Medienrecht

Wegen Volks.TV-Verzögerung: tv.berlin stellt Insolvenzantrag

Der Berliner Lokalsender tv.berlin hat am letzten Freitag einen Insolvenzantrag gestellt. Größtenteils Schuld an der Insolvenz sei der mehrfach verschobene Start von Helmut Thomas Volks.TV.

Trotz einer guten Entwicklung im wettbewerbsintensiven Berliner Markt hätten die Einnahmen aus der lokalen Werbung die Kosten des Sendebetriebes nicht decken können, so die Meldung von tv.berlin.

Aus diesem Grund habe man einen Vertrag mit Volks.TV geschlossen, um so die Einnahmen zu verbessern. Dieser Vertrag sei Ende September ausgelaufen, das Projekt jedoch immer noch nicht realisiert worden. Diese Tatsache habe die „wirtschaftliche Perspektive zur Fortführung des Senders verschlechtert“, so die Meldung von tv.berlin.

Ein Großteil der Gesellschafter sei zwar bereit gewesen, mit einer weiteren Finanzierung alternative Strategien für den Fortbestand umzusetzen, jedoch habe man insgesamt keine Einigung erzielen können. Somit sei die Geschäftsführung gezwungen gewesen, die Insolvenz anzumelden, so die Meldung weiter. An dem Sender ist u. a. die Axel Springer AG beteiligt.

Der Sendebetrieb werde aufrecht erhalten, der Insolvenzverwalter prüfe nun die wirtschaftlichen Perspektiven des Senders und die Möglichkeit einer Fortführung heißt es nach Angaben von tv.berlin.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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