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Kosten im Überblick :

Geblitzt? – Dieses Blitzer-Bußgeld droht

Nahezu jedem Autofahrer in Deutschland dürfte es schon passiert sein – man ist mit dem Auto unterwegs, ist mit den Gedanken eventuell kurzzeitig woanders oder unterhält sich mit dem Beifahrer und schon ist es passiert. Ein kurzes rotes Blitzlicht und die Panik ist groß: wieviele km/h bin ich wohl zu schnell gewesen? Welches Bußgeld droht mir in dem Fall?

Auf dieser Seite erfahren Sie, welches Bußgeld Ihnen droht. Und es gibt eine gute Nachricht: Sobald der Bußgeldbescheid bei Ihnen zuhause ankommt, können Sie bei WILDE BEUGER SOLMECKE direkt prüfen lassen, ob Sie dagegen vorgehen können. Denn viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft.

Direkt zur Blitzer Kostentabelle

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Auch gegen Ihren Bußgeldbescheid können wir vorgehen. Unser Team aus erfahrenen Anwälten prüft Ihre rechtlichen Möglichkeiten in einem unverbindlichen, kostenlosen Erstgespräch. Melden Sie sich einfach bei uns!

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Gemeinsam mit meinem Anwalts-Team habe ich mich in den vergangenen Jahren auf den Bereich Verkehrsrecht spezialisiert und bereits Hunderten Betroffenen beratend zur Seite gestanden. Gerne prüfen wir Ihre rechtlichen Möglichkeiten. Nutzen Sie unsere langjährige Erfahrung und machen Sie Gebrauch von unserer unverbindlichen, kostenfreien Erstberatung.

Christian SolmeckeRechtsanwalt und Partner bei WILDE BEUGER SOLMECKE

Direkt ausrechnen: Lohnt sich der Einspruch des Bußgeldbescheids?

Bußgeldtabelle

Hier eine schnelle und praktische Übersicht für diesen Fall:

  Bußgeld innerorts Punkte innerorts Fahrverbot innerorts Bußgeld außerorts Punkte außerorts Fahrverbot außerorts
bis 10 km/h 30€     20€    
11 – 15 km/h 50€     40€    
16 – 20 km/h 70€     60€    
21 – 25 km/h 80€ 1 1 Monat 70€ 1  
26 – 30 km/h 100€ 1 1 Monat 80€ 1 1 Monat
31 – 40 km/h 160€ 2 1 Monat 120€ 1 1 Monat
41 – 50 km/h 200€ 2 1 Monat 160€ 2 1 Monat
51 – 60 km/h 280€ 2 2 Monate 240€ 2 1 Monat
61 – 70 km/h 480€ 2 3 Monate 440€ 2 2 Monate
über 70 km/h 680€ 2 3 Monate 600€ 2 3 Monate

Häufige Fragen zu Blitzer-Kosten

Nein, rechtlich gesehen gibt es keinen Unterschied. Egal ob Autobahn oder Landstraße, es gilt die Geschwindigkeitsübertretung außerorts.
Nein. Auch Geschwindigkeitsübertretungen in 30er-Zonen zählen zu den Verstößen innerorts. Es gelten keine besonderen Zusatzregeln.
Das Bußgeld an sich fällt bei Fahrern, die sich in der Probezeit befinden, nicht höher aus. Jedoch können zusätzlich zur Geldstrafe weitere Sanktionen drohen. Begeht der Fahranfänger einen Geschwindigkeitsverstoß mit mehr als 21 km/h, so stellt das einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Auflagen der Probezeit dar und es wird ein Aufbauseminar angeordnet. Gleichzeitig verlängert sich die Probezeit um weitere zwei Jahre.

Einspruch gegen ein Bußgeldverfahren einlegen

Auch Behörden machen Fehler – und das nicht gerade wenig. Viele Bußgeldbescheide in Deutschland sind rechtlich angreifbar sind. Denn für eine erfolgreiche Beweisführung müssen seitens der Behörden strikte Auflagen eingehalten werden. Nicht korrekt geeichte Geräte, ungeeignetes oder nicht ausreichend geschultes Personal oder zu wenig aussagekräftige Blitzerfotos können Ansatzpunkte dafür sein, gegen einen Bußgeldbescheid rechtlich vorzugehen. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Kriterien, die einer gerichtlichen Überprüfung häufig nicht standhalten.

Bei gerichtlichen Auseinandersetzungen im Bereich des Verkehrsrechts und insbesondere in der Beweisführung zu Blitzerverfahren kommen häufig neben erfahrenen Rechtsanwälten auch sachkundige Gutachter zum Einsatz.

Sollten Sie einen Bußgeldbescheid erhalten haben, den Sie als nicht gerechtfertigt empfinden, sollten Sie sich anwaltlich beraten lassen, um mögliche Vorgehensweisen zu erörtern. Sollten Sie im Bereich Verkehr über eine gültige Rechtsschutzversicherung verfügen, werden sämtliche Kosten (auch vor Gericht oder für die Bestellung externer Gutachter) hier regelmäßig vollständig übernommen.

Ablauf eines Bußgeldverfahrens

Sie wurden geblitzt und haben sich hier bereits informiert, welche Strafe Ihnen droht? Soweit, so gut. Was sind jetzt jedoch die genauen nächsten Schritte, die auf Sie zukommen?

