com eingelinkt die aber ebenfalls zu diesem Zeitpunkt nichts mit der redtube.com zu tun hatte sondern vielmehr ein eigenes, kostenpflichtiges Angebot beinhaltet.

        Ich denke hier müsste der Abmahner schon SEHR genau erklären, wie er in den Besitz der Daten gekommen ist.

        Allerdings ist ein Ausspähen über „Fremdseiten“ durchaus technisch möglich, denn redtube.com bietet für seine Videos sogenannte embedded-codes an (ähnlich youtube) die auf jeder x-beliebigen Webseite eingebunden werden können.
        Dies wiederum würde aber bedeuten, dass der Abmahner selbst bewusst solche Seiten ins Betz gestellt hat um über diese Umweg User zu verleiten eine nicht offensichtliche Rechtsverletzung zu begehen, anstatt dafür zu sorgen, dass die Inhalte auf der Original Tube entfernt werden.

        Wenn dem so ist, dann wäre das vergleichbar mit einer Radarkontrolle, die das Schild mit der Geschwindigkeitsbegrenzung, mit einem Jutesack abdeckt um danach Strafzettel zu kassieren.

        Wie dem auch sei – ich denke der eigentliche Rechtsbruch besteht im Sammeln dieser Daten, denn das KANN nicht auf einem legalen Weg (auch nicht in der Schweiz) passiert sein.

        • Danke für die Erklärung. Wieder eine Theorie weniger, wie U+C an die IP-Adresse gelangt ist.

        • Alex sagt:

          Aha, da bin ich etwas zu spät 😉

          Über die embedded-codes wollte ich auch gerade etwas schreiben.
          Diese Möglichkeit ist ja von youtube sehr bekannt und ich hatte auch schon Werbefenster auf Internetseiten, in welchen ein Trailer, der auf youtube gehostet wurde, abgespielt wurde. Dies könnte auch erklären, wieso einige Personen mehrere Abmahnungen für einen sehr kurzen Zeitraum erhalten haben. Meistens starten diese embedded-Videos auch noch von selbst, so dass ein Nutzer deren Abspielen nicht einmal verhindern könnte.
          Die Sammlung der IP-Adressen kann aber auch anders zustande kommen. Irgendwo habe ich gelesen, dass zur Zeit nur Telekom-Kunden betroffen wären. Möglicherweise wurde mit einer entsprechenden Software der IP-Bereich des Providers gepingt und positive Treffer einfach mit Datum und Uhrzeit notiert (ähnlich gehen Hacker vor um den Angriff auf ein größeres Netzwerk vorzubereiten). Anschließend wird die Behauptung in den Raum gestellt, ein Video wäre gestreamed worden. In Firmennetzwerken werden solche Pings i. d. R. erkannt und meist von Anfang an unterbunden (den ‚ping‘-Befehl auf dem Server unterbinden). Ich weiß aber nicht zu 100% ob das einem Provider möglich ist, da ständig Anfragen zwischen Nutzer von außen und Server laufen und ob ein höheres Aufkommen von Anfragen auf vorhandene und nicht vorhandene IPs auffallen würde.
          (Wir haben uns vor ein paar Wochen in einem Seminar auf der Uni mit Kriminalität im Net befasst, daher finde ich dieses Thema gerade sehr interessant)

          • Martin sagt:

            Das käme bei dem hierfür nötigen Ausmass dann einer DOS (Denial of Service) Attacke gleich,
            welche höchst Strafbar ist und für die Rechtsabteilung der DTAG sicherlich höchstinteressant wäre..

  3. […] Aufwendungen für die Ermittlung. Der Streitwert ist mit 1080,50 Euro angesetzt worden. Die Kanzlei Wilde Beuger Solmecke sieht das Anschauen der Filme über ein Streamingportal nicht als Straftat […]

  4. […] Die Regensburger Kanzlei U+C (Urmann und Collegen) mahnt derzeit den Konsum von Streaming-Filmen ab. Auftraggeber ist die "The Archive AG" aus der Schweiz. Verlangt werden 250 Euro pro Abmahnung.  […]

  5. […] Christian Solmecke sagte Golem dazu: “Wir hatten 10.000 Besucher auf einer Informationsunterseite zu diesen Streaming-Abmahnungen und am 6. Dezember 300 Telefonanrufe dazu. Hier geht es um Streaming, wir sind schon lange in der […]

  6. Marina sagt:

    Interessant, das nun auch die ersten Streaming-User abgemahnt werden!

    Aber viel Spannender ist: Wie die Kanzlei an die Datensätze gekommen ist!? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das der Betreiber des genannten Portals die jeweiligen IP-Adressen herausgegeben hat. Warum sollte er das tun? Wenn sich herumspricht, das man Abmahnungen erhält, nachdem man sich ein Video angesehen hat, würden viele abgeschreckt und damit User verloren gehen, was denke ich, nicht im Interesse des Betreibers liegt!

    Möglicherweise war der Streaminganbieter also nicht aktiv beteiligt, theoretisch!
    Vielmehr könnte ich mir vorstellen, das über einen Uploadaccount gezielt Videos hochgeladen und über einen speziellen Code Tracking betrieben wurde, mit dem die IP -Adressen gefiltert wurden.
    Was auch auffällt: Auf manchen Videoseiten wurden entsprechende Banner unter dem Player positioniert, um wohl anscheinend Werbung oder ähnliches zu betreiben, diese kann möglicherweise auch vom Uploader bestimmt werden. Eine Weiterleitung mit einem eigenen Banner auf die eigene Werbeseite, und schon könnte man auch hier ohne Probleme IP-Adresse und Uhrzeit kinderleicht tracken.
    Komischerweise ist auch bekannt, das nach Prüfung vieler in den Abmahnungen angegebener Links keiner „mehr“ auf den jeweilig angegebenen Titel verwiesen hat, also möglicherweise gelöscht?
    Auch die Suchfunktion des Portals ergab keine entsprechenden Ergebnisse. Etwas seltsam, oder?

    Hier wird wohl auch das Schamgefühl der User ausgenutzt. Bevor die eigene Frau Wind bekommt, das Ihr Mann Schmuddelvideos angeschaut hat, werden lieber schnell 250,00€ überwiesen, und alles ist in Ordnung. Wieder mal schnell gemachtes Geld, zu Lasten des Internetnutzers und das Weihnachtsgeschäft floriert prächtig!

    Doch es ist ja völlig unklar, ob diese Abmahnungen überhaupt greifen. Denn laut Gesetz ist die Nutzung von Streamingangeboten rechtlich nicht eindeutig geklärt!

    Also, nicht verrückt machen lassen und einen Anwalt zur Hilfe holen und alles wird gut!
    Die passende Kanzlei für dieses Fachgebiet haben Sie auf diesem Portal ja schon mal 🙂

    Ich wünsche eine angenehme weihnachtliche Zeit und einen schönen zweiten Advent!

    • Torsten sagt:

      Hallo Marina,
      auch Dir einen schönen 2. Advent. Meine Frau und ich gehen offen mit dem Thema um. Schließlich ist das Anschauen ja nicht gleich betrügen. Und manchmal…, aber das ist ein anderes Thema.

      WIR wurden z.B. gemeinsam als Inhaber des Anschlusses abgemahnt. Nur frage ich mich hier auch wo kommt die Adresse her? Seit 2000 führt meine Frau Ihren Mädchennamen nicht mehr. Seit mind. 2010 erhalten wir gemeinsam die Rechnung vom Provider – namentlich richtig. Die Abmahnung beinhaltet nun aber wieder den Mädchennamen meiner Frau ???? Also das sieht doch werdächtig aus, oder? Und ist die Abmahnung zulässig wenn Sie nicht direkt an eine Person gerichtet ist? Wer hat sich die Abmahnung denn dann anrechnen zu lassen?

      Gruß Torsten

      • Kirsten sagt:

        Hallo Torsten ,
        Wie reagierst Du auf die Abmahnung + Forderung von 250 Euro .Ich bin bin fix und fertig .Ich sehe das also echten Drohbrief. Kannst Du mit Tipps geben ,wie ich mich wehren kann.Ich habe Angst auf noch höhrere Kosten durch Mahnungen .
        Ich wusste bisher nicht was Streamen ist
        Abmahnung wegen Urheberrechtverletzung und Abgabe einer Unterlassungserklärung.
        Danke für die Rückantwort
        Herztliche Grüße
        von Kirsten

        • Torsten sagt:

          Hallo Kirsten,

          augenscheinlich handelt es sich um fragwürdig beschaffte Daten. Schließlich handelt es sich um „alte“ Personendaten.

          Dieser Abmahnung liegt keinerlei Rechtsbelehrung bei. Und nach den Ausführungen auf dieser Seite ist der angebliche Rechtsverstoss strittig. Ich werde nicht zahlen, keine Erklärung unterschreiben und einfach nicht reagieren. Kommt dann ein weiteres schreiben warte ich weiter

          – auf eine gerichtliche Klageschrift (dann wird ein Anwalt konsultiert).
          – auf einen gerichtlichen Mahnbescheid (dagegen erhebe ich Einspruch und warte wieder der Dinge).

          Bei einer Klage muss der Sachverhalt klar dargelegt werden. Und dann schauen wir weiter.

          Lass Dich ersteinmal nicht verrückt machen und lese hier mal alle Posts. Danach kam ich zu meiner oben beschriebenen Entscheidung.

          Take it easy
          Gruß Torsten

      • Martin sagt:

        Bei DTAG sind Rechnungsanschrift und Vertragspartner zwei paar verschiedene Stiefel.

        Somit wurden hier aufgrund dem (fälschlich erlassenen) LG Koeln Beschluss wahrscheinlich NUR die Vertragsdaten raus gegeben aus dem System – nicht aber die gesonderte Rechnungsanschrift.

  7. wurks sagt:

    Aus technischer Sicht geschieht die Vervielfältigung beim Streaming initial beim Sender.
    Ansonsten könnte man analog jeden DVD Nutzer verklagen, da die Übertragung von Bild und Ton vom DVD-Player auf den Fernseher auch eine illegale Kopie darstellen würde. Das ist natürlich hahnebüchene Logik. Das sollte man den Richtern mal verklickern.

  8. Steffen sagt:

    ich habe heute d. 07.12.13 auch so einen netten Brief von
    U+C erhalten. Mit einer Forderung von 250,- €.
    Die sie schon am 13.12.13 haben wollen.
    Ich werde Beschuldigt am 21.08.13 Pornofilme geladen zu haben.
    Nun gut, ich war vom 18.08.13 bis 28.08.13 an der polnischen
    Ostsee im Urlaub. Wie soll ich da am 21.08.13 – 700 km weit weg meinen Heimrechner bedient haben. ??? Weiter stimmt die durch U+C angegebene IP – Adresse die ich haben soll nicht mal Ansatzweise
    Und wenn mich etwas gar nicht interessiert sind das Pornos.
    Wie der Anwalt hier sagte will U+C bei nicht Zahlen die Adressen der Leute veröffentlichen
    Immer zu U+C, das beindruckt mich schon mal gar nicht.
    Ist mir schlicht weg egal. Da mich wie ich schon sagte keine Pornos interessieren.
    Und ich auch nicht auf solchen Seiten war.
    Ich bewege mich in ganz anderen Kreißen.
    Jedenfalls habe ich den Wisch heute erst mal zu meinem Anwalt gefaxt.
    Zahlen werde ich nichts, und Unterschreiben auch nichts.
    Mich wundert nur das niemand was gegen diese Mafia – Abmahner unternimmt.
    Wie ich das so im Netz gesehen habe hat das doch System.
    Geht es dehnen so schlecht, das die mit solchen Methoden agieren müssen.
    Im Mittelalter nannte man das Raubrittertum.
    Jedoch ist das schon damals manschen Raubritter seiner Gesundheit unzuträglich bekommen.
    Nur das die damals noch nicht mal eine Adresse hatten.
    Ach übrigens U+C, als erstes habe ich das mal meiner
    Frau gezeigt. Wo ich mich da bewegt haben soll.
    Also,erpressen geht auch nicht.Nicht mal über die Frau.

  9. Steffen sagt:

    das hab ich gerade bei denen auf der Seite gefunden.

    Gegnerliste

    Der U+C Rechtsanwaltsgesellschaft mbH wurde durch eine Anordnung des Bayerischen Landesamtes für Datenschutz und durch Entscheidungen im einstweiligen Rechtsschutz die Veröffentlichung einer Gegnerliste untersagt. Wir sehen daher von der Veröffentlichung der Gegenerliste ab.

  10. Martin sagt:

    ..für Rechtlich bedenklich halte ich wie „The Archive AG“ an die IP Adressen gekommen ist, da Sie diese vom Anbieter ohne Gerichtsbeschluss (mit triftigen Beweisen begründet) garnicht legal erhalten dürften. Denn dies wäre dann nach den AGBs u. T&Cs der Anbieter ein grober Verstoss bzw. eine Verletzung gegen das Datenschutzrecht. Oder dürfen seit neuestem illegal gewonnene Beweise vor Gericht verwendet werden für „Bagatellfälle“ ? Einfach mal so in den Raum gestellt..
    Zudem ist die Frage zu stellen ob „Redtube = der Anbieter“ selbst auf Unterlassung abgemahnt wurde aufgrund dem viel schwereren Verstosses Ihrerseits oder aber gar verklagt worden ist ? Alle anderweitig gewonnenen Daten – wenn diese nicht vom Anbieter selbst stammen können garnicht legal erarbeitet worden sein. Denn auch die „Falle stellen“ Variante über Banner & Co zu arbeiten und den Contet quasi selbst auf die Plattform dafür hochzuladen wäre nicht rechtlich OK, geschweige denn danach verfolgbar wenn dies durch den Rechteinhaber selbst erfolgt wäre. Somit egal wie man es dreht und wendet – die rechtliche Aussage überlasse ich hier gerne Herrn Anwalt – ist hier der Wurm schon viel früher drin..

