Urheberrecht

Springer will beim LSR auf VG Media setzen

Seit dem 1. August ist das Leistungsschutzrecht in Kraft. Wie die Vergütungen eingetrieben werden, ist jedoch noch nicht geklärt. Die VG Wort hatte sich bereits angeboten, die LSR-Vergütungen eintreiben zu wollen. Die Axel Springer AG hat nun bekannt gegeben, die Vergütungen von der VG Media eintreiben lassen zu wollen.

Anlässlich der Veröffentlichung der Geschäftszahlen fürs dritte Quartal 2013 hatte Vorstandschef Mathias Döpfner diese Entscheidung bekanntgegeben, so die Angaben des Branchenmagazins kress.de. Bislang hatte das Unternehmen keine Entscheidung diesbezüglich geäußert.

© svort Fotolia

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LSR „absolut essentiell“

Zugleich bekräftigte Döpfner, dass trotz der Zusammenarbeit mit Google bei der automatisierten Werbvermarktung die Frage nach dem LSR für Axel Springer – im Gegensatz zu dem Suchmaschinenunternehmen – „absolut essentiell“ sei, so die Meldung von kress.de weiter.

VG Wort

Die VG Wort will Ende November 2013 über die LSR-Vergütungen beraten. Dann soll der Wahrnehmungsvertrag dahingehend erweitert werden, dass – falls von den Rechteinhabern gewünscht – in Zukunft das Leistungsschutzrecht der Presseverleger und der Beteiligungsanspruch der Urheber durch die VG Wort wahrgenommen werden können, so die Meldung der VG Wort.

Digitaler Konzernumbau zahlt sich aus

Die Zahlen des Dritten Quartals 2013 seien positiv. Springer habe beim digitalen Konzernumbau deutliche Fortschritte gemacht. So zählen die Digitalen Medien zum umsatz- und ertragsstärkstes Segment des Konzerns. In den ersten drei Quartalen haben sie zu rund 40 Prozent des Konzernumsatz und 46 Prozent zum Konzern-EBITDA beigetragen, so die Meldung der Axel Springer AG. Durch das Wachstum der Digitalen Medien habe Axel Springer Erlösrückgänge im Printgeschäft kompensieren können. Der Konzernumsatz hat um 1,5 Prozent auf EUR 2.443,1 Mio. (Vj.: EUR 2.407,7 Mio.) zugelgt. Bereinigt um Konsolidierungs-, Währungs- und Kalendereffekte bleibe der Konzernumsatz jedoch um 0,8 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück, so die Meldung der Springer AG weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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