Urheberrecht

Verleger: Urheberrecht muss gestärkt werden

Die geplante Reform des europäischen Urheberrechts sorgt für Diskussionen. Jetzt haben sich die Zeitungsverleger zu Wort gemeldet.
Vor allem die Vorschläge der im EU-Parlament federführenden Abgeordnete Julia Reda von der Piratenpartei stoßen bei den Zeitungsverlegern auf Kritik. Den Plänen zufolge soll die Verwendung von Fotos, Filmausschnitten und Texten erleichtert und die Regeln in der EU einheitlich gestaltet werden.

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Bedeutung von Urheberrecht missachtet

Valdo Lehari jr., Vizepräsident des Europäischen Zeitungsverlegerverbands (ENPA), betonte, dass Redas Entwurf in „erschreckendem Maße“ die Bedeutung des Urheberrechts für den Erhalt der Medienlandschaft missachte, so die Meldung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger. Daher setze man die Hoffnung auf den zuständigen EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU), der bis zum Sommer 2015 einen Gesetzesentwurf ausarbeiten will.

LSR wichtiger Schritt

Das Leistungsschutzrecht sei bereits ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gewesen, so Lehari. Es sei nun wichtig, dass anderen Länder diesem Beispiel folgen würden.

„Grundlage der Pressefreiheit“

Helmut Heinen, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger e.V. (BDZV), ergänzte: „Professioneller Journalismus ist die tragende Säule für eine freie und umfassende Meinungsbildung. Ohne einen robusten Schutz des geistigen Eigentums der Verlage und ihrer Mitarbeiter wäre die vielfältige Presselandschaft mit über 300 Qualitätszeitungen in Deutschland nicht denkbar. Das Urheberrecht ist und bleibt eine der Grundlagen der Sicherung von Pressefreiheit.“

„Geistiges Eigentum garantiert Freiheit“

Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V, ergänzte: „Das geistige Eigentum garantiert die Freiheit, die Autoren und ihre Partner wie beispielsweise Verlage brauchen, um selbstbestimmt arbeiten und ohne Abhängigkeit von staatlichen Subventionen ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Damit leisten sie und einen wertvollen Beitrag für eine freie Gesellschaft. Diese Errungenschaft der Moderne ist Grundlage der Presse- und Meinungsfreiheit und hat unabhängig vom technischen Wandel auch in der digitalisierten Welt Gültigkeit.“

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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