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Blizzard Klage gegen Scapegaming

Oktober letzten Jahres: Der Spielekonzern Blizzard reicht eine Klage gegen das Unternehmen Scapegaming ein. Bei dem Unternehmen Scapegaming handelt es sich um den Betreiber eines Privatservers im Onlinerollenspiel World of Warcraft. Alyson Reeves Unternehmen stellte für die Nutzung der Privatserver das technische Equipment, um so Usern von World of Warcraft, die nicht bereit waren die monatlichen Kosten für ein Abonnement zu tragen, die Nutzung an World of Warcraft zu ermöglichen.

Im Gegensatz zu vielen weiteren Privatservern verlangte Reeves von den Nutzern allerdings eine Gebühr in Form eines Micropayment -Systems, womit er einen Gewinn von 3.053.339 US-Dollar erwirtschaftete. Blizzard zog gegen den Betreiber dieses Privatservers vor Gericht und bekam nun vor einem kalifornischen Gericht Recht. Das Gericht verurteile Reeves zu einer Strafe von insgesamt 88.549.589 US-Dollar.

Die Gesamtstrafe setzt sich aus 63.000 US-Dollar Rechtsanwaltskosten sowie dem Schadensersatz gegenüber dem Konzern selbst zusammen.
Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass Scapegaming die Rechte des Konzerns verletzt und somit eine Urheberrechtsverletzung begangen habe.

Dass Privatserver verboten sind dürfte bekannt sein. Doch dieses Urteil ist ein Meilenstein im Hinblick auf die vielen weiteren Betreiber von Privatservern und der Frage: Wird Blizzard auch gegen diese wegen der Begehung einer Urheberrechtsverletzung klagen?
Was das Urteil angeht, gilt es abzuwarten, ob in Revison gegangen wird.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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