Wirtschaftsrecht

Strenesse bittet ihre Kreditgeber auf Rückzahlungen vorerst zu verzichten

Das deutsche Modeunternehmen Strenesse steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Der Unternehmenschef Luca Strehle hat zu einer Gläubigerversammlung am 20. Februar eingeladen. Dort will er seine Anleger davon überzeugen den Termin für die Rückzahlung des Kredits in Höhe von 12 Millionen Euro nach hinten zu verschieben. Er wünscht sich einen Aufschub bis zum 15. März 2015. Die Anleihe wurde mit 9% verzinst, doch das Geld fehlt.

In der Einladung steht als Begründung, dass das Unternehmen mit der Refinanzierung der Anleihe bisher nicht erfolgreich war.

Auf der Versammlung soll nun ein neues Restrukturierungskonzept vorgestellt werden. Sollten sich die Gläubiger mit dem Konzept und der Verschiebung des Ablösungsdatums nicht einverstanden erklären, droht die Insolvenz.

Die Gläubiger sollten sich vorher über die Vor- und Nachteile des Konzepts informieren, bevor sie ihre Zustimmung abgeben. Denkbar ist auch, dass diese einen Anspruch auf Schadensersatz haben. Es sollte geprüft werden, ob vorher hinreichend über die Risiken der Anleihe aufgeklärt wurde.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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