Verkehrsrecht

Bundesweiter Blitzmarathon gestartet – die wichtigsten Infos

Es ist der inzwischen zweite bundesweite Blitzmarathon. Seit heute Morgen 6 Uhr werden für 24 Stunden in allen 16 Bundesländern verstärkt Radarkontrollen durchgeführt. Wir haben alle wichtigen Informationen zusammengefasst.

Im Oktober letzten Jahres gab es den ersten bundesweiten Blitzmarathon. Auch heute sind wieder über 13.000 Polizisten bundesweit an mehr als 7500 Standorten damit beschäftigt Geschwindigkeitsverstöße zu ahnden. Der Umfang der Blitzaktion ist im Vergleich zum letzten Jahr ein wenig reduziert (es waren knapp 14.700 Polizisten an über 8500 Standorten), dennoch ist die Gefahr geblitzt zu werden weiterhin sehr groß.

Autofahrer, die in den nächsten 24 Stunden zu schnell gefahren und geblitzt worden sind, erwartet in den nächsten Wochen ein Anhörungsbogen oder Zeugenfragebogen. Aufgrund der großen Bedeutung von Geschwindigkeitsüberschreitungen im Rahmen von Ordnungswidrigkeitsverfahren, ist es notwendig, so früh wie möglich gegen eine potentielle Verhängung von Punkten oder eines Fahrverbots vorzugehen.

Wo wird überhaupt geblitzt?

Geblitzt wird in allen 16 Bundesländern. Die Standorte der Blitzer sind größtenteils bekannt gegeben worden. Unter den folgenden Links ist eine Auflistung der einzelnen Standorte zu finden: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen (DresdenChemnitzGörlitz, Leipzig, für Zwickau liegen keine Angaben vor), Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Wann wird geblitzt?

Heute Morgen um 6 Uhr ist der Blitzmarathon gestartet und wird für insgesamt 24 Stunden, also bis Freitagmorgen 6 Uhr durchgeführt.

Wie hoch ist das Bußgeld?

Wer beispielsweise innerhalb einer geschlossenen Ortschaft 21 km/h schneller fährt als erlaubt, kann mit einem Bußgeld in Höhe von 80 Euro rechnen. Dazu kommt ein Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister. Ab 31 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit droht der Führerscheinentzug. Dazu kämen weitere 160 € Bußgeld und 2 Punkte in Flensburg.

Es lohnt sich gegen den Bußgeldbescheid vorzugehen

Wer geblitzt wird muss also mit nicht unempfindlichen Konsequenzen rechnen. Fakt ist allerdings, dass laut einer Studie 85 % aller ergangenen Bescheide fehlerhaft sind. Aufgrund dieser Zahlen lohnt es sich häufig, gegen einen Bußgeldbescheid vorzugehen. Die Verteidigung durch einen Anwalt orientiert sich an den am häufigsten auftretenden Fehlern bei Geschwindigkeitsmessungen. Diese sind Verfahrensfehler, Verjährungsprobleme, schlechte Lichtbildaufnahmen des Betroffenen, falsch justierte bzw. fehlerhaft aufgestellte Geschwindigkeitsmessanlagen, Verstöße gegen innerdienstliche Richtlinien der Polizei, fehlende Schulungsnachweise der Messbeamten und vieles mehr.

Warum es sich lohnt, gegen einen Bußgeldbescheid vorzugehen erklärt RA Christian Solmecke in folgendem Video:

Sollten auch Sie zu schnell gefahren und wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung geblitzt worden sein oder Fragen zum Verkehrsrecht haben, rufen sie uns an. RA für Verkehrsrecht Saskia Ratz und RA Raphel Struwe stehen Ihnen bei Fragen jederzeit gerne zur Verfügung. Nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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