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Deutsche Umwelthilfe stoppt irreführende Danone-Werbung

Bevor es zu einer Gerichtsentscheidung gekommen ist, hat Danone die Werbekampagne für die Activia-Joghurtbecher aus PLA-Biokunststoff zurückgenommen. Zugleich hat sich das Unternehmen verpflichtet, diese nicht länger als umweltfreundlicher zu bewerben. An dem umstrittenen Genmais-Kunststoff PLA hält Danone allerdings weiterhin fest.

Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) hatte gegen die seit April 2011 laufende und irreführende Bewerbung der „umweltfreundlicheren“ Verpackung im Vergleich zu dem aus Rohöl hergestellten Vorgänger geklagt. Grund dafür war eine von Danone selbst in Auftrag gegebene Studie, die belegte, dass der Biokunststoff PLA in der Gesamtbetrachtung nicht umweltfreundlicher sei als Verpackungen aus Rohöl, so die Meldung der DUH.

„Die Werbung für Activia-Becher aus PLA war eine besonders dreiste Form der Verbrauchertäuschung, weil sie dem Konsumenten suggerierte, dass er mit dem Kauf des Joghurts etwas Gutes für die Umwelt tue“, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. „Der Ausgang des Rechtsstreits ist ein großer Erfolg, weil Danone damit eingesteht, seine Kunden systematisch über die angeblichen Umweltvorteile des Activia-Bechers in die Irre geführt zu haben. Mit der Erfüllung aller Forderungen der DUH kam das Unternehmen einer Verurteilung durch das Landgericht München zuvor“, so die Meldung der DUH.

Danone verpflichtete sich im Rahmen eines Vergleichs dazu, künftig auf die irreführende Bezeichnung zu verzichten und müsste bei Wiederholung der falschen Behauptung eine hohe Vertragsstrafe an die DUH zahlen. Danone muss jetzt alle bereits existierende Activia-Verpackungen mit dem alten Werbeslogan innerhalb von sechs Wochen, also bis zum 27.12.2011, aus dem Sortiment nehmen.