    • Nur, damit es keine Verwirrung gibt. Die Herausgabe der Wohnadresse zur bereits vorliegenden IP-Adresse erfolgte natürlich erst nach Gerichtsbeschluss. Mich wundert allerdings, dass das LG Köln überhaupt einen solchen Beschluss erlassen hat. Ob Redtube mit oder ohne Beschluss herausgegeben hat, wissen wir noch nicht.

      • waltraud28 sagt:

        In diesem Link http://www.bwb.gv.at/Zusammenschluesse/Zusammenschluesse_2013/Seiten/BWB_Z-2088.aspx liest man, daß im Sommer diesen Jahres die Fa. Manwin Redtube übernehmen wollte. Warum dieser Zusammenschluß in Österreich angemeldet wurde, entzieht sich meinem Wissen.

        Die Firma Manwin hat ein Büro in Hamburg ….

        Allerdings liest man ebenfalls in der Privacy Policy von Redtube, daß Anbieter Werbeanzeigen auf der Plattform schalten können und Redtube die Informationssammlung (IP-Adressen, Cookies) der Anzeigenabieter ( Advertiser ) nicht kontrolliert.

        Zitat aus der Privacy Policy:

        „RedTube allows other companies to display advertisements using the Service. These companies use technology to deliver advertisements you see using the Service directly to your browser. In doing so, they may automatically receive your IP address. Other companies that place advertising using the Service may have the ability to use cookies and/or web beacons to collect information, including information about your usage of the Service. We do not control the processes that advertisers use to collect information.“

        Vielleicht ist das eine (technische) Möglichkeit, einen Zusammenhang zwischen Werk und IP-Adresse herzustellen und eine Erklärung für die Tatsache, daß man die Filme selbst nicht auf der Plattform findet.

      • Frieder sagt:

        Ich wurde zwar NICHT abgemahnt, möchte aber trtzdem im Interesse der Betroffenen mal eine Frage loswerden:

        Warum gehen die Rechtsanwälte nicht in die Offensive und verklagen ihrerseits mal U+C wegen illegaler Aktionen?

      • Martin sagt:

        Wären die z.Bsp. über einen Werbeaccount gesammelten IP-Adressen überhaupt als Grundlage für den LG Köln Beschluss nutzbar ? Wenn diese nicht für diesen Zweck bzw. offiziell im Rahmen der Anti-fraud-protection heraus gegeben worden sind ? Ansonsten wäre hier m.Ea. nach der LG Köln Beschluss anzufechten.

      • Torsten sagt:

        Hallo Herr Solmecke,
        wie ich zu einem anderen Kommentar teilweise geschrieben hatte

        „…Nur frage ich mich hier auch wo kommt die Adresse her? Seit 2000 führt meine Frau Ihren Mädchennamen nicht mehr. Seit mind. 2010 erhalten wir gemeinsam die Rechnung vom Provider – namentlich richtig. Die Abmahnung beinhaltet nun aber wieder den Mädchennamen meiner Frau ???? Also das sieht doch werdächtig aus, oder? Und ist die Abmahnung zulässig wenn Sie nicht direkt an eine Person gerichtet ist? Wer hat sich die Abmahnung denn dann anrechnen zu lassen?..“

        Wenn die Herausgabe rechtens ist, wie kann der Provider dann veraltete Namen herausgeben?

        Da passt doch was nicht.

        Gruß und schönen 2. Advent wünscht Ihnen
        Torsten

        • Das ist ja sehr spannend. Ggfs können Sie am Montag einmal bei Ihrem Provider anrufen und klären, ob dort noch alte Daten gespeichert sind und herausgegeben werden. Wenn das nicht so ist, wäre das ein wichtiger Hinweis!

          • Torsten sagt:

            Leider weiss ich nicht ob meine Antwort registriert wurde, da der Hinweis auf Freischaltung nicht angezeigt wird.
            Deshalb bitte ich um Entschuldigung, sollte mein Kommentar nun 3-4 mal vorliegen. Sorry, das war so nicht gewollt:

            Guten Tag Herr Solmecke,

            nach heutiger telefonischer Information sind bei meinem Provider die aktuellen Personendaten gespeichert. Nicht wie von der Kanzlei C+U angeschieben.
            Um auf Nummer sicher zu gehen, soll und werde ich mich schriftlich an die Zentrale in Bonn wenden.

            In einem weiter oben geschriebenen Kommentar habe ich meine geplante weitere Vorgehensweise beschrieben:

            Vorerst möchte ich nach der Vogel-Strauß-Taktik auf die Abmahnung nicht reagieren. Dem Schreiben liegt keinerlei Rechtsbelehrung bei und ein späteres Schreiben eines Inkassobüros möchte ich dann widersprechen.

            Allerdings habe ich heute auf Ihrer Seite gelesen, dass Sie dazu raten eine sog. modifizierte Unterlassungserklärung abzugeben. Warum sollte ich etwas unterlassen, was kein Unrecht ist. Schließlich ist es doch nicht abschließend geklärt, ob es sich um ein Vergehen handelt, oder? Sie selbst sagen dass Streaming -Ihrer Meinung nach- keine Urheberrechtsverletzung darstellt.

            Erkenne ich mit einer mod.UE nicht auch in Teilen meine Schuld bzw. die Kosten an?

            Muss ein späterer Mahnbescheid / eine Klageschrift nicht einer natürlichen Person zugeordnet werden? Können denn 2 natürliche Personen gemeinschaftlich abgemahnt, gemahnt, verklagt oder überhaupt vollstreckt werden?
            Zumal der Name einer Person falsch ist.

            Andernfalls könnte ja jeder einfach irgendwem, eine juristisch nicht haltbare Rechnung stellen und den Betrag einklagen. Als mehr sehe ich das Schreiben derzeit nicht, liege ich damit so falsch?

            Freundliche Grüße
            Torsten

          • Nein, wir raten nicht zur Abgabe einer UVE in den Streaming-Verfahren. Sinnvoll ist aber der Widerspruch an U+C.

          • Torsten sagt:

            Hallo Herr Solmecke,

            habe meinen Provider kontaktiert. Doch statt einer einfachen Antwort welche Daten über uns gespeichert sind, bzw. welche Daten weitergegeben wurden erhalte ich folgende Antwort:

            „Der Sachverhalt ist bereits in Klärung.
            Bis dahin bitten wir um Ihre Geduld und werden unaufgefordert auf Sie zukommen.“

            Da scheint wohl etwas sehr stark im Argen zu sein. Zumindest soviel, als dass ich nicht eine einfache Antwort auf eine einfache Frage bekomme.

            Sobald ich weitere Kenntnis über die Datenspeicherung / -weitergabe werde ich Ihnen das mitteilen.

            Gruß Torsten

          • Torsten sagt:

            Hallo Herr Solmecke,
            wie versprochen hier ein -für mich- relevantes Zitat aus der Antwortmail meines Providers, wonach es sehr wohl möglich war, dass ältere Daten weitergegeben wurden:

            „Eine konkrete Auskunft, welche Daten weitergegeben wurden, kann unter Berufung auf § 34 Absatz 1 Nr. 2 BDSG nicht eingefordert werden. Denn die genannte Vorschrift kennt keine Verpflichtung zur Beauskunftung der Daten, die weitergegeben wurden, sondern lediglich der Empfänger oder Kategorien von Empfängern. Da wir allerdings keinerlei Hinweise dazu speichern, ob, wann und wie oft solche Anfragen zu Ihnen bei uns vorgelegen haben, können wir diesbezüglich keine Aussage treffen.

            Tatsächlich ist die ******* auch gar nicht in der Lage, eine solche Auskunft zu erteilen. Schließlich müssen die betreffenden Daten nach Abschluss des Auskunftsverfahrens umgehend gelöscht werden.

            Sehr geehrte Frau ***, sehr geehrter Herr ***, zwar wurde die Änderung auf „***aktuelle Daten***“ in den Stammdaten und der Rechnungsadresse durchgeführt, allerdings besteht unter den Standortdaten noch der Datensatz „***alte Daten***“.

            Da wir ausschließlich die zugewiesenen IP-Adressen für sieben Tage speichern, diese ggf. nach Eingang eines Gestattungsbeschlusses gesondert sichern und nur bis zum Abschluss der Verauskunftung vorhalten, können wir Sie leider nicht entlasten. Der Vorgang und die entsprechenden Daten werden nach einer Beauskunftung ordnungsgemäß vernichtet. Des Weiteren werden Angaben zu Ihren online Aktivitäten (getätigte Down- und Uploads, besuchte Internetseiten usw.) und zu Ihren genutzten Endgeräten (Mac-Adresse) grundsätzlich nicht gespeichert.

            Ob wir auf Grundlage des Beschlusses 209 O 188/13 nach § 101 Abs. 9 des Urheberrechtsgesetzes dem Grunde nach eine Auskunft geleistet haben, prüfen wir gerne für Sie. Sobald das Ergebnis der zuständigen Fachabteilung vorliegt, werden wir Sie unverzüglich informieren. Bitte berücksichtigen Sie hierbei, dass wir den Vorgang und die entsprechenden Daten nach einer Beauskunftung ordnungsgemäß vernichten und daher keine detaillierten Angaben möglich sind.

            Die IP-Adressen, Nutzungszeiträume und die Zuordnung zur Kundenkennung werden bei uns nach den gängigen Methoden der digitalen und automatisierten Datenverarbeitung vergeben und gespeichert. Zudem erfolgt die Datensicherung ohne jede manuelle Eingabe von IP-Adressen oder Datumsangaben, sodass auch keine Tippfehler auftreten können. Daher sind Verwechslungen bei der Auskunft praktisch ausgeschlossen.

            Ein Punkt ist uns noch wichtig: Sobald wir die Angaben weitergegeben haben, ist der Vorgang für uns abgeschlossen und wir halten keine Daten mehr darüber vor. Selbstverständlich speichern wir auch keinerlei Hinweise ob, wann und wie oft solche Anfragen zu Ihnen bei uns vorgelegen haben.“

            Heisst im Schluss aber, dass es sein könnte, dass „alte Daten“ gespeichert und weitergegeben werden. Allerdings bei „Standortdaten“ auf den tatsächlichen Namen zu schließen…?

            Ich denke Ihnen war die obige Stellungnahme des Providers schon bekannt, aber ich hatte es versprochen.

            Gruß Torsten

  11. Martin sagt:

    Aufgrund solcher Fälle kann man den Nutzern eigentlich nur noch anraten den Internetanbieter zu wechseln. Denn hier ist ja wohl mehr als offensichtlich (auch schon durch nun den 2. Fall bei einem Nachbarn belegt) das hier scheinbar immer nur auf den grössten Provider = TELEKOM, zugegangen wird, da man sich über diesen die grösse Nutzerzahl abgedeckt erhofft.

    Einzelne kleinere Anbieter der Reihe nach vor Gericht zu zerren wäre schon wieder viel zu viel arbeit und nicht mehr WIRTSCHAFTLICH zu vertreten für Firmen wie obig genannte Kanzlei, welcher hierbei m. Ea. nach aber sogar selbst zum Straftäter wird. Nämlich wissentlich versucht unberechtigte Forderungen dritter einzutreiben mit sehr fragwürdigen Begründungen u. Methoden. Das könnte fast als ERPRESSUNGSVERSUCH ausgelegt werden.

    Kann man obige Kanzlei nicht einfach selbst Abmahnen solche Erpressungsversuche zu unterlassen mit Hinweis sich eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft mit genau dieser Begründung vor zu behalten ? Wäre dann mal sehr gespannt wie dann bei einem 2. Brief bzw. einer weiteren oder Folgeforderung dies vor Gericht ausgelegt wird. Vorsatz ? Wiederholte Erpressung (wenn bezahlt wurde) oder zumindest wiederholter Erpressungsversuch ? Das sollte doch für den Staatsanwalt genügen, nachdem diese verpflichtet ist ihm bekannt gewordene Straftaten zu verfolgen.

    • Dieter sagt:

      Das sehe ich genauso. Es kann ja wohl nicht angehen, dass hier die Leute einerseits zum Anschauen dieser Schmuddelvideos geködert werden (in meinem Fall mein Mieter, ein langjähriger Arbeitskollege, der über unser WLAN mitsurft und der das auch zugibt) und dann andererseits unterstellt wird, dass das Video heruntergeladen und vervielfältigt wurde, obwohl der Betreffende sich das tatsächlich nur angesehen hat.

      Für meine Begriffe ist das schon eine Art von „arglistiger Täuschung mit eindeutiger Betrugsabsicht“ (sorry, die Bezeichnung ist bestimmt juristisch nicht korrekt), d.h. eine regelrechte Falle, in die die Leute geführt werden, denn welchen Zweck hat dann wohl das Einstellen eines solchen Videos auf so einer Plattform, wenn man das nicht anschauen darf, bzw. grundsätzlich unterstellt wird, dass dieser Schund heruntergeladen und vervielfältigt wurde?

      Aus meiner laienhaften Sicht ist doch aber im § 44a UrhG alles sauber geregelt, d.h. es handelt sich doch hier beim Streaming wirklich nur um eine „flüchtige und begleitende Speicherung als integraler Teil eines technischen Verfahrens“. Wie genau soll das denn, bitteschön, noch beschrieben werden?

      Für meine Begriffe ist das Vorgehen dieser zwielichtigen Kanzlei U+C einfach nur dreist, denn die bauen ihre Argumentation im Punkt 2 Ihres Schreiben genau auf die Negierung dieses Aspekts auf. Konkret heißt es da: „Die beim Streamen des genannten Werkes technisch notwendige Zwischenspeicherung stellt ein Vervielfältigen nach § 16 UrhG dar und steht ausschließlich dem Urheber zu. Hierfür spielt es keine Rolle, ob das Werk dauerhaft oder nur vorübergehend gespeichert wird (…)“. Meines Erachtens ist das eine mehr als hanebüchene Auslegung dieses Paragraphen, da man die wenigen, flüchtigen Sekunden der permanenten Zwischenspeicherung („Buffering“) mit dem kompletten Aufzeichnen des Videos gleichsetzt. Und genau dieser Punkt wird ja im § 44a UrhG ausgeklammert, d.h. es handelt sich hier eben nicht um eine unerlaubte Kopie des Films.

