Medienrecht

ARD: 24 Mio. Euro Darlehen für Degeto

Im Fall der Misswirtschaft bei der ARD Tochter Degeto Film GmbH haben nun die ARD-Intendanten eine Liquidität der Gesellschaft sichergestellt. Nach diesem Beschluss sollen sämtliche zugesagten Produktionsvorhaben erfüllt werden. Der Beschluss tritt bei Zustimmung der zuständigen ARD-Aufsichtsgremien in Kraft.

Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung handele es sich um 24 Millionen Euro, die als Darlehen gereicht werden sollen. Mit diesem noch unbestätigten Betrag sollen Raten für bereits bestehende Verträge gezahlt werden. Aller Vorraussicht nach müsse die Degeto ab 2012 mit der Rückzahlung des „Überbrückungsgeldes“ beginnen.

Die Degeto hatte nach eigenen Angaben in den Jahren 2010 und 2011 zu viele Projekte angenommen und konnte aufgrund des „erhöhten Programmvorratsvolumen“ keine neuen Aufträge annehmen. Erst 2014 könne wieder ein Anstieg der Produktionsaufträge erwartet werden.

Die ARD beteuerte nun, dass die erhöhte Auftragsvergabe bestehende Verträge nicht negativ beeinflussen werde. Damit solle den Produktionsfirmen Planungssicherheit gegeben werden. Auch ARD-Intendantin Monika Piel betonte ihre Unterstützung der Tochterfirma.

Momentan prüft eine Expertengruppe, wie es zu dieser erhöhten Auftragsvergabe kommen konnte, erste Ergebnisse werden für Dezember erwartet.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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