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Vorsicht vor Forderungen der Deutschen Zentral Inkasso GmbH

Verbraucherschützer warnen vor Schreiben der deutschen Inkasso GmbH, die derzeit im Namen von unseriösen Abofallen-Anbietern nicht bestehende Forderungen einzutreiben versucht. Dabei wird auf die Verbraucher Druck ausgeübt.

 

In den vergangenen Tagen erhielten zahlreiche niedersächsische Verbraucher laut Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Niedersachsen vom 28.07.2011 Post von der Firma Deutsche Zentrale Inkasso aus Berlin. Im Auftrag ihres Mandanten, der Premium Content GmbH fordert das Inkassobüro die Angeschriebenen auf, 160,84 Euro zu zahlen. Angeblich sollen sie in den Jahren 2009 bzw. 2010 auf der Internetseite my-downloads.de des Anbieters Premium Content GmbH eine Dienstleistung in Anspruch genommen haben. Um „Zahlungsunwillige“ einzuschüchtern, wurde dem Inkassoschreiben eine Urteilskopie des Amtsgerichts Langen bei Frankfurt (AZ.: 58 C 6/10 (70) beigefügt, in dem ein Verbraucher dazu verurteilt wurde, die Kosten für das Abo zu zahlen. Dieses Urteil mache die Forderungen nicht seriöser, da es eine Reihe anderer Gerichtsentscheidungen gibt, die den Verbrauchern Recht gegeben haben, so die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Das Amtsgerichtsurteil bezieht sich zudem auf einen Einzelfall und ist für andere Fälle nicht relevant.

 

Auch wenn die Inkassofirma mit einem teuren Gerichtsverfahren bei weiterer Zahlungsverweigerung droht, sollten sich Verbraucher nicht einschüchtern lassen. Wer sich gegen diese Art der Abzocke wehren will, kann sich in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Niedersachsen beraten lassen.

 

Nachdem die Deutsche Zentral Inkasso bereits im Juli  für die Premium Content GmbH Forderungen einzutreiben versucht hatte, schlägt das Inkassounternehmen laut einer aktuellen Meldung der Verbraucherzentrale Niedersachsen erneut zu. Nun fordert sie im Auftrag ihrer Mandantin IContent GmbH ebenfalls knapp 160 Euro für eine Dienstleistung, die Verbraucher auf der Internetseite outlets.de in Anspruch genommen haben sollen. Dem neuen Schreiben ist wieder ein Urteil beigefügt, dieses Mal vom Amtsgerichts Detmold.

 

Quellen:

Genannte Pressemitteilungen der Verbraucherzentrale Niedersachsen

 

 

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