ULTRA LYTE 100 | Geschwindigkeitsüberschreitung

Funktionsweise des ULTRA LYTE 100

Zur Geschwindigkeitsmessung mit Lasermessgeräten wie dem ULTRA LYTE 100 oder dem ULTRA LYTE 100 LR werden in kürzester Zeit mehrere kurze Infrarotpulse mit festem Zeitintervall zwischen den einzelnen Pulsen ausgestrahlt. Am Fahrzeug werden die für das Auge nicht sichtbaren Lichtpulse reflektiert und anschließend im Messgerät detektiert.

Geschwindigkeitsmessgerät

Bildnachweis: © lassedesignen - Fotolia.com

Wenn sich das Fahrzeug bewegt, werden nachfolgende Pulse früher (ankommender Verkehr) oder später (abfließender Verkehr) auf dem Fahrzeug reflektiert. Dadurch verändert sich die Zeit zwischen den einzelnen Pulsen. Aus dieser Änderung können die vom Fahrzeug zurückgelegte Strecke und somit die Geschwindigkeit des Fahrzeugs bestimmt werden. Die Messung wird nur dann vom Gerät als gültig gewertet, wenn die geräteintern bestimmten Abweichungen zwischen den Einzelmessungen gering sind. Die Zuverlässigkeit der Messung wird durch interne Prüfkriterien bei Lasermessgeräten der zweiten Generation, wie dem ULTRA LYTE 100, noch erhöht.

Einsatzbereich

Nur mobiler Einsatz geeignet, da kein Beweisfoto angefertigt wird. Eine Schulterstütze erlaubt ein ruhiges Anvisieren, aber auch die Verwendung mit einem Stativ ist möglich.

Ein ausführliches vor Ort angefertigtes Messprotokoll ist vorgeschrieben, da beim ULTRA LYTE 100 und dem ULTRA LYTE 100 LR kein Beweisfoto erstellt wird. Darin muss die zum Messzeitpunkt herrschende Verkehrssituation, der Messwert und die Messentfernung dokumentiert werden. Weil es dabei leicht zu Übertragungsfehlern kommen kann, sollten Sie sich als Betroffener deshalb unbedingt das Display des Messgerätes zeigen lassen.

Die größte Fehlerquelle ist die Zielungenauigkeit des Geräts. Die Messung ist nur dann genau, wenn während des gesamten Messvorgangs der gleiche Punkt auf dem Fahrzeug – in der Regel das Nummernschild – anvisiert wird. Bei Dunkelheit oder Fahrzeugen mit Stufenprofil kann dies aber schwierig sein. Da sich der Laserstrahl sich bei großen Distanzen aufweitet, wird die Zielgenauigkeit mit steigendem Messabstand verschlechtert. Beim ULTA LYTE 100 sollen ein fest mit dem Gehäuse verbundenes Zielfernrohr und ein darin angezeigter Leuchtpunkt beim fehlerfreien Anvisieren helfen. Wenn dieses Zielfernrohr jedoch nicht mehr optimal ausgerichtet ist oder die Sicherungsmarken nicht mehr intakt sind, kann nicht mehr von einer fehlerfreien Messung ausgegangen werden.

Auch wenn vor dem eigentlichen Messvorgang die vorgeschriebenen vier Testmessungen nicht durchgeführt und dokumentiert werden, ist die gesamte Messung nicht zulässig.

Wenn Sie mit dem ULTRA LYTE 100 beim Zuschnellfahren erwischt wurden, helfen wir Ihnen gern weiter. Rufen Sie uns unter 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) an.


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Saskia Ratz arbeitet seit 2012 in freier Mitarbeit für die Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE mit Schwerpunkt Verkehr- und Strafrecht.

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