      Unglaublich, wie dreist hier seitens U+C vorgegangen wird, d.h. man pickt sich wohl anscheinend nur die passenden Paragraphen heraus, interpretiert die nach Belieben und unterschlägt dabei den Rest. Man sollte hier eigentlich den Spieß umdrehen und U+C wegen „Betrug und arglistiger Täuschung“ abmahnen…

      Da ich kein Jurist bin, habe ich mich gestern jedenfalls hier telefonisch registrieren lassen (mehr war wegen dem Ansturm nicht möglich) und erwarte nun den Rückruf, bzw. die Kontaktaufnahme.

    • Frieder sagt:

      Das ist auch eine gute Idee: U+C abmahnen mit Unterlassungserklärung und haushohem Schadenersatz auf Grund der horrenten Forderungen dieser Gangster.

  12. Carsten Herbst sagt:

    Hallo,

    Ich bin zwar nicht betroffen, aber mich würde mal interessieren ob sich jemand mal die Mühe gemacht hat zu prüfen welche Betriebssysteme die betroffenen User benutzen.
    Sollte es so sein wie ich mir das Denke – Das nur Windows nutzer betroffen sind – so würde ich mal verstärkt von einem Virus bzw. einer Malware ausgehen die zur IP ermittlung benutzt wurde.

    In diesem fall würde ich mir wünschen das diese Kanzlei wegen Manipulation von Privaten Computern in x-Tausend fällen angeklagt wird.

    • Frieder sagt:

      Und das möglichst schnell mit Unterlassungserklärung, bewehrt mit einer sehr hohen Schadenersatzforderung auf Grund der zig-Tausend ausgesprochenen Abmahnungen mit je 250 €; (10.000 * 250 € = 2.500.000 €)!
      Vielleicht hilft das, damit derartigen Manipulatoren die Lust zu solchen Aktionen vergeht!?!!!

    • Torsten sagt:

      Hallo Carsten,
      für den Betreiber einer Seite ist es kein Problem die IP des Besuchers auszulesen. Auch ohne Malware. Allerdings ist die grundlegende Frage was der Betreiber mit diesen IP anstellt. Wenn die Geschichte rechtens wäre, wird das Pferd von hinten aufgezäumt.

      Schönen 2. Advent
      Torsten

    • Paul sagt:

      Ich habe auch ein solches Abmahnungsschreiben kommen, benutze aber Mac OS. Also daran kann es schon mal nicht liegen.

      • Jupps Hund sagt:

        Wenn der Schädling im Browser sitzt, spielt das keine Rolle. Was glauben sie, wie oft Sophos hier Seiten sperrt, weil die bekanntermaßen was verbreiten!

    • Helmut sagt:

      Es sind auch Mac´s betroffen, was aber nicht bedeutet, dass deshalb keine Malware oder sonstiges im Spiel gewesen wäre. Bemerkenswert ist eines: den ganzen Sommer über war zu beobachten, dass Phishing-Angriffe stattgefunden haben. Das besonders Auffällige daran waren die eloquenten und höflichen Formulierungen. Nicht wie sonst üblich – in proletenhafter Sprache und Drohung mit „Scharfrichter“– sondern sehr professionell formuliert.
      Inhalt einer dieser Mail, eine Zahlungserinnerung über 650.– Euro nach einem angeblichen Einkauf in einem Onlineshop. Hinweis aus der Erinnerung (habe das alles leider nicht dokumentiert): bitte gleichen Sie diese Forderung mit der im Anhang befindlichen Rechnung ab. Im Reflex geöffnet – es war keine Rechnung, sondern eine Unix Datei. Shit happens. Habe das nicht so ernst genommen, da ich dachte, na an Macs ist wohl keiner interessiert, Viren gelten in der Regel Windows Pc´s. Meinen Irrtum hane ich leider erst im September erkannt und meinen Rechner komplett geschreddet und neu aufgesetzt. Wie schon gesagt, leider nicht dokumentiert.
      Im Übrigen: Gut, dass einige beherzte und seriöse Juristen beginnen, gegen solche Machenschaften vorzugehen. Mit dem Ruf eines Teiles der Juristen steht es gemeinhin nicht zum Besten.
      Viel Erfolg

  13. Schuster sagt:

    Erst werden meine daten bei Vodafon gehäckt nun das .ich habe nie eine Tauschbörse benutzt habe nichts etwas vervielfälltig oder kopiert.
    warum soll ich zahlen oder etwas unterschreiben.
    was passiert wenn man zahl und nichts unterschreibt

  14. Heinz sagt sagt:

    Es ist mir unerklärlich wo UC die Daten her hat, wenn keiner-
    lei Aktivitäten in dieser Hinsicht unternommen wurden – weiss
    jemand was näheres darüber, wenn ja, wäre interessant zu wissen, wie dies geschehen kann.

  15. josy sagt:

    Toll, ich habe gleich 2 dieser Schreiben erhalten. Auf so einen Schrott gehe ich gar nicht. Ich weiß gar nicht, was ich jetzt tun soll? Mich würde mal interessieren wie die an meine Adresse gekommen sind? Ich bin Telekom Kunde und habe jetzt natürlich Angst, es kommt noch mehr von diesen Schreiben. Habe die Briefe gestern erhalten und Zeit bis zum 11.12., das sind noch 3 Tage und ich fühle mich dadurch bedroht, denn wenn ich nicht bis zum 11 bezahle und unterschreibe, wird mir mit noch mehr Kosten gedroht. Es gibt in meinem Schreiben keine Rechtsbelehrung, wie es sonst üblich ist. Auch finde ich, dass 3 Tage doch etwas kurz sind. Was ist das denn für eine Kanzlei? Denen
    sollte man mal das Handwerk legen, das Netz ist ja voll von denen ihren Machenschaften, für mich riecht es nach Betrug. Leider sind Eure Telefone so überlastet, das ich keine Chance habe jemanden zu erreichen.

  16. Piero Zedda sagt:

    Ich halte es für sehr fragwürdig, nur anhand der IP Adresse davon auszugehen, dass solch ein Film überhaupt angesehen wurde. Oft klickt man nach einer Suche z. Bsp. bei Google auf einen Link um festzustellen, dass man genau diesen Webinhalt gar nicht sehen wollte. Auch wenn man diese betreffende Webseite sofort wieder schließt, so ist dennoch die IP Adresse gespeichert. Da beim Streaming anders als beim Download gar nicht bewiesen werden kann, dass man den Inhalt tatsächlich gesehen hat. Sollten sich diese Abmahner durchsetzen, dann wäre es in Zukunft nahezu unmöglich nach einer Suche via Suchmaschine überhaupt noch einen Link anzuklicken. Man würde sich ja durch das bloße Anklicken eines Suchmaschinenergebnisses bereits strafbar machen. Das ist völlig an der Realität vorbei.

    MfG Piero Zedda

  17. Andreas Müller sagt:

    Guten Morgen,
    Ich bin selbst nicht betroffen, verfolge den „Vorgang“ aber sehr genau. Mir stellt sich die Frage, wie nachvollzogen werden sollte, dass der Film gestartet wurde.
    Dass man auf einer Seite landet, auf die man gar nicht wollte… Das kennt wohl jeder. Nur um eine Straftat zu begehen muss ich auch falsch handeln – sprich den Stream starten. Wie sollte das unterschieden werden? Vor allem auf einem Portal. Muss ich mich dann jedes mal auf YouTube informieren, wie die rechtliche Situation in Bezug auf dieses eine Video ist?!?
    Etliche Mitschnitte von Autorinnen oder ähnlichem sind ja auch auf YouTube eine Art Grauzone… Aber als Konsument die rechtliche Situation zu überblicken ist schlicht unmöglich.

  18. Andreas Müller sagt:

    Autorinnen = Autorennen

  19. Martin sagt:

    unbedingt lesen:

    http://www.it-recht-deutschland.de/?p=281420

    Warum ich Ihnen das schreibe, weil es hier auch einen Bekannten betrifft und ich bzw. mein Vater in der Vergangenheit schonmal von Ihnen vertreten worden bin im Rahmen einer abgeänderten Unterlassungserklärung.

    jetzt muss erstmal geklärt werden wie an die IP-Adressen gekommen wurde. Dafür bin ich gerne bereit mit Fachkenntnis in diesem Bereich (IT-Netzwerk & Co) beizutragen. Rechtliche Kompetenz ist hingegen nicht vorhanden.

  20. bluju sagt:

    Im Forum Golem.de:
    Post vom 07.12. 12:20

    http://forum.golem.de/kommentare/politik-recht/u-c-abmahnung-woher-die-daten-der-streaming-nutzer-kommen/wie-kommen-die-an-die-daten-verstehe-es-immer-noch-nicht./78399,3579086,3579086,read.html#msg-3579086

    Dies scheint die wahrscheinlichste Möglichkeit, wie sie an die IPs gekommen sind.

    Jetzt muss mir mal einer erklären wie skimmed traffic funktioniert.

  21. Paul sagt:

    Ich stell das nun einfach mal in den Raum – für Betroffene und hoffe auch hier auf die Antwort von Herr Solmecke

    Wenn man nun Betroffner dieser Abmahnwelle ist, wäre es nicht sinnvoll Gegenklage zu erheben, da es ja offensichtlich den Anschein hat, das U&C hier mit mehr oder minder illegalen Methoden versucht einen Wirtschaftlichen Vorteil zu erzielen? Ich meine bei einem Volumen von anzunehmenden 10000 Abmahnungen a 165€ Anwaltsgebühren, ist das schon ein netter Haufen „Weihnachts“Geld für U&C. Ohne jetzt Frech oder Bösartig erscheinen zu wollen, unterstelle ich der Kanzlei einfach mal den Versuch zu Betrügen. Unverständlich ist mir dabei nur wie das LG Köln da durchwinken konnte?

  22. josy sagt:

    ich habe oben gelesen, dass ein Virus unterwegs ist.
    Meine beiden Schreiben die ich bekommen habe, sind von 1.8 12:57 Uhr und vom 5.8 10:14 Uhr. am 1.8 habe ich gerade nachgelesen hat mein Virenscanner einen Virus in den Container verschoben mit folgenden Daten:

    adobe_flash[1].exe
    Letzte Änderung 01.08.2013 um 11:31:30 Uhr
    Transferzeit: 01.08.2013 um 13:31:36 Uhr
    Virus: Win32:Evo-gen[Susp]

    Ich kenne mich hiermit nicht aus, kann aber sagen, dass zur fraglichen Zeit, dieser Virus dann aktiv war als die Seiten besucht wurden.
    Vielleicht kann mir hierzu jemand Auskunft geben. Ich werde meinen Virenscanner auf jeden Fall nochmal laufen lassen.
    Wenn es ein Virus ist, der von besagter Kanzlei dazu benutzt wurde um meine Daten zu bekommen, ist dies doch Strafbar oder?
    Ich habe auch mit der Telekom gesprochen und die hat mir versichert, keine Daten heraus zu geben, desweiteren steht auf der Seite der Telekom, das keine Daten mehr gesammelt werden dürfen, laut Gesetz vom 02. März 2010…..
    Wie sieht es Rechtlich nun aus, wenn besagte Kanzlei nun illegal an die Daten gekommen ist?
    Ist es möglich Anzeige gegen U + C zu stellen?

  23. josy sagt:

    Das habe ich zu diesem Virus gefunden.

    ein Backdoor Virus, der wichtige Daten rausschickt. Außerdem schafft er es sogar, die Antiviren- und Malware Scanner auszutricksen!

  24. Thomas sagt:

    Im obigen Text und in den Kommentaren wurden ja schon viele interessante Fragen gestellt und beantwortet allerdings wurde seltsamerweise die wichtigste Frage noch nicht gestellt bzw. beantwortet.

    Was genau sollen die Abgemahnten nun tun?

    Geld überweisen? Laut meinen laienhaften Recherchen wohl nich.

    angeheftete UE unterschreiben? Auf keinen Fall, da diese zu Gunsten der Abmahnenden geschrieben ist.

    modifizierte UE unterschreiben? In normalen FileSharing-Fällen war das wohl die „normale“ Vorgehensweise, aber bei Streaming gibts doch anscheinend noch keine Urheberrechtsverletzung.

    Unterzeichnung der UE verweigern? Kann dann nicht eine einstweilige Verfügung erwirkt werden, die dann extreme Kosten verursacht?

    Für den Abgemahnten ist es irgendwie eine Loss/Loss-Situation. Entweder Abmahnende bezahlen oder eventuelle Klage + Kosten riskieren oder selbst einnen Anwalt nehmen, der aber natürlich auch bezahlt werden will.

    • Die Schlussfolgerung ist leider richtig. Hier unser Tipp: Da die meisten jetzt schon 3-4 Abmahnungen von U+C bekommen haben, ist das ein Fass ohne Boden. Da die Rechtslage sich deutlich vom kino.to Streaming oder vom Filesharing unterscheidet, raten wir derzeit NICHT zur Abgabe der Unterlassungserklärung. Letztlich geht es darum, dass U+C die Rechtslage klar und deutlich dargelegt wird. Das kann man mit oder ohne Anwalt tun. Erfahrungsgemäß wird U+C allerdings dranbleiben und etliche Schreiben hinterherschicken…

      • Uwe sagt:

        So wie jetzt der Stand zu sein scheint, wird Deutschland flächendeckend mit diesem „Virus U.“ befallen. Viele Betroffene unternehmen aus Furcht nichts und meinen , daß der Krug an Ihnen vorübergeht, andere zahlen sofort, um weiteren Nachfragen zu entgehen.
        Ich finde es auf jeden Fall besser, daß dieser Fall auch in der Öffentlichkeit/Presse bekanntgegeben wird, um den Druck auf Herrn U.zu erhöhen. Es wäre zu überlegen???