1. Anhörungsbogen

Eventuell erhalten Sie innerhalb der kommenden Wochen einen Anhörungsbogen. Der Erhalt eines Anhörungsbogens kann vom Empfänger so interpretiert werden, dass ihm mit Erhalt dieses Schreibens die aufgeführte Ordnungswidrigkeit vorgeworfen wird. Darüber hinaus ist die Anhörung auch dazu da, um dem Betroffenen Möglichkeit zur Stellungnahme zu geben. Eine Pflicht zum Ausfüllen eines Anhörungsbogens besteht jedoch nicht.

Wir möchten Ihnen dennoch raten uns sofort anzurufen, wenn Sie Adressat eines Anhörungsbogens sind. Leider mussten wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrung feststellen, dass die falsche Umgehensweise mit den Anhörungsbögen die Chance des Obsiegens bei Gericht verschlechtert. Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

2. Zeugenfragebogen

Anders als der Anhörungsbogen ist der Zeugenfragebogen noch kein Vorwurf. Der Erhalt heißt also noch nicht, dass Sie mit dem Verstoß beschuldigt werden. Viel mehr dient der Zeugenfragebogen der Behörde, den tatsächlichen Fahrzeugführer zum Zeitpunkt des Vergehens festzustellen. Ein Zeugenfragebogen wird immer an den Fahrzeughalter gesendet und muss von diesem ausgefüllt zurückgesendet werden. Um die späteren Chancen nicht zu verschlechtern gegen einen solchen Bußgeldbescheid vorzugehen, können wir Ihnen Tipps geben, wie Sie den Zeugenfragebogen auszufüllen haben.

3. Bußgeldbescheid

Besteht kein Zweifel daran, wer den Geschwindigkeitsverstoß begangen hat oder handelt es sich nur um eine geringe Geschwindigkeitsüberschreitung und damit ein geringes Bußgeld, wird oft unmittelbar ein Bußgeldbescheid zugestellt. Dies betrifft vor allem die Strafen für Vergehen unterhalb der 20km/h-Grenze.

Handelt es sich um ein Vergehen oberhalb dieser Grenze erhalten Sie den Bußgeldbescheid in der Regel erst nach den oben genannten Anhörungs- oder Zeugefragebögen.

Egal ob unmittelbarer Erhalt oder erst nach vorheriger schriftlicher Befragung: haben Sie einen Bußgeldbescheid erhalten, lohnt sich schnelles Handeln. Zögern Sie nicht und lassen Sie Ihren Bescheid gerade bei Vergehen mit hohen Bußgeldern, bei drohendem Fahrverbot oder Punkten in Flensburg durch einen erfahrenen Rechtsanwalt aus dem Bereich Verkehrsrecht prüfen.

In der Probezeit geblitzt – Konsequenzen?

Ist ein geblitzter Fahrzeugführer noch in der Probezeit, ist neben dem reinen Bußgeld aus dem Bußgeldkatalog mit weiteren Konsequenzen zu rechnen. So wird in der Regel beispielsweise die Probezeit verlängert und/oder ein Aufbauseminar angeordnet.

Wichtig ist zu unterscheiden, um welchen Verstoß es sich im Einzelfall handelt. Man unterscheidet zwischen dem sogenannt A- und B-Verstoß.

Dabei stellt ein A-Verstoß ein schwerwiegendes Vergehen und ein B-Verstoß ein weniger-schwerwiegendes Vergehen dar. Ein A-Verstoß alleine oder zwei B-Verstöße in Kombination führen zur Verlängerung der Probezeit und zur Anordnung eines Aufbauseminars. Ein B-Verstoß alleine führt zur schriftlichen Verwarnung durch die Verkehrsbehörden sowie der Empfehlung zum Besuch einer verkehrspsychologischen Beratung.

Der klassische A-Verstoß im Bereich des Geblitztwerdens liegt in der Geschwindigkeitsübertretung von mehr als 21 km/h innerorts. B-Verstöße werden hingegen nicht durch Geschwindigkeitsübertretungen hervorgerufen, sondern durch unsachgemäße Ladesicherung, abgefahrene Reifen, Behinderung von Rettungskräften oder Ähnlichem.

Wer in der Probezeit mit weniger als 21 km/h geblitzt wird, muss hingegen nicht mit ernstzunehmenden Folgen rechnen. Hier wird ein reguläres Bußgeld fällig, das keinen weiteren Einfluss auf die Probezeit hat.

Wann löst ein Blitzer überhaupt aus?

Rein technisch reagieren die meisten Blitzergeräte bereits ab einer Geschwindigkeitsübertretung von 1 km/h. Aufgrund des vorgesehenen Toleranzabzugs der Behörden wird ein Blitzerfoto samt Bußgeldbescheid oder Anhörungsbogen jedoch erst ab 4 km/h tatsächlich zugestellt.

Bei einem Rotlicht-Blitzer erfolgen in der Regel zwei Auslösungen. Die erste bevor das Fahrzeug die Haltelinie überquert und eine danach. Damit kann abgeglichen werden, zu welchem genauen Moment das Fahrzeug die Haltelinie noch legal oder bereits unzulässig überquert hat.

Ab welcher Entfernung ein Blitzer auslöst, hängt vom verwendeten Messgerät ab. Einige Geräte lösen bereits in einer Entfernung von einem Kilometer aus, andere erst, wenn sich das Fahrzeug auf unmittelbar gleicher Höhe befindet. Aktuell liegt der Durchschnitt der durch die Verkehrsbehörden verwendeten Anlagen bei 20 bis 30 Metern.