TRAFFIPAX SpeedoPhot | Geschwindigkeitsüberschreitung

Funktionsweise des TRAFFIPAX SpeedoPhot

Geschwindigkeitsmessgeräte mit Radartechnik, wie das TRAFFIPAX SpeedoPhot, nutzen den Dopplereffekt. Eine ausgesandte elektromagnetische Welle, mit einer Frequenz von 24,12 GHz, wird vom kontrollierten Fahrzeug reflektiert und in der Radaranlage detektiert.

Geschwindigkeitsmessgerät

Bildnachweis: © lassedesignen - Fotolia.com

Wenn sich das Fahrzeug auf die Radaranlage zu oder von ihr wegbewegt, verschiebt sich die Frequenz der abgestrahlten Welle. Durch die Frequenzverschiebung kann in die Geschwindigkeit des Fahrzeugs errechnet werden.

Nur wenn der Radarstrahl im richtigen Winkel auf das Fahrzeug trifft ist eine genaue Geschwindigkeitsmessung möglich. Bei einem größeren Winkel werden zu niedrige Geschwindigkeiten gemessen, bei einem kleineren Winkel zu hohe. Obwohl die Geschwindigkeitsmessung prinzipiell für ankommenden und abfließenden Verkehr geeignet ist, wird in der Regel der ankommende Verkehr gemessen, da so das Messfoto zur Identifikation des Fahrers benutzt werden kann.

Einsatzbereich

Das TRAFFIPAX SpeedoPhot kann stationär oder mobil eingesetzt werden. Im mobilen Einsatz kann es auf ein Stativ aufgebaut oder fest installiert im Radarwagen verwendet werden. Bei Messungen durch die Heckscheibe des Radarwagens verringert sich allerdings die Reichweite.

Fehlerquellen beim TRAFIIPAX SpeedoPhot

Nur wenn der Radarstrahl im richtigen Winkel auf das Fahrzeug auftrifft ist die Geschwindigkeitsmessung mit dem TRAFFIPAX SpeedoPhot zuverlässig. Messfehler können auftreten, wenn die Messstelle nicht richtig eingerichtet wurde: wenn das Messgerät nicht parallel zur Fahrbahn, an einer stark gekrümmten Kurve oder mit nicht justierter Antenne aufgebaut wird. Die Aufstellhöhe muss den Herstellerangaben von min. 40 cm entsprechen. Wenn das Fahrzeug z.B. für den Überholvorgang aus- oder einschert werden ebenfalls falsche Geschwindigkeiten gemessen, da der Messwinkel von 20° nicht mehr gegeben ist.

Bei der Reflexion der Radarstrahlen kann es zu Reflexionsfehlern kommen. Beweisfotos, bei denen eine Mehrfachreflexion vorliegt, dürfen daher nicht ausgewertet werden. Zu fehlerhaften Messungen aufgrund von Reflexionsfehlern kann es auch kommen, wenn der Radarstrahl an stehenden größeren Metallflächen (z.B. Metallgitterzäune oder geparkte Autos), an anderen Fahrzeugen (z.B. des Gegenverkehrs), an Hindernissen wie Verkehrsschildern, Leitplanken usw. oder an Bauten mit Stahlträgerkonstruktion reflektiert wird. Einen Hinweis auf eine fehlerhafte Zuordnung durch Reflexionsfehler können weitere Fahrzeuge im Bild oder eine Abweichung von der Fotoposition geben.

Eine falsche Handhabung durch nicht ausreichend geschultes Messpersonal oder eine falsche Reichweiteneinstellung kann die Messung ebenfalls verfälschen. Vor der ersten Messung muss auf jeden Fall ein Kalibrierfoto gemacht werden, der komplette Messvorgang muss aufmerksam protokolliert werden.

Eine große Anzahl von Leerfotos oder widersprüchliche Dateneinblendungen auf dem Messfoto können ein Hinweis auf einen technischen Defekt des Messgerätes sein. Auch wenn keine aktuelle Eichung vorliegt ist eine ordnungsgemäße Messung nicht mehr möglich.

Wenn Sie mit dem TRAFFIPAX SpeedoPhot geblitzt wurden, wenden Sie sich an uns! Wir helfen Ihnen gern. Rufen Sie uns unter 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) an, am besten noch bevor sie den Anhörungsbogen zurückschicken.


Zurück zur Seite Geschwindigkeitsüberschreitung


Saskia Ratz arbeitet seit 2012 in freier Mitarbeit für die Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE mit Schwerpunkt Verkehr- und Strafrecht.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:
×