Wettbewerbsrecht

Berliner LG lehnt Klage von FAZ gegen IVW ab

Das Berliner Landgericht hat die Klage der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gegen die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW) in einer mündlichen Urteilsverkündung abgewiesen.

Grund für die Klage war die Entscheidung der IVW, dass der Springer Verlag die Auflagen der „Welt am Sonntag“ und der „Welt am Sonntag kompakt“, trotz unterschiedlichen Formats, gemeinsam ausweisen durfte. Nach Ansicht der FAZ sei dies eine Benachteiligung im Wettbewerb um Anzeigenkunden, so die Meldung des Branchenmagazins „W&V“.

Nach Angaben des Medienmagazins „Meedia“ berief sich die FAZ bei der Klage auf einen Paragraphen, nach dem Zeitschriften, die in unterschiedlichen Formaten erscheinen, getrennt ausgewiesen werden müssen. Das Gericht sah allerdings für die Klage keine wettbewerbsrechtliche oder vereinsrechtliche Grundlage.

Christoph Rüth, Verlagsgeschäftsführer der Welt-Gruppe, sagte zu dem Urteil: „Die heutige Entscheidung ist ein wichtiger Erfolg für die IVW und den Stellenwert ihrer Arbeit. Wir gehen davon aus, dass damit die rückwärtsgewandte Diskussion abschließend beendet ist und sich unsere Branche der wirklich wichtigen Zukunftsfrage der crossmedialen Markenreichweite in Zielgruppen stellen kann.“

FAZ-Geschäftsführer Tobias Trevisan sagte dazu: „Die Richter hatten bei der Verhandlung zwar sehr viel Sympathie für unsere Position gezeigt, sich aber schwer getan, einen rechtlichen Hebel zu finden.“ Der Verlag wolle aber das Thema weiter verfolgen, so die Informationen von „W&V“.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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