Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Elitepartner wehrt sich gegen Abzocke-Vorwürfe durch Verbraucherzentrale Hamburg

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat gegen die Betreiber der Singlebörse Elitepartner massive Vorwürfe erhoben. Doch diese wehrte sich und ging seinerseits gegen die Verbraucherschützer gerichtlich vor.

Elitepartner wehrt sich gegen Abzocker-Vorwürfe   ©-Thomas-Jansa-Fotolia

Elitepartner wehrt sich gegen Abzocker-Vorwürfe ©-Thomas-Jansa-Fotolia

 

Singlebörse: Angeblich Abzocke durch hohe Rechnungen trotz Widerrufs

Die Verbraucherschützer warfen dem Betreiber von Elitepartner vor, dass Kunden trotz eines fristgerecht eingelegten Widerrufs hohe Rechnungen erhalten hätten. Dabei sei es beispielsweise um einen Verbraucher gegangen, der zunächst eine Mitgliedschaft mit einer Dauer von 24 Monaten abgeschlossen habe. Nachdem dieser seinen Vertrag innerhalb von 14 Tagen ordnungsgemäß widerrufen habe, habe Elitepartner im angeblich mitgeteilt, dass er Wertersatz in Höhe von 2.900 Euro schulde. In der beigefügten Rechnung sei ohne Erläuterung ein Betrag in Höhe von 224,10 € in Rechnung gestellt worden. Unter Berufung auf diesen Fall hatte die Verbraucherzentrale vor dem Portal Elitepartner gewarnt und dabei unter anderem die folgende Behauptung aufgestellt: „Wer seine Mitgliedschaft beim Partnervermittler ElitePartner fristgerecht widerruft, staunt nicht schlecht, wenn er eine Rechnung über mehrere tausend Euro bekommt. Die Forderungen sind absurd …)” Hiergegen soll die Verbraucherzentrale Hamburg im August 2013 eine Klage eingereicht haben.

Elitepartner erwirkt einstweilige Verfügung

Aufgrund dieser Vorwürfe soll Elitepartner gegen die Verbraucherzentrale Hamburg laut Pressemitteilung vom 29.08.2013 „rechtliche Schritte eingeleitet“ und schließlich laut Heise eine einstweilige Verfügung erwirkt haben. Die Verbraucherschützer dürfen demzufolge insbesondere nicht mehr behaupteten, dass Verbraucher trotz Widerrufs eine Rechnung in Höhe von mehreren hundert 1.000 € erhalten hätten. Diese Entscheidung soll am 09.09.2013 erwirkt worden sein. Die Verbraucherzentrale Hamburg will hiergegen anscheinend ein Rechtsmittel einlegen, weil es für die geforderten Zahlungen nach einem Widerruf an einer rechtlichen Grundlage fehlen würde.

Laut einer Entscheidung des Landgerichtes Hamburg vom 30.04.2013 (Az. 312 O 412/12) soll die Singlebörse Elitepartner mehrere unwirksame Klauseln verwendet haben. Nach dem Inhalt einer Klausel soll die Kündigung des Vertrages auf elektronischem Wege ausgeschlossen worden sein. Das Landgericht Hamburg sah hierin eine unzulässige Benachteiligung der Kunden nach § 307 BGB. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtswidrig.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.