        • Goran Dolibasic sagt:

          Jetzt berichten auch die großen Medien: Stern, Süddeutsche Zeitung, Computerbild, Zeit, Spiegel, NTV und sogar WISO über die Aktion von U+C! Für mich ist das ein riesen Betrug von U+C. oder/ und vom Staat weil Sie sich nicht Entscheiden können ob Streaming nun legal oder illegal ist. Wäre ein klares Gesetz da gäbe es für uns Nutzer ( nicht nur Pornoseiten Nutzer) klare Grenzen.(wie z.B beim illegalen Download von Musik und Filmen)

  25. Max sagt:

    Hallo ich würde gerne wissen, ob man auch eine Abmahnung bekommt wenn man zB. ein kinox User ist und dort Streams anschaut, oder sind nur Nutzer von der Seite redtube betroffen?

  26. Max sagt:

    Außerdem möchte ich wissen: woher hat die Kanzlei die Adressen.
    Die Telekom darf nur Daten vom User herausgeben, wenn ein Richterlicher Beschluss vorliegt.

  27. josy sagt:

    Wäre es da nicht sinnvoll, einen Eilantrag auf Akteneinsicht zu stellen? Vielleicht bekamen die Herren ja nur diesen Beschluss wegen Vorlage falscher Tatsachen. Laut der Telekom wurden keine Daten herausgegeben. Es wäre auch mal schön, wenn die Telekom mal Stellung hierzu beziehen würde. Immerhin geht es hier um fast 50.000 Briefe und ein Ende ist noch nicht in Sicht

  28. Patta sagt:

    Ich finde das alles ein wenig verdächtig, weil zum einen die doch ne menge Kohle verdienen. Das ist meiner Meinung nach pure Abzocke die schrecken nicht mal davor zurück leute anzuschreiben die von PCs oder Internet null Schimmer haben.
    Irgentwas stinkt ganz gewaltig an dieser Sache.
    Meine Frage ist aber sind es nur besagte Clips wie: „Amanda’s secrets“,
    „Miriam’s Adventures“
    „Glamour Show Girls“
    „Dream Trip“
    „Hot Stories“
    oder geht das generell an alle Redtube gucker?

  29. […] hin. Allein der bislang vor allem im Bereich von Filesharing-Abmahnungen tätige Rechtsanwalt Christian Solmecke berichtet von mittlerweile über 600 diesbezüglichen Anrufen und schätzt in einer Aussendung die Zahl der Abgemahnten auf […]

  30. Karl sagt:

    Aus einem in den Raum gestellten Schadenersatzanspruch von 15,50 Euro eine Gesamtforderung von 250,- Euro zu basteln, ist dreist, zumal es sich nicht um ein Einzelverfahren handelt, sondern um eine Massenangelegenheit. Zumindest die Rahmengebühr ist angreifbar, weil das Versenden von Serienbriefen keine besonders schwierige anwaltliche Tätigkeit bedeutet.

    § 14 Abs. 1 letzter Satz RVG: „Ist die Gebühr von einem Dritten zu ersetzen, ist die von dem Rechtsanwalt getroffene Bestimmung nicht verbindlich, wenn sie unbillig ist.“

  31. Patta sagt:

    Weiß das Kölner LG eigentlich von dieser Abmahnwelle?

  32. Theresa sagt:

    Herr Solmecke,

    was halten Sie von folgender Augumentation? Gibts irgendwelche Fehler?

    Ich hoffe ich mache damit nicht Fremdwerbung. Falls ja, dann bitte einfach diesen Kommentar löschen.

    http://conlegi.de/?p=3644

  33. Patta sagt:

    Das würde ja bedeuten das vorerst nur die leute abgemahnt werden die besagte videos geguckt haben wobei ich mir das nich vorstellen kann es sei denn das waren blockbuster video oder sowas halt richtig belibet

  34. FloMuc sagt:

    Mein Vater hat, obwohl pflegebedürftig, eine derartige Abmahnung erhalten. Wie sieht es im Fall dieser Streaming Abmahnungen mit den Rechtschutzversicherungen aus bzgl. Anwaltskosten, da nicht geklärt ist, ob es sich um eine Straftat handelt?
    Dazu die Frage, ob man im konkreten Fall überhaupt anwaltlich reagieren sollte. Oder es ein selbstformulierter Widerspruch tut oder gar gar keine Reaktion darauf zu zeigen?

    • 1. Abgemahnt wird immer der Anschlussinhaber, auch wenn er die Tat nicht begangen haben kann. In so einem Fall kommt dann ggfs. noch eine Störerhaftung in Betracht.
      2. Rechtsschutzversicherungen treten in der Regel (Ausnahmen möglich) leider weder bei einer Urheberrechtsverletzung noch bei Straftaten ein.
      3. Ja, wenn man sich dazu entschlossen hat, keine UVE abzugeben, kann man der Gegenseite auch selbst die Rechtsauffassung mitteilen. In der Regel lässt U+C allerdings nicht locker und übergibt die Forderungen später an ein Inkassobüro.

  35. moi sagt:

    Es gibt Streamingseiten, auf denen die Rechteinhaber ihre Filme quasi als Teaser für potentiell zahlende Kunden anbieten. Das Kalkül: Dem User gefällt das Video, er möchte mehr sehen und besucht die Seite des Anbieters. Alle sind zufrieden, der Konsument, der Rechteinhaber und der Betreiber der Streamingseite, der eine Provision für jeden zahlenden Kunden erhält. Für den normalen Nutzer ist es nicht möglich zu erkennen, ob es sich bei eer Streamingseite um ein illegales Angebot handelt.

  36. Charlotte sagt:

    Wie ist denn die Rechtmäßigkeit des Beschlusses des LG Köln einzuschätzen? Gäbe es hier nicht einen rechtlichen Ansatzpunkt um die Abmahnwelle zu stoppen?
    Selbst bei Annahme einer Urheberrechtsverletzung betrüge der angerichtete Schaden durch das Streaming pro Person allenfalls ein paar Euro. Nimmt man die bestehenden erheblichen Zweifel an der Rechtswidrigkeit des Streamings in diesen Fällen und die zu erwartende Vorgehensweise der Kanzlei U+C hinzu, dann erscheint ein Beschluss zur Herausgabe sensibler personenbezogener Daten – die im vorliegenden Kontext zusammen mit anderen Daten zudem für das Gericht vorhersehbar den intimen Kern der Persönlichkeit berühren – als grob unverhältnismäßig. Wenn das Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationsrechtlicher Systeme in diesem Fall bei der Güterabwägung nicht den Ausschlag gibt, wann dann?

  37. HaPeGr sagt:

    Bin auch betroffen.
    Kannte bis zu diesem Schreiben diese Seite nicht. Auf Nachfrage bei meinen Jungs stellte sich heraus, das zumindest einer zugab, diese Seite bereits besucht zu haben.
    Ich ging zunächst davon aus, das mir (bzw. meinem I-Net-Anschluss) vorgeworfen wird, selber diesen „Film“ Hot Stories im Netz verbreitet zu haben. Den mir wird vorgeworfen (Zitat: Dieses Recht wurde durch das Streamen des betreffenden Werkes über Ihren Internetanschluss verletzt. Zitatende)
    Für mich als interessierten Computernutzer, aber letztendlich doch Laie, hörte sich das so an, als würde von einem unserer Rechner mittels Stream dieses „Werk“ weiterverbreitet. Dies schien mir jedoch sehr fragwürdig. Aufgrund unserer Leitungsqualität steht hier „nur“ ein Upload von 672 kbit/s zur Verfügung, was zum Streamen wohl nicht als ausreichend anzusehen ist. Auch habe ich bei Nachschau auf keinem unserer Rechner dieses „Werk“ finden können.
    Inzwischen weiss ich, das diese Ansicht meinerseits ja wohl nicht zutreffend ist, sondern dass das Ansehen eines Streams gemeint ist.
    Finde trotzdem, das die Formulierung und damit der eigentliche Tatvorwurf sehr irretierend ist.

    Super finde ich auch Punkt 5 des Schreibens:
    (Zitat: Die Frist kann aufgrund der Dringlichkeit der Durchsetzung des Unterlassungsanspruchs nur in Ausnahmefällen verlängert werden. Zitatende)
    Datiert ist das Schreiben vom 02.12, hier eingegangen am 05.12, Frist ist der 10.12.
    Dringlich: so,so.
    Vorgeworfen wird mir eine Urheberrechtsverletzung vom 24.07.13.
    Also knapp 4,5 Monate später ist es so dringlich, das eine 1-Wochen-Frist gesetzt wird (natürlich kam das Schreiben kurz vorm Wochenende, damit der Druck erhöht wird = hoffentlich kommt das Geld und die Erklärung noch rechtzeitig dort an)
    Auch in meinem Schreiben ist ein Aktenzeichen des LG Köln vermerkt. Mich würde ja mal interessieren, von welchen Datum dieser Beschluss ist. Bin auch Telekom-Kunde, und meines Wissens (hab jetzt nicht extra danach gesucht) löscht die T-Com ihre Verbindungsdaten nach 80 od. 90 Tagen.
    Vom 24.07. ausgehend 90 Tage oder 3 Monate später wäre Ende Oktober. Bis dahin müsste also der Beschlusss des LG Köln und die Anfrage an die Telekom gelaufen sein, da sonst die Verbindungsdaten gelöscht werden. Davon ausgehend hat die Kanzlei U+C also noch über einen Monat gebraucht, um diese überaus dringliche Angelegenheit (siehe Punkt 5 des Schreibens) auf den Weg zu bringen. Also ich als Mandant würde mir überlegen, ob ich mir da nicht wen anderen suchen würde, der meine „Interessen“ zügiger vertritt.

    Bin ja echt mal gespannt, wie die Sache ausgehen wird und ob am Ende vlt. die Möglichkeit besteht, die jetzt entstehenden RA-Kosten bei U+C einzufordern.

  38. Peterhans [Mobile] sagt:

    Jetzt werde auch youtube gucken und andere Streaming guck abgemahnt dann sollen sich die
    Internet Anbieter nicht wunder das keiner mehr bock hat auf Internet und eine frage
    An Herr solmecke ich bin der Meinung die
    Kammen anderen ip
    Adresse gekommen sind weil die Leute sich da angemeldet habe.

  39. Aracos sagt:

    Interessant ist auch ein Beitrag in den Kommentaren bei Golem.de
    http://forum.golem.de/kommentare/politik-recht/redtube.com-von-u-c-streaming-abmahnung-sind-ueber-10.000-betroffen/hat-sich-jemand-schonmal-ihre-geschaeftsadresse-angeguckt/78406,3579621,3579621,read.html#msg-3579621

    Zitat:
    Re: Hat sich jemand schonmal ihre Geschäftsadresse angeguckt ?
    Autor Petralein 08.12.13 – 18:11
    Auch die Archive AG ist mehr als dubios. Die Partner, die sie hier in Bildchen angibt sind Dummies. Logos die zu keiner Firma gehören und von dubiosen seiten verwendet werden um wichtig zu tun:

    http://www.the-archive.ch/#!d–partners-e/cuvo

    Man findet sie z.B auch hier:

    http://recruitwiz.com/

    http://gestionestrategias.wix.com/adwords-dmarketing

    Das sind irgendwelche Logos, die Wix mitbringt, aber bestimmt keine existierenden Firmen, die als „Partner“ oder Referenzen gelten könnten.

    Also ich weiß ja nicht, aber ich finde das ist ein Fall für die Kripo.

  40. Gallifrey sagt:

    Auf vielen Portalen und Foren ist zu lesen das es sich eventuell ein Virus oder Trojaner der die Ip-Adressen ausgelesen haben soll. Bei vielen Pc-Usern soll sich tatsächlich etwas derartiges gefunden worden sein.
    Was die Frage aufwirft ob nur PC- User davon betroffen sind oder auch z.B Tablet oder Smartphones Nutzer.

  41. […] meldet, alleine am Wochenende 500 Anfragen von Abgemahnten bekommen zu haben. Auf einer Informationsseite der Kanzlei klärt Solmecke die Nutzer auf. In den Augen Solmeckes ist dies die erste Abmahnwelle wegen […]

  42. […] U+C mahnt für The Archive AG das Anschauen von Redtube-Filmen ab – via: wbs-law.de […]

  43. […] Update vom 9. Dezember 2013: Die Anwaltskanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE geht derzeit von 10.000 Abmahnungen aus, die von der Kanzlei U+C an Redtube-Nutzer verschickt worden sein sollen. Wie die abmahnende […]

  44. Peterhans [Mobile] sagt:

    Diese abmahner mahnen ab ohne zu sagen wie die an der ip Adresse gekommen

  45. Rick sagt:

    Gibt es eine Möglichkeit herauszufinden wo diese Anwälte die IP Adressen her haben?
    Weil ich denke mal nicht das die Redtube Betreiber diese Freiwillig herausgegeben haben.

    • Wir haben erste Informationen aus den Auskünftsbeschlüssen und werden voraussichtlich noch heute hier darüber berichten.

      • Martin sagt:

        Das bin denke ich jetzt nicht nur ich gespannt wie ein Flitzebogen was das LG Köln hier nun zum Besten gegeben hat bezüglich der Begründung hierfür einem Auskunftsersuchen statt zu geben.

        Zudem wäre als nächstes Interessant eine Stellungnahme seitens Red*ube zu bekommen, ob Sie nun tatsächlich Daten rausgegeben haben – oder nicht.

        .. um generell bewerten zu können ob die IP Adressen „legal“ gewonnen wurden oder eben nicht.

        U+C hält sich hier ja leider ziemlich bedeckt.

