Internetrecht

Spielkonsole Nintendo3DS, Urheberrecht und Datenschutz

Die Nutzungsbedingungen für das neue Nintendo3DS werden massiv kritisiert, weil der Verbraucher Nintendo sehr weitgehende Nutzungsrechte einräume und zudem sehr viele Daten übers Internet an Nintendo übermittelt werden dürfen.

 

Nach einem Bericht des Online-Nachrichtenmagazins gulli vom 22.05.2011 sehen die Nutzungsbedingungen bei der neuen Spielkonsole Nintendo3DS vor, dass sich die Spielkonsole nicht nur für Updates mit dem Server von Nintendo verbindet. Vielmehr dürften auch die eigenen Daten an dieses Unternehmen übertragen werden. Und davon mache die Spielkonsole auch in starkem Maße Gebrauch. Auf diese Weise erhalte Nintendo automatisch alle Rechte an allen Werken, die mit Nintendo3DS erstellt werden. Dies gelte für selbst erstellte Texte, Bilder oder Videos. Nintendo erhalte dann weltweit das Recht unter anderem an der Benutzung, Reproduktion, Veröffentlichung, Verkauf sowie Vermarktung der Lizenzen. Dies könne man nur dadurch verhindern, dass man mit der Spielkonsole nicht mehr das Internet aufsuche.

Laut einem Sprecher von Nintendo solle diese jedoch nicht für Nutzer aus den Staaten der europäischen Union gelten, weil Nintendo hier keine Texte, Bilder und Filme etc. zu eigenen Zwecken verwenden dürfe.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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