Internetrecht

GNU General Public License (“GPL”) kartellrechtlich unbedenklich

Die freie Softwarelizenz GPL fordert, dass von einer bestehenden unter der GPL lizensierten Software nur dann neue abgeleitete Werke geschaffen werden dürden, wenn diese wiederum kostenlos vertrieben werden und ebenfalls die GPL übernehmen.

Vor einem amerikanischen Gericht wurde versucht, diese Praxis als wettbewerbswidrig darzustellen. Im Falls Wallace vs. IBM agumentierte Daniel Wallace, dass ein Wettbewerb mit Linux-Systemen quasi nicht möglich sei, da weiterentwicklungen wirtschaftlich uninteressant seien.

Das Gericht lehnte diesen Vorwurf der Preisunterbietung jedoch ab. Da die unter der Lizenz stehenden Werke auf ewig kostenfrei seien, könne nie eine marktbeherrschende Stellung missbraucht werden.

Richter Easterbrook schloss seine Begründung mit den Worten „The GPL and open-source software have nothing to fear from the antitrust laws“.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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