  46. Jochen sagt:

    Hallo zusammen,
    hat jemand einen Vorschlag, wie man jetzt konkret vorgehen sollte. Also nicht zahlen ist schon mal klar… Aber ignoriert man das Ganze? Legt man Widerspruch ein? Zum Anwalt – und wer zahlt den wiederum?

    Danke!

  47. Kurt Kiesinger sagt:

    Dubios auch das Verhalten von Kanzlei Schulte und Partner: Die Domain streaming-abmahnung.de wurde am 29.11 reserviert, kurz bevor die ersten Fälle bekannt wurden. Des weiteren behaupten sie, dass die Abmahnung legal sein könnte, weil „der Download von Daten eines sogenannten Streamingportals eine Verschlüsselungstechnik besitzt, welche durch das Computerprogramm des Users umgangen wird – dies stellt einen Urheberrechtsverstoß nach § 95 a I und 3 Urheberrechtsgesetz (UrhG) dar“ Keine Rede davon, dass Nutzer von redtube (wie bei youtube) wegen der DMCA-Notice von einem legalen Angebot ausgehen können.
    Wie schon mehrfach im Netz diskutiert, kann bei Abgabe auch einer modifizierten Unterlassungserklärung Unheil drohen

  48. Rick sagt:

    Elegant Angel, California, USA

    Auch die Firma Elegant Angel hat die Verwertungsrechte an zahlreichen Filmen aus dem Erotikbereich. Bereits in der Vergangenheit waren für Elegant Angel zahlreiche Abmahnungen ausgesprochen worden, damals jedoch noch von einer anderen Anwaltskanzlei. Im Jahr 2012 ist für die Abmahnungen von Elegant Angel nunmehr die Kanzlei U+C Urmann und Collegen zuständig. Für Elegant Angel erfolgen derzeit vor allem Abmahnungen für folgende Werke:

    Anal Workout
    Cumshot Erections

    Neben den Filmen Anal Workout und Cumshot Erections hat die Firma Elegant Angel jedoch noch die Verwertungsrechte an zahlreichen anderen Filmen. Dies sollte man nach Erhalt einer solchen Abmahnung immer bedenken, möchte man keine böse Überraschung in Form von Folgeabmahnungen erhalten.

    Das muss es in den vergangen Jahren öfters gegeben haben.
    Also das find ich ja sehr eigenartig

  49. Sebastian Wild sagt:

    Was mich auch stutzig macht ist allein schon die Tatsache daß U+C verlangt den kompletten Betrag auf das Konto ihres Mandanten (das evtl. in der Schweiz ist, wobei das aber nicht gesichert ist) zu überweisen und offenbar keine USt ausweist. Da läuten bei mir irgendwo die
    Alarmglocken in Sachen Steuerhinterziehung bzw Insolvenzverschleppung.

    Und nein ich bin kein Betroffener.

    Grüße
    Sebastian

    • Martin sagt:

      Das Konto ist leider / oder zum Glück ?
      ein Konto in Deutland der BIC / IBAN nach zu folgen.
      UST oder MWST ist auf den Schreiben allerdings wirklich in keinster Form angegeben. Zumindest nicht in denen welche mir gerade vorliegen. (2 Abmahnungen von einem Bekannten)

  50. Peter sagt:

    Kann mich nicht belasten. Mit dem IP Changer von:

    http://hidemyass.com

    surfe ich anony im netz 🙂

  51. Rick sagt:

    In der Tat wäre eine Stellungnahme seitens der RedTube Inhaber eventuell hilfreich, um herauszufinden wie die IP in die Hände der Anwälte gerieten.
    Außerdem dachte ich Red Tube ist ein legales Unternehmen?
    Man kann es vergleichen wie Youtube, man schaut sich legal auf der Seite videos von Uploadern an ob diese nun legal oder illegal hochgeladen wurde ist erstmal die sorge der Betreiber und der Uploader. Die Betreiber haben dafür zu sorgen das hier nichts illegales auftaucht und die uploader ebenso.
    Wenn hier jemand abgemahnt werden sollte dann ja wohl die uploader.

  52. Jupp sagt:

    Sind eigentlich nur Telekom Kunden betroffen? Ich las so etwas…

  53. Sebastian Wild sagt:

    Weiteres aus der hiesigen Lokalpresse, auch zum Strafverfahren: http://www.regensburg-digital.de/warum-entzieht-man-uc-nicht-die-lizenz/09122013/

    Gruß
    Sebastian

  54. Sebastian Wild sagt:

    Vielleicht wäre es von Vorteil wenn Herr Solmecke sich mal mit seinem im vorstehenden Artikel genannten Kollegen der das Verfahren vor dem AG Regensburg angestrengt und auch die Strafanträge gestellt hat in Verbindung setzt?

  55. Harald sagt:

    Man was ist denn nur los. Hab auch so einen Brief bekommen, 250€ . Weiss einfach nicht was das für besagte Seiten sein solllen, Red tube kannte ich bis Samsatag auch nicht, aber egal ob bekannt oder nicht. Für mich stellt sich die Frage, was soll ( muss ) ich tun um aus dieser doch sehr komischen Sache wieder heraus zukommen. Hatte heute morgen mit einem Anwalt ( Rechtsberatung ) Telefoniert, der meinte UE auf jeden fall abschicken um etwaige spätere Ansprüche auszuschliessen. Mh. Aber lese immer wieder bloss nicht machen. Ich bin ein absoluter Laie was soetwas angeht, weiss nicht mehr weiter. Was soll ich tun. Wenn ich da hinschreiben soll, was muss in dem Schreiben dann stehen? Eine MUE . Was muss da drin stehen ?
    Hoffe auf Antworten

    • Sebastian Wild sagt:

      Ich bin kein Jurist, also ist dies auch keine verbindliche Rechtsberatung!

      Ne UE würde ich keinesfalls abschicken, denn damit erkennst du den Tatbestand und damit die Forderung an und bist auf zig (30?) Jahre gebunden und wenn in der Zeit wieder was passiert zahlst noch mehr. Mach das bitte nicht.

      Wenn dann schreibe einen Widerspruch oder geh vor Gericht und warte dann ab. Oder tue garnichts. Die wollen was von dir also müssen die das im Zweifelsfall einklagen und dann müssten die das alles belegen und da das ziemlich umstritten ist werden die sich kaum in den Fuss schiessen und das tun. Maximal werden die noch einige böse Briefe schrieben oder vielleicht ein Inkasso beauftragen was das selbe tut aber dann gehen ihnen die Möglichkeiten aus.

      Wie gesagt ich bin kein Jurist und das ist keine Rechtsberatung! Es ist meine Meinung dazu aus dem was ich jetzt alles gelesen habe.

      Wenn du ne verbindliche Beratung haben willst konsultiere einen Rechtsanwalt, am besten einen der auf Urheberrecht etc. spezialisiert ist.

      Gruß
      Sebastian

  56. Martin sagt:

    WICHTIG LESEN !

    LG KÖLN GIBT ANWEISUNG AN PROVIDER AUFGRUND FALSCHER ANAHME RAUS – Das müsste konsequenzen haben, da gravierender Verstoss gegen das Datenschutzrecht !

    http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article122730575/Richter-verwechseln-Porno-Portal-mit-Tauschboerse.html

  57. Martin sagt:

    Hr. Solmecke:
    Hier nun meine öffentliche Frage ob es Ihrer Einschätzung nach nun Sinnvoll wäre eine öffentliche Strafanzeige zustellen.
    GGf. gegen Hr. Sebastian, das LG Köln, oder und U+C.

    .. und würden Sie dies ggf. „gesammelt“ mit Nebenklage übernehmen ?

    Denn diesen Fall hier sehe ich momentan vor allem unter dem Punkt hier endlich mal in gewissen Dingen für Klarheit zu sorgen als SEHR WICHTIGE CHANCE an – hier endlich mal wieder die entsprechenden Leute auf den Boden der tasachen (und geltenden Rechts) zu holen.

  58. Martin sagt:

    Könnte zudem eine einstweilige Verfügung gegen das LG Köln erwirkt werden, aufgrund dieser Sachlage – das schon passierte – für sämtliche anderen Provider sofort zu unterbinden ? Diese sollten doch zur Schadensbegrenzung im eigensten Sinne doch sehr wohl ein Interesse daran haben kurzfristig weiterem Schaden vorzubeugen.

  59. Michael sagt:

    Hallo Herr Solmecke,

    lesen sie sich in folgenden Link ein, da wird ganz gut beschrieben, wie die „angeblichen“ Urheberrechtsverletzungen zustande kommen.

    forum.golem.de/read.php?7…79086,3579126#msg-3579126

    Es wird über Traficholder der link generiert.

    Was Traffic Holder macht nennt man skimmed traffic.

  60. Nicole sagt:

    Hallo,

    muss man sich jetzt generell Sorgen machen, wenn man aud div, Portalen hin und wieder ein kurzes Video angesehen hat? Evtl. auch auf redtube? Auch wenn es keines der oben genannten Videos war? Kann es passieren, dass hier weitere Mahnungen rausgehen für andere Portale und Videos?

  61. Patta sagt:

    Da kann man ja schon arglistigkeit vorwerfen
    krasse sache mit dieser Software

  62. Oliver sagt:

    Sind bisher nur Telekom Kunden betroffen?

  63. […] über gekaufte Nutzungsstatistiken bis hin zu einer aktiven Mitwirkung des Portals selbst. In einem Kommentar schreibt Rechtsanwalt Christian Solmecke heute […]

  64. Patta sagt:

    Ich muss ganz klar sagen das die richter die sich geirrt haben diese abmahnwelle sofort unterbinden sollten
    das ist doch nicht normal. Ganz klar scheint es ja doch nicht zu sein mit den IPs da sich diese software für Streaming wohl nicht eignet. Da fängt man wohl wieder von null an

  65. Nicole sagt:

    Hallo ich bin auch betroffen. Bin Telekom Kunde und habe vor ca. 2 Monaten einen Brief Der Telekom erhalten das meine Daten geklaut wurden. Jetzt das lustige ich hatte auf Grund Technischer Probleme seitens der Telekom Den ganzen August kein Internet und auch keinen Router und Die IP ist im Schreiben von U+C auch nicht meine. und was nun?

  66. Nicole sagt:

    Sollte Ich trotzdem einen Wiederspruch oder Wahrung zur Frist einlegen oder erst mal abwarten?

  67. Steven sagt:

    Die Anwaltssuche der Rechtsanwaltskammer Nürnberg http://www.rak-nbg.de/de/anwaltssuche/ ergibt keine Treffer für „Urmann“. Auch das angeblich tagaktuelle bundeseinheitliche Rechtsanwaltsverzeichnis auf http://www.rechtsanwaltsregister.org/Suche.aspx kennt keinen Anwalt Urmann im Bereich der Kammer Nürnberg.

    Sind die überhaupt ordentlich zugelassene Anwälte?

    • Steven sagt:

      Auch die angemanhte URL stimmt nicht mit dem angemahnten Werk überein. Unter der URL ist ein ganz anderer Film anzuschauen. Und ich glaube nicht, daß Redtube die URLs wechselt.

    • Jupps Hund sagt:

      Der Betreiber eines Handwerksbetriebes muß selbst kein Meister sein, nur einen anstellen. Viele Anwaltskanzleien haben auch Betriebswirte als Geschäftsführer, den rechtlichen Kram machen dann die Kollegen.

  68. Thomas sagt:

    Langsam müssen sich auch alle Youtube-User Gedanken machen(?). Dort weißt man auch nicht, ob die Videos die angeklickt werden „legal“ sind oder nicht. Da haben die U+C Anwälte noch Millionen potenzielle „Kunden“

  69. Andreas sagt:

    Nun stellt sich aber mir die Frage, wenn dem Landgericht Köln nur 1000 IP´s vorgelegt wurden wie ist U+C an die restlichen 9000 oder mehr Adressen gekommen.
    Und zum 2. wieso wurde U+C die Zugangsnummer und nicht die Anschlusskennung übermittelt.
    Die Zugangsnummer ist ein Teil des Loginverfahrens Hacker z.b müssten so nur noch das Passwort ergaunern.
    Wenn die Zugangsnummer nicht für die Abmahnung erforderlich ist müsste doch U+C sofort verpflichtet werden die Datensätze zu vernichten um Missbrauch zu verhindern.

  70. Josef sagt:

    Ich habe in der Vergangenheit ein paar Mal die Seite redtube besucht, hatte aber keinerlei Ahnung, dass das illegal ist.
    Bis jetzt habe ich keine derartige Abmahnung erhalten, bin aber (leider sehr labil und somit wohl ein leichtes Opfer) in heller Panik, dass dies passieren könnte. Kann man einschätzen, ob auch jetzt noch mit einer Abmahnung zu rechnen ist?
    Ich bin nicht Telekom-Kunde, sondern bei einem kleineren Provider, der laut eigener Angabe die IP-Adressen nur 3 Tage lang speichert.

  71. Finkemann sagt:

    Für mich ist es absolut unverständlich, dass nicht mit allen Mitteln versucht wird weitere Abmahnwellen umgehend zu unterbinden. Offensichtlicht haben hier Staatsanwälte gravierende Fehler begangen und dabei selbst eine Straftat begangen, die Provider dazu verpflichtet die Daten ihrer Kunden herauszugeben. Bei den bisherigen Erkenntnissen wäre dieser Schritt nur eine logische Folge.
    Kann es sein, dass dies von den verteidigenden REchtanwälten gar nicht gewünscht ist, da sie so viel mehr an der Sache verdienen?

  72. Jupps Hund sagt:

    Meine Herren,

    schauen Sie doch einmal in die Konfiguration Ihres Flashplayers unter „Peer Assistant Networking“ auf dem Reiter „abspielen“.

    Der Player läd hoch, und damit IST es ein Peer2Peer-Network, eine Tauschbörse. Und genau so wie man Gnutella umfrisieren kann, geht das auch mit Flash.

    Dumm gelaufen, für den, der das für die entsprechende Seite angeschaltet hat. Natürlich kann Schadsoftwar das bewerkstelligen, nur kann das niemand mehr nachweisen.

