Urheberrecht

Urheberrecht für Universitäten läuft aus

Seit 2003 regelt § 52a Urheberrechtsgesetz das kostenlose Zitieren aus Büchern und Zeitschriften in der Universitätsbibliothek. Ende 2012 läuft diese Regelung aus.

Urheberrecht für Universitäten

Bildnachweis: Bücher | Jürgen Tesch | CC BY 2.0

Aufgrund dieser Vorschrift des § 52a UrhG dürfen urheberrechtlich geschützte Werke für Unterricht und Forschung zugänglich gemacht werden, soweit dabei kein kommerzieller Zweck verfolgt wird. Die Studenten dürfen sich bisher Ausschnitte aus den Büchern kopieren und für ihr Studium verwenden. Es besteht derzeit auch die Möglichkeit auf digitale Archive zuzugreifen, um sich verschiedene Seiten aus den geschützten Werken auszudrucken. Diese Regelung lässt sich aus dem modernen Universitätsalltag schwer wegdenken.

Die Universitäten und Bibliotheken werden vor enorme Probleme gestellt, falls die Vorschrift durch den Gesetzgeber nicht verlängert wird. Die digitalen Bibliotheken würden ihren Nutzen verlieren. Zudem wäre jedes Kopieren eine Urheberrechtsverletzung. Eine abschließende Entscheidung der Bundesregierung liegt bisher noch nicht vor. Bis Ende November 2012 soll sich der Bundestag mit einer Neuregelung des § 52a Urheberrechtsgesetz befassen. Es sind viele mögliche Szenarien denkbar. Unter anderem verlangen die Verlage eine Abgabe für die Benutzung der Bücher. Dies würde letztendlich Mehrkosten für die Studenten bedeuten.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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