TraffiPhot III | Rotlichtverstoß

Funktionsweise des TraffiPhot III

Für die Rotlichtüberwachung mit TRAFFIPAX TraffiPhot III werden ein bis zwei Induktionsschleifen in der Fahrbahndecke verlegt. Die erste befindet sich in der Regel zwischen der Haltelinie und Ampel.
Fährt ein Fahrtzeug nach einer zuvor eingestellten Zeit nach Beginn der Rotphase die Induktionsschleife wird ein erstes Beweisfoto angefertigt. Ein weiteres Beweisfoto wird entweder nach einer festen Zeitspanne (bei einer Induktionsschleife) oder nach einer festgelegten Wegstrecke (bei zwei Induktionsschleifen) angefertigt, um sicher zu gehen, dass das Fahrzeug nicht nur beim Halten die Haltelinie überquert und dabei die Induktionsschleife ausgelöst hat. Die Zeit nach Beginn der Rot- und/oder der Gelbphase wird auf beiden Bildern eingeblendet. Die zwischen den beiden Bildern zurückgelegte Wegstrecke dient zur Bestimmung der mittleren Geschwindigkeit, die bei der Bestimmung der rechtlich relevanten Rotzeit benötigt wird.

Einsatzbereich

Stationär, da baulich in die Fahrbahndecke integriert.

Fehlerquellen bei TraffiPhot III

Entscheidend ist die Frage ob es sich um einen einfachen Rotlichtverstoß (die Ampel war erst weniger als eine Sekunde rot) oder um einen qualifizierten Rotlichtverstoß (die Ampel war länger als eine Sekunde rot) handelt. In letzterem Fall droht nicht nur ein höheres Bußgeld sondern auch ein dreimonatiges Fahrverbot.
Zur Entscheidung dient die rechtlich relevante Rotlichtzeit, die von der im ersten Bild eingeblendeten noch zurückgerechnet werden muss, da sich die Induktionsschleife in der Regel erst hinter der Haltelinie befindet. Um diese zu berechnen wird die Distanz zwischen der Position auf dem ersten Bild und der Haltelinie durch die mittlere Geschwindigkeit des Fahrzeugs, die aus beiden Bildern ermittelt wird, geteilt. Die so erhaltene Zeit wird von der auf dem ersten Bild eingeblendeten Zeit abgezogen. Gerade wenn Ihnen ein qualifizierter Rotlichtverstoß vorgeworfen wird ist eine genaue Überprüfung des Falls sinnvoll, denn bei der Berechnung der rechtlich relevanten Rotlichtzeit werden immer wieder Fehler gemacht, wenn z.B. die gerätetypischen Toleranzen nicht berücksichtigt werden.
Weicht z.B. die Position des Fahrzeugs auf dem zweiten Bild von der logischen Position ab, weil bspw. hohes Verkehrsaufkommen war, kann die bestimmte Zeit falsch sein. Bei größeren Fahrzeugen wie LKW oder Bussen kann es zudem vorkommen, dass erst die Hinterachse die Induktionsschleife auslöst, während beim Überfahren der Vorderachse noch gelb war.
Extrem lange Rotlichtzeiten können ein Hinweis auf eine bauliche Ungenauigkeit sein, wenn z.B. Fahrer auf Abbiegerspuren die Induktionsschleifen der Geradeausrichtung auslösen. In seltenen Fällen können auch Störsignale von Straßenbahn zu einer fälschlichen Auslösung führen.

Wir helfen Ihnen weiter, wenn Sie mit TraffiPhot III geblitzt wurden. Rufen Sie uns unter 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) an, am besten noch bevor sie den Anhörungsbogen zurückschicken.


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Die Kölner Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE verfügt seit mehr als zwanzig Jahren insbesondere über fachliche Kompetenzen in den Gebieten des Wirtschaftsrechts, inklusive E-Commerce und Schutz des geistigen Eigentums, des Internet- sowie des Urheberrechts. Unter der Rufnummer 0221 / 951 563 0 erreichen Sie uns täglich für eine kostenlose Erstberatung. Unsere Anwälte beraten Sie gerne bundesweit.

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