Urheberrecht

Urheberrechtsreform: BVPA appelliert an künftige Bundesregierung

Der Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive hat sich für eine Reform der an abgebildeten Gegenständen bestehenden Schutzrechte ausgesprochen.

In einem Appell an die künftige Bundesregierung hat der BVPA gefordert, die bestehenden Drittrechte an fotografierten Personen oder Gegenständen bei einer Reform des Urheberrechtsgesetzes mitzuberücksichtigen.

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Parallele Schutzrechte beachten

Lasse man die an abgebildeten Personen und Gegenständen bestehenden parallelen Schutzrechte in der Urheberrechtsdiskussion weiterhin außen vor, werde man den Interessen der Internet-Nutzer an Rechtssicherheit nur wenig gerecht, so der Geschäftsführer des BVPA, Alexander Koch.

Problematisch seien vor allem die an abgebildeten Gegenständen bestehenden Schutzrechte, so der BVPA. Das allein auf Richterrecht basierende Fotografierverbot des Eigentümers weite der BGH kontinuierlich aus, die Ausweitung des Designschutzes auf reguläre Fotos führe zu einer weiteren Rechtsunsicherheit, so die Meldung des BVPA.

Klare Richtlinien gefordert

Der Gesetzgeber müsse hier klare Richtlinien schaffen, um für kostenträchtige Foto- und Filmproduktionen die sichere Rechtsgrundlage wiederherzustellen.

Eine Stellungnahme des BVPA zu den Schutzrechten bei der Gegenstandsfotografie finden Sie hier.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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