Wirtschaftsrecht

Red Bull verleiht in den USA keine Flügel mehr

Red Bull verleiht Flügel. Belebt Geist und Körper. Dieser Werbeslogan kommt dem österreichischen Unternehmen Red Bull teuer zu stehen.

  Red Bull verleiht in den USA keine Flügel mehr   ©2006-James-Steidl-James-Group-Studios-inc.-Fotolia.com-Fotolia_2097970_XS.jpg

Red Bull verleiht in den USA keine Flügel mehr ©2006-James-Steidl-James-Group-Studios-inc.-Fotolia.com-Fotolia_2097970_XS.jpg

In den USA hatte ein Mann 2013 Red Bull wegen Falschwerbung verklagt, weil er weder einen Flügel-Effekt noch eine Leistungssteigerung bei sich feststellte.

„Alle bei Red Bull unter Vertrag stehenden Athleten erzählen in Werbespots, sie wären dank Red Bull besser geworden. Diese Vorbilder einer Generation unterstützen diese Lüge damit“, heißt es in der Klageschrift am New Yorker Bundesgericht. Mehrere Kläger schlossen sich dem zu einer Sammelklage an. Ende Juli 2014 einigte man sich auf eine Vergleichszahlung in Höhe von 13 Millionen Dollar. Die gesamte Höhe der Auszahlung wird den Betrag von 13 Millionen Dollar nicht übertreffen. Sollten sich also 13 Millionen Personen melden, erhält jeder nur einen Dollar.

Der Vergleich hat nun zur Folge, dass jeder der zwischen Januar 2002 und dem 3.Oktober 2014 ein Getränk von Red Bull in den USA gekauft hat, bis März 2015 eine Entschädigung beantragen kann. Entweder 10 Dollar in bar oder Red Bull Produkte im Wert von rund 15 Dollar, so heißt es in einer Mitteilung der zuständigen Anwaltskanzlei.

Der Energydrink-Gigant weist jedes Fehlverhalten von sich, soll jedoch einem Bericht zufolge in den USA – anders als in Europa –  nicht mehr mit dem umstrittenen Slogan werben. Auch Gerichtskosten bis zu 4,75 Millionen Dollar will das Unternehmen dem Bericht zufolge übernehmen.

Bereits im vergangenen Jahr forderte eine Familie aus New York 85 Millionen Dollar vom Konzern, weil ein 33-jähriger Mann nach einem Baseballspiel ein Red Bull trank und dann an einem Herzstillstand starb.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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