    Übrigens, Sophos (eine Industrielösung) blockiert unheimlich viele Webseiten wegen Schadsoftware, und die laufen immer schön im Hintergrund.

  73. josy sagt:

    RA Mann gehört der Hanseatische Rechtsanwaltskammer Hamburg an, Datum der Zulassung 01.09.1999. Man sollte diesem Mann seine Zulassung entziehen.
    Wie ich lesen habe, wurden die Verfügung zu Unrecht herausgegeben. Für mich war es vorspiegeln falscher Tatsachen. Kann man hier nicht auf Schadenersatz klagen? Ich hatte jetzt viele Tage Aufregung, Streit mit meinem Mann, Anwaltskosten…. Für den Mist von U + C will ich zumindest die Aufwendungen wieder haben. Es kann ja nicht angehen, dass die sich alles erlauben können und wir Abgemahnte sind die Dummen.

  74. Ted sagt:

    Guten Tag, sehr geehrter Herr Solmecke,

    vielen Dank, dass Sie hier auf Ihrer Seite diese Informationen zur Sache zusammen getragen haben und öffentlich zur Verfügung stellen.

    In welchem Zeitraum sind die Abmahnungen eingegangen, und werden weiterhin noch welche verschickt?

    Mit freundlichen Grüßen
    Ted B.

  75. Claudia sagt:

    Hallo zusammen,

    habe heute 2 Emails von der Kanzlei U+C bekommen mit der Abmahnung. Komisch finde ich schon das die Streamings in der Zukunft liegen, ich soll in Mail 1, morgen um 22:12 und in Mail 2, am 12.12.2013 um 21:56 die Seiten besucht haben ( die sind mir noch net mal bekannt).

    lg

  76. Conrad [Mobile] sagt:

    Mich würde auch der genaue Zeitraum der Erfassung interessieren. Ist da schon Näheres bekannt?

  77. U. Linke sagt:

    Hallo –

    Frage:
    Sie hatten die von Ihnen empfohlene Vorgehensweise wie folgt zusammengefasst –
    1. Nicht zahlen
    2. Keine UVE
    3. Rechtslage an U+C mitteilen
    4. Spätestens wenn ein gelber Briefumschlag im Briefkasten liegt (Mahnbescheid), einen Anwalt einschalten

    Was bitte ist denn genau unter Punkt 3 zu verstehen? Gibt es dafür einen Vordruck?

    Ausserdem: Bei mir werden für die besagte Stremaing Geschichte mitnichten 250,- gefordert, sondern in gleich zwei Schreiben zusammen über 6000,- Euro!

  78. Udo sagt:

    Ich habe heute per E-mail zwei Abmahnungen erhalten. Bei der ersten war als absendende E-mail-Addresse Rechtsanwaltsgemeinschaft Regensburg kulling.klaus angegeben,
    bei der 2. eine kuriose Adresse:
    Rechtsanwälte <aspillendreher@yahoo.de. Ist das eine seriöse Kanzleiadresse ?

    Ebenfalls interessant ist, dass mir ein Vergehen mit folgendem Datum vorgeworfen wird:
    Folgende Daten konnte die seitens unserer Mandantschaft beauftragte Ermittlungsfirma feststellen und beweissicher dokumentieren:

    Datum/Uhrzeit: 27.12.2013 21:50:20
    IP-Adresse: 91.127.132.108 Udo Ziegler
    Produktname: Miriams Adventures
    Benutzerkennung: 0321824296
    Anbieter: Redtube

    Ich werde also für "Vergehen abgemahnt, die noch gar nicht stattgefunden haben können.

    Ich beabsichtige nicht darauf zu reagieren, oder wie seht ihr das ?
    Andererseits werde ich / ihr möglicherweise mit E-mails dieser Art weiterhin belästigt.

    Trotz Virenscannner und Malware-Suchprogramm, konnte ich nichts feststellen.

  79. Paul sagt:

    Hallo,
    und in die Zukunft schaun können die auch noch:
    habe gerade mit dieser Abmahnung eine Email bekommen, in der steht:

    „Folgende Daten konnte die seitens unserer Mandantschaft beauftragte Ermittlungsfirma feststellen und beweissicher rechtlich dokumentieren:

    Datum/Uhrzeit: 22.12.2013 23:04:23
    IP-Adresse: 83.212.128.23 „falscher Name“
    Produktname: Dream Trip
    Benutzerkennung: 550842956546
    Stream Seite: Redtube“

    wow – ich werde also …..denn bis jetzt bin ich mir keiner Schuld bewusst.

    Naja denke mal das es sich hier um einen Trittbrettfahrer handelt.

  80. josy sagt:

    hallo miteinander,

    ich hätte da ein paar Fragen und hoffen natürlich, dass ich auch ein Antwort bekomme:

    1. Wie lange hat U + C noch Zeit, weitere Filme abzumahnen?
    Ich denke mal, die Richter werden sich die Anträge in Zukunft 2 mal durchlesen, bevor sie einen Entschluss fassen.
    2. Da der Beschluss ja offensichtlich zu Unrecht erlassen wurde, ist es möglich, dass WIR Betroffene eine Sammelklage einreichen und zumindest die Auslagen die wir hatten zurückbekommen?
    3. Ist es möglich U + C anzuzeigen?
    4. Welche Möglichkeiten haben wir noch?

  81. Constantin sagt:

    Hallo.
    Bei mir kamen heute zwei entsprechende Emails an.
    Seltsamerweise ist die ermittelte Tatzeit einmal gestern Abend (da war mein Rechner gar nicht an) und die andere liegt erst 2 Wochen in der Zukunft 19.12. und zwar um 23:66 Uhr (die ja auch nur schwerlich möglich ist)…

    Kann mir jemand sagen, was ich da jetzt tun sollte?

  82. Thomas sagt:

    Interessanterweise rollt gerade eine Spam-Welle durch das Netz, die genau auf diesem Thema aufsetzt (Siehe unten).
    Nur das
    a) die Zahlen verändert wurden
    b) der Absender „Rechtsanwaltschaft“ mit einer seltsamen Maildresse (@aol.com)
    c) eine Zip-Datei anhängt, in der mehrfach verschachtelte ZIP-Dateien sind, wo dann final eine unter Windows ausführbare Datei (.com) steckt.

    Trittbrettfahrer in Reistform, oder?

    —schnippschnapp – Mailtext —
    Sehr geehrte(r) ><,

    Gegenstand unserer Beauftragung ist eine von Ihrem Internetanschluss aus begangene Urheberrechtsverletzung an dem Werk Amandas secrets. Unserer Mandantin The Archive AG steht das ausschließliche Recht zu, dieses Werk zu vervielfältigen (§§ 16, 94 f. UrhG). Dieses Recht wurde durch das Streamen des betreffenden Werkes über Ihren Internetanschluss verletzt.

    Folgende Daten konnte die seitens unserer Mandantschaft beauftragte Ermittlungsfirma feststellen und beweissicher speichern:

    Datum/Uhrzeit:
    IP-Adresse:
    Produktname: Amandas secrets
    Benutzerkennung: 3473293269
    Stream Seite: Redtube

    Unserer Mandant hat daher vor dem Landgericht Köln Ihren Internet-Service-Provider gemäß § 101 Abs. 9 UrhG auf Auskunft in Anspruch genommen. Das Landgericht hat für diesen Vorfall sowohl die Rechtsinhaberschaft als auch die ordnungsgemäße Erfassung der Rechtsverletzung und Funktionsweise der Ermittlungssoftware bejaht. In dem Beschluss mit dem Aktenzeichen 233 0 173/13 wurde Ihrem Internetserviceprovider die Herausgabe Ihrer Daten gestattet.

    Namens und in Vollmacht unserer Mandantin fordern wir Sie hiermit auf, die gegebenenfalls noch vorhandene illegale Kopie sofort von Ihrem Computer zu entfernen. Weiter fordern wir Sie auf zur Ausräumung der Wiederholungsgefahr eine Unterlassungserklärung gegenüber unserer Mandantin abzugeben, für deren Eingang in unserer Kanzlei eine Frist bis spätestens 14.12.2013 notiert wurde. Die Unterlassungserklärung muss hier im Original mit Unterschrift vorliegen. Eine Kopie oder eine Übermittlung per Telefax ist nicht ausreichend. Die Unterlassungserklärung muss ausreichend strafbewehrt, unbedingt und unwiderruflich sein. Ein entsprechender Formulierungsvorschlag mit einer Vertragsstrafenregelung nach dem gängigen Hamburger Brauch ist in der Anlage beigefügt. Sofern Sie beabsichtigten, diesen abzuändern (§ 97 a Abs. 2 Nr. 4 UrhG), weisen wir darauf hin, dass nur eine Unterlassungserklärung mit einer ausreichenden Vertragsstrafe die Wiederholungsgefahr beseitigt. Im Falle von Änderungen der Unterlassungserklärung tragen Sie das Risiko, dass diese von uns nicht akzeptiert wird.

    Gemäß § 97a Abs. 3 UrhG besteht weiterhin ein Kostenerstattungsanspruch gegen Sie. Sie haben unserer Mandantin den durch die unerlaubte Verwertung entstandenen Schaden zu ersetzen, den wir hier mit 69,89 Euro beziffern. Weiterhin haben Sie die Kosten der Ermittlungsfirma zur Feststellung der Rechtsverletzung, die Gerichtskosten des Verfahrens vor dem Landgericht Köln und die anteiligen Aufwendungen, die Ihrem Provider gemäß § 101 Abs. 2 UrhG zu erstatten waren zu ersetzen. Hierfür sind 80,00 Euro anzusetzen. Die erstattungspflichtigen Kosten unserer Beauftragung bemessen sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und werden wie folgt beziffert:

    Gegenstandswert: 1679,00 Euro
    Geschäftsgebühr §§ 13, 14, Nr. 2030 VV RVG: 193,60 Euro
    Pauschale für Post und Telekommunikation: 25,62 Euro
    Schadensersatz: 69,89 Euro
    Aufwendung für Ermittlung der Rechtsverletzung pauschal: 80,00 Euro

    Die gespeicherten Daten sowie die Kontodaten und unsere Kontaktdaten finden Sie in der beigefügten Datei.

    Mit freundlichen Grüßen

    Rechtsanwälte Urmann und Collegen

    • Martin sagt:

      mal beigefügte datei mit dem editor öffnen und schauen was drin steht. am besten in einer virtualisierten umgebenung VBOX.

      Sollte hier jemand so dämlich sein und wirklich kontoinformationen angegeben haben sollte sich das Thema adhoc klären lassen 😉

  83. Stefan Dangel sagt:

    Zur Pest kommt auch noch die Cholera: Es kursieren Abmahnungs-E-Mails mit Malware im Anhang – angeblicher Absender: Urmann und Collegen. Sind es Trittbrettfahrer, die den Peinlichkeitsfaktor nutzen? Sie verschicken hochnotpeinliche Schreiben mit viel Text in Juristendeutsch und Schadensersatzforderungen sowie Aufforderungen zu Unterlassungserklärungen. Eine Formulierungshilfe befindet sich angeblich im gezippten Anhang – tatsächlich ist es offenbar Malware, die vermutlich den Computer schädigen oder Daten ausspähen kann.
    Allerdings – und zum Glück – sind die Mails bei genauem Hinsehen als Fakes zu erkennen: Die E-Mail-Absender haben nicht die Urmann-Domain „urmann.com“, sondern lauten beispielsweise „Anwalt Urmann “ oder „Regensburger Rechtsanwaltsgesellschaft Urmann + Collegen „.
    Angegeben wird auch eine IP-Adresse des Empfängers und das Datum des Verstoßes, das in einem Fall sogar in der Zukunft lag und nicht mit dem Datum in der Betreffzeile „Abmahnung Urheberrechtsverletzung (Name) (Datum)“ oder im Dateinamen des Anhangs übereinstimmt. Zudem wird meist eine unsinnige Uhrzeit angegeben, z. B. „24:46:61“.
    Ich war zuerst verstört, aber das kam mir alles spanisch vor und ich habe an die Abmahnhilfe von anwalt24.de gemailt. Ich bin dankbar für die schnelle Antwort und den einzig richtigen und insofern relativ beruhigenden Hinweis, das seien Fakes mit Schadsoftware im Anhang, man solle solche Mails einfach löschen. Bloß nicht den Anhang öffnen! Beunruhigend nur die Tatsache, dass diese Leute meine E-Mail-Adresse haben.
    Also: Genau hinschauen. Müsste eine echte Abmahnung nicht ohnehin per Post auf Papier zugestellt werden?

    • Thomas sagt:

      In dem ZIP-Anhang stecken weitere verschachtelte ZIP-Dateien, in denen dann ein ausführbares Programm verborgen ist. Bisher erkennen das nur wenige Virenscanner als Spyware.

      Fatal ist aber, dass durch diese Spam-Welle das eigentliche Problem ins Hintertreffen gerät weil viele nicht zwischen E-Mail-Spam und Abmahnung per Post unterscheiden können/wollen.

  84. Ted sagt:

    @all: Werden auch weiterhin Abmahnungen per Post verschickt, oder ist die Abmahnungswelle (vorerst) vorüber? Danke!

  85. Helmut sagt:

    Hallo
    Habe heute eine E Mail bekommen Abmahnung Ihrer Urheberrechtsverletzung 10.12.2013
    Datum/Uhrzeit: 17.12.2013 23:36:41
    IP-Adresse: 65.24.11.200
    Produktname: Glamour Show Girls
    Benutzerkennung: 3617754050
    Stream Seite: Redtube

    Ich habe den Anhang natürlich nicht geöffnet.
    Ist das nun eine Betrügerische Mail oder nicht?
    Und was soll ich nun machen ich kenne die Seite nicht und den Film auch nicht.
    Danke
    Gruß Helmut

  86. Ben sagt:

    Hallo zusammen,

    auch ich habe heute solch ein Schreiben gleich 2x bekommen, allerdings per email.

