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OLG Dresden: Nackte Oberbürgermeisterin auf Gemälde zulässig

Das OLG Dresden hat im Streit um ein Gemälde, auf welchem die Dresdener Oberbürgermeisterin nackt abgebildet ist, eine einstweilige Verfügung des LG Dresden aufgehoben.

Die Künstlerin Erika Lust hatte die Bürgermeisterin nackt vor einer Brücke abgebildet und dem Bild den Titel „Frau Orosz wirbt für das Welterbe“ gegeben. Diese wehrte sich gegen die Darstellung uns erwirkte vor dem Dresdener Landgericht eine einstweilige Verfügung. Danach war es der Künstlerin vorläufig verboten, das Bild öffentlich zur Schau zu stellen oder zu verbreiten. Die Verfügung wurde insbesondere damit begründet, dass auch einer Bürgermeisterin als Person der Zeitgeschichte die Entscheidung vorbehalten sei, über die Veröffentlichung ihres nackten Körpers zu entscheiden. Die verfassungsrechtlich garantierte Kunstfreiheit habe dagegen zurückzutreten.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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