Urheberrecht

Schwedische Wissenschaftler fordern härteres Durchgreifen beim Filesharing

Zwei schwedische Forscher haben sich im Rahmen einer Studie mit den Folgen von Raubkopien für die Musikindustrie beschäftigt. Schärfere Gesetze sollen sich erheblich auf die Verkaufszahlen und Umsätze im Handel auswirken.


Die Musikindustrie beklagt sich auch in Schweden über sinkende Umsätze und macht dafür vor allem das illegale Verbreiten von urheberrechtlich geschützter Musik über Tauschbörsen im Netz verantwortlich.

 

Jetzt scheint diese Hypothese durch zwei schwedische Ökonomen bestätigt zu werden, die nach einem Bericht im Handelsblatt vom 02.03.2011 eine Studie an der Universität Uppsala durchgeführt haben. Dazu untersuchten sie, wie sich ein neues Gesetz in Schweden ausgewirkt hat. Dieses war am 01.04.2009 in Kraft getreten. Es verpflichtete die Provider zur Preisgabe der Daten über mutmaßliche Filesharer.

 

Nach dem Ergebnis dieser Studie sind nachfolgend die Verkaufszahlen für legal erworbene Musik rapide angestiegen. Soweit im Idealfall kein illegaler Download von Musik mehr möglich wäre, würden nach Ansicht der Wissenschaftler ungefähr 72% mehr CDs erworben. Für einen nachhaltigen Erfolg sei es auch notwendig, dass Urheberrechtsverletzungen wirklich geahndet würden.

 

Allerdings ist über die Hintergründe dieser englischsprachigen Studie mit dem Titel PIRACY, MUSIC, AND MOVIES:A NATURAL EXPERIMENT wenig bekannt.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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