    Die Darin genannten Verstöße sollen geschen sein (bzw sollen geschehen) am
    1) 25.12.2013 um 23:22:06 Uhr
    2) 21.12.2013 um 24:01:50 Uhr

    Wie soll denn ein Verstoß in der Zukunft begangen worden sein?

    Die Frist zur Unterzeichnete Unterlassung soll bis zum 16.12.2013 bzw 14.12.2013 bei U+C eingehen.
    Was mir jedoch sehr suspket vorkommt sind die email-Adressen der Absender, welche einmal von cox.net und einmal von yahoo.de kommen.

    Ist diese Abmahnung denn sonst auch jemand per Mail zugekommen oder per Post?
    Mir kommt es so vor als ob sich das ganze nun per SPAM weiter verbreitet.

    Danke im Voraus.

  87. U. Linke sagt:

    Ja, der vorangehenden Frage von Herrn Dangel schliesse ich mich an – müssen Abmahnungen nicht per normaler Post kommen?

    Habe zwei Emails mit Zip Anhang erhalten (wie beschrieben). Absenderadresse von einer ist allerdings ein Bernd Artmann bei gmx. Unter dem Namen findet sich auch ein Leipziger Anwalt …

  88. Clemens Fischer sagt:

    Ich möchte nur bekannt geben, dass ich heute ebenfalls ein derartiges Schreiben erhalten habe.
    Im Anhang befindet sich statt den angeblichen Kontaktdaten im Zip-File eine Ausführbare Datei, die einen Virus enthält!
    Weiters wurde bei mir der Tatzeitpunkt mit 28.12.2013 angegeben – also 18 Tage in der Zukunft!!!

    Ich prüfe nun gemeinsam mit meinem Anwalt rechtliche Schritte gegen diese Betrüger und gegen die Herausgabe meiner Nutzerdaten.

  89. J. sagt:

    Folgende Sachverhalte entlarven jene Abmahnmails, die derzeit verschickt werden, als die Tat von Trittbrettfahrern.

    Die angebliche Abmahnmail besitzt einen Anhang in der sich ein Virus oder Trojaner versteckt.
    In der Mail wird oftmals eine angebliche Tat abgemahnt (stream auf Redtube), die in der Zukunft liegt, oder am selben Tag begangen wurde (vergl. Mail Eingangsdatum + Tatdatum).
    Die Absender bedienen sich verschiedener Absenderadressen, die nicht seriös klingen z.B. carpediem608@msn.com
    Die in der Mail angegebene, angeblich ermittelte IP Adresse liegt irgendwo im Ausland.
    Am Ende der Mail wird man dazu aufgefordert den Anhang zu öffnen, wodurch sich dann der Virus oder Trojaner installiert.
    Oftmals besitzen die in der Mail angesprochenen Personen gar keinen Internetanschluss, der über ihren Namen läuft, sondern ihr Partner ist der Vertragsinhaber beim Netzanbieter. Trotzdem wird die Person vor dem Bildschirm persönlich abgemahnt, was unmöglich wäre, stamme die IP Adresse wirklich vom Internetanbieter. Dieser besitzt nur den Namen seines Vertragspartners. Wer vor dem Rechner sitzt, dürfte diesem kaum bekannt sein.

    mfg

  90. M. Hermann sagt:

    Habe heute auch so eine E-Mail bekommen. Die Mail ist mit der Mail vom Thomas identisch jedoch die Absenderadresse ist wie folgt(Rechtsanwaltschaft [dea.._wor..@yahoo.de])Die Punkte habe ich gesetzt, da ich nicht weiß ob die Adresse Komplett so veröffentlicht werden darf. Die Urheberrechtsverletzung ist der 10.12.2013 und Tatzeitpunkt der 15.12.2013. also in der Zukunft. Der Anhang besteht aus einer ZIP Datei die ich aber nicht geöffnet habe, scheinen wohl einge dunkle Gestalten auf den Zug aufgesprungen zu sein.

  91. Chris sagt:

    Ich habe heute auch besagte Mail bekommen, mir wird vorgeworfen am 14.12.2013 um 22.20 Uhr besagte Straftat begangen zuhaben.???

    Die Herren U+C sind besser als ich dachte, die können sogar in die Zukunft gucken.

    Muss ich denn Überhaupt in irgendeiner Weise reagieren?

  92. F sagt:

    Interessant zu wissen wäre doch, ob die das jetzt auch bei Nutzern anderer Providern versuchen. Würden die Richter wieder so entscheiden? Sind die jetzigen Abmahnungen ungültig bzw. kann man davon ausgehen, dass sie ungültig werden?
    Sind die 5 Titel um die es hier geht tatsächliche Filme oder sind die frei erfunden und es geht in wirklichkeit um noch viel mehr verschiedene clips?

  93. he96848 sagt:

    Wer sich Clips auf redtube.com ansieht, handelt im guten Glauben, niemand kommt auf die Idee, er macht etwas Verbotenes:

    – auf der redtube-Startseite steht: „We are constantly improving our site and want to provide you with the best free porno experience you can think of … „,
    welcher User rechnet damit, dass für Gratis-Porno („free porno“) etwas zu bezahlen ist?

    – in den Terms of Service (= AGB) steht : „RedTube provides the Service for the personal, non-commercial use of viewers, visitors, subscribers or potential subscribers of the Service. You are granted a personal, non-exclusive, nontransferable license to view, on a single computer only, the content of the Service … „,
    wie ist das, jemand wird die Berechtigung zum Anschauen eingeräumt („grant … license to view“) und Streams Anschauen soll illegal sein?

  94. Goran Dolibasic sagt:

    Hallo Herr Dedden und alle Anderen. Was mich sehr Interessiert ist das sowohl bei anderen Anti U+C Anwälten als auch hier und in den Medien gar nichts gesagt wird was mit den vielleicht Anderen RAs ist ob die auch in den letzten Monaten IP-Daten gesammelt haben und in den nächsten Wochen und Monaten Abmahnungen schicken!! Man muß ja nur mal Hochrechnen: U+C 5 Filme; auf Red Tube und alle anderen Pornoportalen werden mehrere Hunderttausende Filme und Filmszenen als Stream angeboten!!!

  95. hasi sagt:

    Ich gehöre auch zu denen, die eine solche E-mal bekommen haben. In dieser stand, dass ich am 3.12.2013 um 23:10 uhr mir einer der o g Seiten angeschaut haben soll, was gar nicht stimmt!! Das weiß ich 100 %ig !! auch in meinem browser verlauf steht um diese Zeit kein Eintrag!!!
    Meine Frage ist wie soll ich mich jetzg verhalten??? Will natürlich das geld nicht bezahlen!!!
    Übrigens mein Internetanbieter ist nicht die Telekom!

    • Ted sagt:

      Abmahnungen werden Sie in aller Regel auf dem Postwege erreichen, nicht als Email. Das ist Spam. Betrüger wollen auf den fahrenden Zug aufspringen und Sie, salopp gesagt, abzocken. Email komplett löschen, ohne vorher den Anhang geöffnet zu haben.

  96. Schroeder [Mobile] sagt:

    So eine Frage die sie mir sagen können Herr Solmecke warum werden die armen Leute abgemahnt wenn da free Videos steht irgend wie werden die ja voll tut mir leid meine aus durcksweiße verascht oder was sagen die dazu. Danke im Voraus

  97. Hans sagt:

    Es stellt sich für mich noch eine weitere Frage. Wenn die Herausgabe Der Personen bezogenen Daten (Name Anschrift usw.) unter Vorspieglung falscher Informationen von einem Berliner Anwalt erschlichen wurde, wie kann es dann sein, dass die dDaten dann von einer Regenburger Kanzlei genutzt werden und nicht durch den Berliner Anwalt. Ich als Laie sehe darin einen einen schwiegenden Verstoss gegen den Datenschutz, da eine Weitergabe nicht hätte stattfinden dürfen. Oder sehe ich da etwas falsch? Es kann ja nicht sein man beschafft sich solche Daten und verbreitet sie dann wie es einem gefällt. Vielleicht hat die Kanzlei die Anträge nicht selber gestellt, weil sie wußte das die Kölner Richter ihnen nicht so einfach statt gegeben hätte.

  98. N. sagt:

    Hallo,

    um welche Filme und Zeiträume geht es denn in den 67 Beschlüssen? Immer um die gleichen Filme, die bereits bekannt sind, oder noch weitere? Gibt es schon Beschlüsse für andere Provider? Wenn nicht, dann dürften doch eigentlich, selbst wenn neue Beschlüsse für andere Provider erlassen würden – was ich mir bei derzeitiger Sachlage nicht vorstellen kann… – für die Vergangenheit das gar nix mehr bringen, da die Provider die Daten doch nur max. 7 Tage speichern dürfen, oder sehe ich das falsch?

  99. Ich sagt:

    http://www.focus.de/digital/internet/streaming-skandal-porno-plattform-redtube-klaeger-droht-abmahnwelle-war-erst-der-anfang_id_3475649.html

    Ich frage mich, welchen Zeitraum dies betrifft, wenn Herr Urmann von „in den nächsten Jahren werden noch tausende Abmahnungen folgen“ spricht. Ab Juli 2013, oder kann er auch für die kompletten letzten drei Jahre (Verjährungsfrist) Abmahnungen verschicken…und niemand weiß, wann was kommt?

    Dazu kommt, dass Streaming noch im Sommer 2013 von der Verbraucherzentrale Hessen als „legal“ bezeichnet wurde. Muss nicht zunächst die Regelung her, wonach dies nicht mehr legal ist, bevor man abmahnen kann? Worauf können sich Internetnutzer denn noch verlassen? Herr Urmann spricht im Focus-Text davon, dass die Datei komplett heruntergeladen wird, daher gegen Urheberrecht verstoßen wird. Stimmt das tatsächlich?

    • NAS sagt:

      Sommer 2013 von der Verbraucherzentrale Hessen als “legal” bezeichnet wurde. Muss nicht zunächst die Regelung her, wonach dies nicht mehr legal ist, bevor man abmahnen kann?

      nein weil es ist legal sehe http://winfuture.de/news,79386.html

      so lange du nicht auf seiten gehst die neuste kinofilme usw kostenlos anbieten ex kino.to seiten
      bist du sicher ( auf maxdome legal da bist auch immer sicher )

  100. Hugo sagt:

    Congstar ist ein Tochterunternehmen der Telekom AG. Fragt man die IP eines Congstar DSL-Anschlusses ab, so ist der Hinweis immer zur Telekom AG gegeben, nie zu Congstar. Für mich auch logisch, da Congstar grundsätzlich die Infrastruktur der Telekom nutzt.

    Erfassen die Beschlüsse des LG Kölns an die Telekom AG auch diejenigen der Congstar GmbH? Oder muss für Congstar ein eigener Beschluss erwirkt werden?

  101. Goran Dolibasic sagt:

    Wieso buchen die Rechteinhaber der 5 videos WERBUNG auf Red Tube wenn da illegale Filme drauf sind. Oder konnte mann irgendwo auf Red Tube ihre filme „kaufen“. Und wie soll ein Nutzer unterscheiden ob ein Film oder Szene legal durch Werbung finanziert ist oder illegal hochgeladen wurde??

  102. max_powers sagt:

    Hallo,

    Wie ist es denn eigentlich möglich die IP Adressen von z.B. Telekom Kunden, wie im Fall der Redtube Abmahnung, die vom 30.07.2013 stammt, noch zurück zu verfolgen??

    Ich dachte es ist max. 7 Tage möglich/erlaubt diese IP Daten zu speichern??? Dann sollten doch ab dem 8. Tag die Daten bei der Telekom gelöscht sein.
    Die Telekom gibt an max. 7 Tage die IP zu speichern.

    Wann wurde beim Landgericht Köln die Herausgabe der IP Nummer gestellt ( müsste ja dann innerhalb dieser 7 Tage gewesen sein)

    Ein Support-Mitarbeiter der Telekom teilte mir (nach Rücksprache) telefonisch mit, dass Daten über die Internetverbindungen 80 Tage !!!gespeichert werden.

  103. Helmut sagt:

    Gerade lese ich, dass angeblich keine Macintosh Rechner von Viren befallen gewesen wäre. Das ist nicht korrekt. Mein Mac OS hatte sich einen Virus gefangen, nachdem ich im Sommer einen als Rechnung getarnten Anhang geöffnet hatte. Am 11. 12 hatte ich das bereits gepostet. Leider habe ich das ganze nicht dokumentiert. Meinen Rechner musste ich komplett schredden und das OS völlig neu aufsetzen, damit war ich etwa 2 Tage beschäftigt.
    Grüße

  104. Eru sagt:

    Anbei ein wirklich sehr interessanter Beitrag:

    http://blog.kowabit.de/porno-sein/

    Wenn das so ist, ist die ganze mansche sehr dubios.

  105. dilli sagt:

    der abgemahnte wird auf diverse weise geschädigt und muss mit dieversen aufwendungen rechnen abgeshen von nerven und arbeit. ich wäre auch dafür schadnersatz von mind. 1000 – 5000 euro zu verlangen von den aussendenden kanzleien für die arbeit, umtriebe und kosten die das den agbemahnten verursacht.

  106. Sven Thomas sagt:

    Hallo liebe Opfer von U+C Rechtsanwaltsges. mbH

    Nach genauen Recherchen von mir und Dokumentieren zu dieser Abmahnung, bin ich auf etwas sehr interessantes gestoßen !

    Also ich bin noch nicht mal betroffener dieser Abmahnung sondern, ( jetzt kommts ! ) mein seit 1998 verstorbener Großvater ! Die Adressen stimmen also nur in der Anschrift überein, jedoch nicht in den Namen der Abgemahnten. Beweisen kann ich es mittels offizieller Rechnung der Telekom in der nur ich als Anschlußinhaber und Rechnungsempfänger aufgeführt werde ! Demnach soll also hier ein verstorbener zur Kasse gebeten werden.

