Verkehrsrecht

Am 16. 04. 2015 startet der erste europaweite Blitzmarathon! 

Morgen findet zwischen 6 Uhr und 24 Uhr der erste Blitzmarathon unter Beteiligung von insgesamt 21 anderen europäischen Ländern statt. Ziel der Aktion ist die Verkehrsteilnehmer auf die zum Teil fatalen Konsequenzen von zu schnellem Fahren aufmerksam zu machen. Wochen zuvor durften die Einwohner der Bundesrepublik daher besonders kritische Verkehrspunkte angeben und als Standort für die Blitzer vorschlagen.

 

2014 wurden beim Blitzmarathon 90.000 Fahrer geblitzt

Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass die Aktion auch in diesem Jahr wieder ein Erfolg wird. Beim letzten bundesweiten Blitzmarathon 2014 wurde insgesamt 90.000 Fahrer wegen zu schnellen Fahrens belangt. Da allein im letzten Jahr in der Europäischen Union 25.700 Menschen bei Verkehrsunfällen starben und die Unfälle häufig auf eine zu hohe Fahrgeschwindigkeit zurückzuführe ist, wird eine weitere Aufklärung und Warnung für absolut notwendig erachtet.

Fehler bei den Abmessungen sind keine Seltenheit

„Nicht selten kommt es jedoch vor, dass bei den Abmessungen gravierende Fehler passieren“, sagt Rechtsanwältin für Verkehrsrecht Saskia Ratz. Nicht jeder, der wegen zu schnellen Fahrens geblitzt wurde, ist auch tatsächlich zu schnell gefahren. Laut einer Studie sind 85% aller ergangenen Bescheide fehlerhaft. Im Folgenden erfahren Autofahrer, die zu Unrecht oder falsch geblitzt wurden, was Sie tun können.

Autofahrer können sich gegen fehlerhafte Bußgeldbescheide wehren

Die Betroffenen erwartet in den nächsten Wochen ein Anhörungsbogen oder Zeugenfragebogen. Die Höhe des veranschlagten Bußgeldes richtet sich dabei nach dem Ort der Geschwindigkeitsüberschreitung. Wer beispielsweise innerhalb einer geschlossenen Ortschaft 21 km/h schneller fährt als erlaubt, kann mit einem Bußgeld in Höhe von 80 Euro rechnen. Dazu kommt ein Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister. Ab 31 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit droht der Führerscheinentzug. Dazu kämen weitere 160 € Bußgeld und 2 Punkte in Flensburg.

Aufgrund der großen Bedeutung von Geschwindigkeitsüberschreitungen im Rahmen von Ordnungswidrigkeitsverfahren, ist es notwendig, so früh wie möglich gegen eine potentielle Verhängung von Punkten oder eines Fahrverbots vorzugehen. Dabei kann ein Anwalt helfen.

Warum der Gang zum Anwalt lohnt

RA Ratz erklärt: „Ein Anwalt kann bei der Polizei Einsicht in die Bußgeldakte nehmen und diese auf den am häufigsten auftretenden Fehlern bei Geschwindigkeitsmessungen überprüfen. Diese sind Verfahrensfehler, Verjährungsprobleme, schlechte Lichtbildaufnahmen des Betroffenen, falsch justierte bzw. fehlerhaft aufgestellte Geschwindigkeitsmessanlagen, Verstöße gegen innerdienstliche Richtlinien der Polizei, fehlende Schulungsnachweise der Messbeamten und vieles mehr. Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten der anwaltlichen Beratung“.

Sollten auch Sie zu schnell gefahren und wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung geblitzt worden sein oder Fragen zum Verkehrsrecht haben, rufen sie uns an. RA für Verkehrsrecht Saskia Ratz und RA Raphel Struwe stehen Ihnen bei Fragen jederzeit gerne zur Verfügung. Nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung. (JEB)

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (1)

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  1. sagt:

    Laut einer Studie sind 85% aller von Saskia Ratz fehlerhaft.

    Laut einer anderen Studie sind 100% aller bei WBS Law erwähnten Studien nicht referenziert.

    Mit „Laut einer Studie“ kann man belieb Dinge erfinden. Wenn die entsprechende Studie nicht verlinkt, oder zumindest deren Titel und Autoren erwähnt werden, ist die Erwähnung völlig wertlos. Ganz im Gegenteil erzeugt sowas bei mir erhebliche Skepsis.

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