Wirtschaftsrecht

LKA Mecklenburg-Vorpommern warnt vor neuer Betrugsmasche im Onlinebanking

Online-Banking-Kunden aufgepasst! Mal wieder versuchen Betrüger, an die sensiblen Daten zu gelangen. Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern warnt deshalb vor einer Version von Schadsoftware, die Onlinebanking-Seiten manipuliert.

Neue Betrugsmasche beim Onlinebanking © ferkelraggae-Fotolia

Neue Betrugsmasche beim Onlinebanking © ferkelraggae-Fotolia

Vermeintliche Rücküberweisung

Der aktuelle Trick geht so: Der Nutzer logt sich vermeintlich normal auf dem Onlinebanking-Account seiner Bank ein. Sofort wird eine Information eingeblendet, dass auf seinem Konto irrtümlich eine Gutschrift eingegangen sei. Erst mit einer erfolgten Rücküberweisung sei das Online-Banking wieder möglich. Drückt der User auf den Return-Button, wird freundlicherweise direkt ein komplett ausgefülltes Überweisungsformular eingeblendet. Mit Hilfe einer TAN muss sich der Betreffende also keine große Mühe machen, das Geld an die Betrüger zu überweisen.

Damit möglichst kein Verdacht geschöpft wird, wird durch die Schadsoftware die angebliche Gutschrift im persönlichen Banking-Bereich tatsächlich angezeigt. Generell sind Online-Konten mit vielerlei Sicherheitsmechanismen ausgestattet. Da aber hier die Kunden die Überweisung selbst tätigen, kann auch der Schutz nicht helfen.

Rückgängigmachung nicht realistisch

In einer ähnlichen Variante soll der Geschädigte eine Testüberweisung durchführen. Dies geschieht angeblich aus Sicherheitsgründen. Welche Folgen eine solche Überweisung hat, dürfte nun klar sein. Online-Kunden sollten demnach immer wachsam sein und genau darauf achten, welche Überweisungen sie tätigen. Im Gegensatz zu Einzugsermächtigungen, bei denen die entsprechenden Beträge innerhalb von sechs Wochen zurückgebucht werden können, sind Überweisungen nicht oder nur schwerlich rückgängig zu machen.

LKA rät: Wachsam sein

Daher rät auch das LKA, dass man sich im Falle der genannten Aufforderung bei der nächsten Polizeidienststelle melden solle. Der Computer ist in einer solchen Situation mit einer Schadsoftware (Trojaner) infiziert. Um dies zu vermeiden, sollten nicht nur Anti-Viren-Programme installiert, sondern auch auf dem neusten Stand sein. Darüber hinaus gilt weiterhin, keine Anhänge von E-Mails mit unbekanntem Absender zu öffnen. Andernfalls gelangen Trojaner auch trotz Schutzprogramm leicht auf den Rechner.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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