Verkehrsrecht

Blitzerfoto mit Victory-Zeichen – Bei Vorsatz droht doppeltes Bußgeld

Vier junge Männer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden mit 193 Km/h in Bayern geblitzt und setzten sich  für das Blitzerfoto auch noch in Pose. Immerhin waren sie mit stolzen 100 km/h zu viel unterwegs. Das Folgende saftige Bußgeld wegen einer vorsätzlichen Ordnungswidrigkeit hatten sie dabei vermutlich nicht in Betracht gezogen. Dabei gilt: Wird ein Vergehen im Straßenverkehr mit Vorsatz begangen, können sich die Bußgelder schnell verdoppeln.

Vorsätzliches Blitzerfoto auf bayrischer Autobahn

Mit Laserpistolen und Radarfallen macht die Polizei im gesamten Bundesgebiet Jagd auf Temposünder. Dabei kommt es immer wieder auch zu ungewöhnlichen Radarfotos. Ein aktuelles Beispiel zeigt, dass es für manch einem „Spaßvogel“ schnell äußerst teuer werden kann.

Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit wurden vier junge Urlauber aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Bayern geblitzt. Statt der erlaubten 100 km/h wurde fast die  doppelte Geschwindigkeit von der stationären  Radarfalle erfasst. Offenbar hatten sich die Touristen dabei zudem noch absichtlich fotografieren lassen. Auf dem veröffentlichten Blitzerfoto lachen und umarmen sich die vier jungen Männer und schauen dabei allesamt in die Blitzer-Kamera. Der Beifahrer machte dabei zusätzlich noch das Victory-Zeichen.

Der 20 jährige Fahrer und seine drei Freunde gingen wohl davon aus, dass der vermeintliche Blitzerfoto-Spaß ihnen als Urlauber nicht zum Verhängnis werden würde.

Doch es kam anders, als es sich die jungen Männer vorgestellt haben dürften. Als der junge Fahrer den Mietwagen am Flughafen zurückgeben wollte, wurden die Vier bereits von den Beamten der Flughafenpolizei erwartet und in Empfang genommen. Wegen einer vorsätzlichen Ordnungswidrigkeit mussten sie schließlich stolze 1263,50 bezahlen, bevor sie die Heimreise antreten durften.

Doppeltes Bußgeld bei Vorsatz

 Was die Urlauber nicht bedacht hatten: Wird ein Vergehen im Straßenverkehr mit Vorsatz begangen, so können sich die Bußgelder laut § 3 Abs. 4a BKatV (Bußgeldkatalogverordnung) verdoppeln. Denn die Bußgelder sind lediglich Regelbußgelder. Hier hätten die vier Männer aus Südwestasien bedenken sollen, dass Vorsatz im deutschen Verkehrsrecht besonders schwer sanktioniert wird. Bereits ab 40 km/h zu schnell wird in vielen Fällen von Vorsatz ausgegangen, da hier die Geschwindigkeit in einem Fahrzeug deutlich spürbar sind und der Geschwindigkeitsverstoß in diesem Moment nicht mehr rein fahrlässig, also unbewusst geschieht.

Der Fall zeigt: Wer zu schnell fährt und sich dabei absichtlich blitzen lässt, riskiert ein teures Bußgeld.

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Folgender Beitrag wird für Sie ebenfalls von Interesse sein: Geschwindigkeitsüberschreitung – Wir helfen Ihnen!

(TOS)

Rechtsanwalt Rafael Struwe arbeitet seit 2013 in freier Mitarbeit für die Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE mit Schwerpunkt Verkehrsrecht.

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