Verkehrsrecht

Heute findet ein neuer Blitzmarathon statt!

Heute findet ein neuer Blitzmarathon statt. Die Messstellen kündigte die Polizei vorab an. Ziel der Aktion ist es, die Verkehrsteilnehmer auf die zum Teil fatalen Konsequenzen von zu schnellem Fahren aufmerksam zu machen. Doch was können Verkehrsteilnehmer tun, die geblitzt wurden?

Im Oktober 2013 gab es den ersten bundesweiten, 2015 den ersten europaweiten Blitzmarathon. Auch heute, am 19.04.2017, geht die Polizei in mehreren Bundesländern wieder verschärft gegen Raser vor. Bayern, Bremen, das Saarland, Brandenburg und Thüringen beteiligen sich sogar an einem europaweiten Blitz-Marathon. Auch in Hessen und Sachsen gibt es verstärkte Kontrollen. Die Messstellen kündigte die Polizei vorab an. Etwa in Bayern kontrollieren insgesamt 1900 Polizisten und 50 Messtechniker der Gemeinden an mehr als 1900 möglichen Stellen die Geschwindigkeiten. In Brandenburg wurden rund 200 Messstellen eingerichtet.

In diesem Jahr beteiligten sich jedoch nicht alle Bundesländer an der Aktion. Etwa Nordrhein-Westfalen setzt wegen der starken Polizeipräsenz rund um den AfD-Parteitag und die Gegenveranstaltungen in Köln am kommenden Samstag in diesem Jahr aus.

2016 wurden beim Blitzmarathon 72.000 Fahrer geblitzt

Beim letzten bundesweiten Blitzmarathon 2016 wurden insgesamt 72.000 Raser wegen zu schnellen Fahrens belangt. Da viele Menschen immer noch bei Verkehrsunfällen sterben und die Unfälle häufig auf eine zu hohe Fahrgeschwindigkeit zurückzuführen ist, wird eine weitere Aufklärung und Warnung für absolut notwendig erachtet.

Wie hoch ist das Bußgeld?

Die Höhe des veranschlagten Bußgeldes richtet sich dabei nach dem Ort der Geschwindigkeitsüberschreitung. Wer beispielsweise innerhalb einer geschlossenen Ortschaft 21 km/h schneller fährt als erlaubt, kann mit einem Bußgeld in Höhe von 80 Euro rechnen. Dazu kommt ein Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister. Ab 31 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit droht der Führerscheinentzug. Dazu kämen weitere 160 € Bußgeld und 2 Punkte in Flensburg.

Fehler bei den Abmessungen sind keine Seltenheit

„Nicht selten kommt es jedoch vor, dass bei den Abmessungen gravierende Fehler passieren“, sagt Rechtsanwältin für Verkehrsrecht Saskia Ratz. Nicht jeder, der wegen zu schnellen Fahrens geblitzt wurde, ist auch tatsächlich zu schnell gefahren. Laut einer Studie sind 85% aller ergangenen Bescheide fehlerhaft. Im Folgenden erfahren Autofahrer, die zu Unrecht oder falsch geblitzt wurden, was Sie tun können.

Autofahrer können sich gegen fehlerhafte Bußgeldbescheide wehren

Autofahrer, die in den nächsten 24 Stunden zu schnell gefahren und geblitzt worden sind, erwartet in den nächsten Wochen ein Anhörungsbogen oder Zeugenfragebogen. Aufgrund der großen Bedeutung von Geschwindigkeitsüberschreitungen im Rahmen von Ordnungswidrigkeitsverfahren, ist es notwendig, so früh wie möglich gegen eine potentielle Verhängung von Punkten oder eines Fahrverbots vorzugehen. Dabei kann ein Anwalt helfen.

Warum der Gang zum Anwalt lohnt

RA Ratz erklärt: „Ein Anwalt kann bei der Polizei Einsicht in die Bußgeldakte nehmen und diese auf den am häufigsten auftretenden Fehlern bei Geschwindigkeitsmessungen überprüfen. Diese sind Verfahrensfehler, Verjährungsprobleme, schlechte Lichtbildaufnahmen des Betroffenen, falsch justierte bzw. fehlerhaft aufgestellte Geschwindigkeitsmessanlagen, Verstöße gegen innerdienstliche Richtlinien der Polizei, fehlende Schulungsnachweise der Messbeamten und vieles mehr. Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten der anwaltlichen Beratung“.

Sollten auch Sie zu schnell gefahren und wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung geblitzt worden sein oder Fragen zum Verkehrsrecht haben, rufen sie uns an. RA für Verkehrsrecht Saskia Ratz und RA Raphel Struwe stehen Ihnen bei Fragen jederzeit gerne zur Verfügung. Nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung. (JEB)

Mehr Informationen zum letzten, europaweiten Blitzmarathon finden Sie auch in diesem Video:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (1)

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  1. sagt:

    Laut einer Studie sind 85% aller von Saskia Ratz fehlerhaft.

    Laut einer anderen Studie sind 100% aller bei WBS Law erwähnten Studien nicht referenziert.

    Mit „Laut einer Studie“ kann man belieb Dinge erfinden. Wenn die entsprechende Studie nicht verlinkt, oder zumindest deren Titel und Autoren erwähnt werden, ist die Erwähnung völlig wertlos. Ganz im Gegenteil erzeugt sowas bei mir erhebliche Skepsis.

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