Wettbewerbsrecht

No Man´s Sky-Werbung führt Verbraucher nicht in die Irre

Die Werbung für das Computerspiel No Man´s Sky hat Verbraucher nicht in die Irre geführt. Zu diesem Schluss kam die britische Werbeaufsicht ASA nach eingehenden Untersuchungen.

 No Man´s Sky-Werbung führt Verbraucher nicht in die Irre ©-cirquedesprit-Fotolia

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No Man´s Sky enttäuscht Käufererwartung

Anderthalb Monate nach der Veröffentlichung des langersehnten Spiels No Man´s Sky wurden erste Beschwerden der Käufer laut. Die Beschwerden führten Ende September zu einer Untersuchung der britischen Advertising Standards Authority (ASA). Eingehend wurde überprüft, ob das Spiel mit falschen Eigenschaften beworben wurde und Käufer getäuscht worden seien.

Die ASA bestätigt nun: Die auf der Steam-Seite von No Man´s Sky veröffentlichten Screenshots, Videos und Texte sind nicht irreführend, sondern repräsentativ für das endgültige Spiel.

Um den Vorwürfen auf den Grund zu gehen, überzeugte die ASA sich selbst und spielte das Spiel. Bei normalem Durchspielen des Spiels erschienen die in der Werbung angegebenen Features.

Fliegendes Raumschiff nicht vorhanden

Marketingmaterial und das Computerspiel selbst ähneln sich weitestgehend, trotz einiger kleiner Unterschiede. Zwar sei ein unter einer Steinformation hindurch fliegendes Raumschiff im finalen Spiel nicht erschienen und auch das Verhalten der Tiere unterscheide sich, dies reiche jedoch nicht aus, um den Vorwurf der Irreführung zu bestätigen.

Spiel läuft auf PCs nicht einwandfrei

Verbraucher beklagten zudem Performance-Probleme während des Spielens. Diese seien jedoch primär auf die jeweiligen genutzten Computer zurückzuführen und wurden von der ASA außen vor gelassen.

Kostenloses Foundation-Update als Entschädigung

Der Entwickler Hello Games und Studiochef Sean Murray äußerten sich während den Untersuchungen zu den Vorwürfen nicht, kündigten allerdings auf Twitter an, als Wiedergutmachung eine neues Update zur Verfügung zu stellen. (LaR)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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