    Es wäre schön wenn mir jemand die Gesetzesseite oder besser Paragraph über das ausnutzen von toten für Geldansprüche ( natürlich nicht Rechtmäßige Ansprüche ) nennen oder hier verlinken könnte !

    Auch werde ich mittels der Strafanzeige auf meiner zugehörigen Polizeidienststelle, Strafanzeige erstatten !

    Hier der Link – Download für alle die ihn noch nicht haben : http://www.abmahnhelfer.de/wp-content/uploads/2013/12/Strafanzeige.docx

    Auch werden Beträge auf meiner Rechnung angeführt, die ich zitiere : Zudiesen Beträgen liegen der Telekom Deutschland keine Informationen vor. Richten Sie Anfragen und Beschwerden bitte ausschließlich an : Teelefon 0800/0103919
    Telefax : 01805/110017

    Das hier steht auch noch auf meiner Rechnung.
    First Communication GmbH
    Lyoner Straße 15, 60528 Frankfurt a.M.
    E-Mail: Kontakt@first-Comunnication.de

    Rufnummer XXXXXXXXXX 17.11.13 – 17.11.13 1,67 Euro

    Erotikline
    Artikel-/Leistungsnummer : 07680 1,67 Euro

    Summe First Communication GmbH 1,67 Euro

    Summe Beträge anderer Anbieter 1,67 Euro

    Zitat Ende !

    Weitere Recherche :

    Die First Communication GmbH war vor der The Archive AG Rechteinhaber und nicht umgekehrt !

    Hier ist also auf der Rechnung ein Datum von denen drauf und zwar der 17.11.2013.

    The Archive AG nennt in seinen schreiben zeiträume von Juli bis August 2013

    Also liegt hier ein Widerspruch vor ! da ja The Archive AG die Rechte hält und nicht die First Communication GmbH !

    Soviel mal zu meiner Recherche und Beweisführung.

    Hoffe das alle Betroffenen und nicht Betroffenen sich das hier mal gut durchlesen und auch genauer auf ihre Telekom Abrechnungen sehen.

    Gerne durft ihr das hier Kopieren, Speichern und Vervielfältigen wie ihr wollt ! Die Uhrheberrechte geb ich euch hiermit gerne ! ( kleiner scherz am Rande ;-D )

    Danke euch !

    Gruss euer Sven Thomas

    Kopf hoch !

  107. Thomas sagt:

    Guten morgen, wer sagt denn eigentlich, dass der Cache in dem die „runtergeladene Kopie“ (wenn man diese Behauptung mal hinnehmen möchte) auf der Festplatte liegen muss? Die Einstellungen browser.cache.disk.enable = False
    und browser.cache.memory.enable = True bwirken, dass Firefox den Cache nur im RAM hält.

    • Himbeere sagt:

      Eben, mein Festplattencache ist auch immer auf 0 gesetzt. Ich halte die Klaerung dieser Frage schon fuer wichtig denn damit entbehrt der Vorwurf des Progressiven Donwnloads voellig seiner Grundlage.

  108. josy sagt:

    Hallo Herr Solmecke,

    durch einen User der hier einen Beitrag gepostet hat, bin ich auf folgende Seite aufmerksam geworden:

    http://blog.kowabit.de/porno-sein/

    könnten Sie hierzu mal eine Einschätzung geben?

    Wenn dies so richtig ist wie dort dargelegt, dann handelt es sich bei Unseren Fällen ja offensichtlich um einen in großem Maße geplante Kriminelle Handlung. Dann sind ja The Archive AG und itGuards ein und dieselbe Firma. Und daraus lässt dann auch der Schluss zu, dass besagte Firma evtl. auch reddube in Panama gehört.

  109. […] eine Urheberrechtsverletzung begangen werden kann”, erklärt Christian Solmecke von der Kölner Kanzlei Wilde Beuger Solmecke. “Da die Filme nicht offensichtlich rechtswidrig auf Redtube verbreitet worden sind, gehe ich […]

  110. Pfeffer C. sagt:

    Hallo, mich würde mal interressieren ob neben Red Tube noch andere Portale überwacht wurden oder diese Überwachung erst demnächst erfolgen. Was sagr das Köllner Landgericht zur Überwachung weitere Portale oder sind die schon genehmigt und wie kommen so genannte %Trittbrettfahrer an die Mail-Adressen von Nutzern Pornostreams.

    • Laut Welt am Sonntag wurden auch noch andere Portale überwacht und Redtube war nur ein Testballon. Wenn man sich aber die aktuellen Heise Meldungen durchließt, könnte das auch eine riesige Betrugsmasche durcht The Archive AG gewesen sein.

      • NAS sagt:

        In den Abmahnungen erläutern die Rechtsanwälte, „die beim Streamen des Werkes technisch notwendige Zwischenspeicherung stelle ein Vervielfältigen nach § 16 UrhG dar.“ Dieses Recht stünde ausschließlich dem Urheber bzw. dem Rechteinhaber zu

        könnte sie bitte mal ausführen darlegen was das gesetzt eigentlich noch da zu sagt, das eigentlich alle geräte, software die das nutzen verboten währen

        und deswegen § 44a UrhG gibt um die einbandfreie Nutzung sicher zustellen

        das alle die nicht so viel von dem gesetzten verstehen wissen um das es den abzockern geht
        das die nichts anders meinen das alles ilegal währe
        um den leuten angst zu machen

  111. Himbeere sagt:

    Wie verhaelt es sich eigentlich mit dem Progressiven Donwload Vorwurf bei Internet-Nuztern, die Ihren Festplatten Cache aus Prinzip auf 0 setzen ? Damit koennen keine Daten auf der Festplatte abgelegt werden sondern alles laeuft ueber die RAM Bausteine, was bei den heutigen Arbeitsspeichergroessen ja auch ueberhaupt kein Problem mehr ist. Zumindest ist damit der Vorwurf des Downloaden voellig unbegruendet. Frage ist nur wie man das dann bewiesen will.

  112. josy sagt:

    Hallo Herr Solmecke,

    auch ich werde in den Fällen hier von Ihnen betreut.

    Mich würde interessieren, wie hier weiter vorgegangen wird?
    Im Hinblick darauf, dass hier offensichtlich ein Betrug vorliegt, wäre denn da nicht ein Ermittlungsverfahren von nöten?

    Wie wird dies zu beweisen sein und müssen wir hier auch irgendetwas tun?
    Nach all dem was bis jetzt schon ans Tageslicht gekommen ist, auch mit U + C, habe ich nicht wirklich noch Vertrauen in unser Rechtssystem…..

  113. Pfeffer C. sagt:

    Hallo, im focus online wurde berichtet das auch andere Plattformen bereits durchforstet und in den nächsten Monaten abgemahnt werden. Aber dann müssen doch bereits richterliche genehmigungen vorliegen um die IP Adressen bei den providern abzufrafen. Oder ???

  114. Kevin Weise sagt:

    Ich bin zwar nicht direkt betroffen, aber bin natürlich aus technischer Sicht sehr interessiert. Für mich bleibt eine Frage ungeklärt:
    Sie haben IP-Adressen – schön.
    Sie haben die Namen – noch schöner.
    Aber was besagt denn eine IP-Adresse/Name?
    Nur weil ich auf einer Webseite war, heißt es noch lange nicht das das Video geladen wurde (selbst wenn das Video automatisch starten sollte, so blockt der Flashblocker im Browser bei mir erst mal alles). Das sollen sie Beweisen! Ein TCP-Mitschnitt ist erforderlich, und solange mit diesen niemand vorlegt ist keine Straftat begangen.
    Damit wären die IP-Adressen, auch wenn sie aus irgendwelchen Weiterleitungen oder sonstigen einbindbaren Modulen bei Redtube direkt wären komplett unbrauchbar.
    Diesen Mitschnitt würde man auch nur bekommen wenn man sich zwischen Redtube und dem jeweiligen PC hängt, und das wird wahrscheinlich nicht passiert sein.

    Also eine Abmahnung ohne TCP-Mitschnitt ist m.M.n. kompletter Schwachsinn und würde auch von mir direkt im Mülleimer landen.

  115. […] Abmahnungen an Nutzerinnen und Nutzer des Videostreamportals redtube.com. Nach Schätzungen sollen mehr als 10.000 davon betroffen sein. Trotz des im Oktober diesen Jahres in Kraft getretenen Gesetzes gegen unseriöse […]

  116. […] Stories”, “Amanda’s Secret” und “Dream Trip”. Laut der Kanzlei Wilde Beuger Solmecke begeht man mit dem Anschauen solcher Filme nicht automatisch eine […]

  117. Andrea sagt:

    Also in dieser Sache habe ich von n24.de gerade neue Informationen erhalten. The Archive-AG hat gar keine Recht an den Sexvideos auf RedTube:

    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Netzwelt/d/4051040/redtube-abmahner-hatten-moeglicherweise-keine-filmrechte.html

    dort heißt es in diesem Artikel dazu:

    ———————————————————————————————————————–

    Haben die Abmahner gar keine Filmrechte?

    Im Fall der Abmahnungen von Nutzern des Pornoportals Redtube gibt es überraschende neue Hinweise. Möglicherweise besitzt der Abmahn-Auftraggeber gar keine Rechte an den Sexfilmen.

    Nach den massenhaften Abmahnungen gegen Nutzer der Porno-Plattform Redtube gerät der Urheber der Abmahnwelle immer mehr ins Zwielicht. Nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ besitzt die Schweizer Firma The Archive AG, von der die Abmahnungen in Auftrag gegeben wurden, möglicherweise gar nicht die Verwertungsrechte an den betreffenden Sexfilmen. Die Zeitung beruft sich dabei auf ihr vorliegende Verträge.

    In den Anfang Dezember verschickten Abmahnungen warf die deutsche Anwaltskanzlei Urmann und Collegen (U+C) zehntausenden Internetnutzern vor, auf Redtube Pornofilme wie „Amanda’s Secret“ oder „Miriam’s Adventures“ angesehen und damit die Rechte von The Archive verletzt zu haben. Das Landgericht Köln hatte zuvor in einer umstrittenen Entscheidung die Herausgabe der Namen und Adressen der Nutzer bewilligt. Kurz vor Weihnachten erwirkten die Redtube-Betreiber eine einstweilige Verfügung vor dem Landgericht Hamburg, die es The Archive untersagt, weitere Abmahnungen in Auftrag zu geben.

    ———————————————————————————————————————

    Und im folgenden Abschnitt kommt der Hammer: die Rechte sind möglicherweise ungültig:

    ———————————————————————————————————————–
    Rechte auf verschlungenen Wegen erworben

    Aus den Vertragskopien gehe hervor, dass The Archive die Online-Verwertungsrechte an den vier in den Abmahnungen erwähnten Filmen über den Umweg einer Berliner Produktionsfirma vom spanischen Unternehmen Serrato Consultores übernommen habe, so die „Welt am Sonntag“. Doch die Spanier seien gar nicht die Urheber der Streifen – diese wurden von der amerikanischen Firma Combat Zone USA gedreht und von Serrato Consultores womöglich nur umbenannt.

    Combat Zone USA vermarktet diese Filme unter den Originaltiteln weiter selbst im Internet. Es sei deshalb unwahrscheinlich, dass die Amerikaner die Rechte an Serrato abgetreten hätten, schreibt die Zeitung. Bislang hätte der Abmahn-Auftraggeber The Archive auch nicht nachgewiesen, dass eine solche Übereinkunft bestehe. Sollte The Archive tatsächlich ungültige Rechte an den Filmen gekauft haben, wäre auch der Grund für die Abmahnungen hinfällig.
    ———————————————————————————————————————

    Tja, damit haben sich die Firma The-Archive-AG und auch die Kanzlei U+C strafbar gemacht, weil diese Firma The-Archive-AG

    a) gar nicht der Urheber der Sexfilmchen auf RedTube ist

    und

    b) gar nicht die Rechte an diesen Filmchen besitzt und diese gar nicht auf RedTube hätte anbieten dürfen. Und damit ist der Abmahnungsgrund hinfällig und damit haben Sie – Herr Solmecke – nun prima Karten vor dem LG köln um die ganzen gezahlten Abmahnbeträge zurückzufordern und dem Gericht klar zu machen, dass die hier auf Betrüger hereingefallen sind!! 😀

    Viel Glück vor Gericht, Herr Solmecke!! Ich drücke Ihnen und allen ihren betroffenen Mandanten alle Daumen, dass die ihr Geld zurückbekommen und dass das LG Köln hier eine Lektion fürs Leben lernt!!

  118. […] 7. / 8. Dezember: Der Kölner Rechtsanwalt Christian Solmecke schätzt, dass mehr als 10.000 Nutzer von der Abmahnwelle betroffen sein könnten. Erste Hinweise tauchen […]

  119. […] 7. / 8. Dezember: Der Kölner Rechtsanwalt Christian Solmecke schätzt, dass mehr als 10.000 Nutzer von der Abmahnwelle betroffen sein könnten. Erste Hinweise […]

  120. […] Vor gut einem Jahr sorgte der Rechtsanwalt Thomas Urmann für große Aufregung als er im Auftrag des Schweizer Unternehmens The Archive AG massenhafte Abmahnungen an Nutzer des Portals Redtube verschickte. Die Nutzer sollen angeblich pornografische Inhalte gestreamt und zugleich gegen das Urheberrecht verstoßen haben.  Mehr Informationen dazu gibt es hier.  […]

  121. […] U+C mahnt für The Archive AG das Anschauen von Redtube-Filmen ab – erste Streaming Abmahnungen in D… – Streaming Abmahnung. "Sie können mich mal, Sie Knallkopp!" Portal der Verbraucherzentralen in Deutschland : Inkasso-Terror: Die Masche mit den unberechtigten Mahnungen. Filesharing: Was tun bei Abmahnungen? […]

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