Urheberrecht

OLG Hamburg untersagt Pippi Langstrumpf Plagiat

Das Oberlandesgericht Hamburg hat bestätigt, dass die Erben von der Schriftstellerin Astrid Lindgren gegen das Buch „Die doppelte Pippielotta“ vorgehen dürfen.

 

Im vorliegenden Fall wurde einige Jahre nach dem Tod von Astrid Lindgren – als der Autorin des weltberühmten Werkes Pippi Langstrumpf – ein Buch mit dem Titel „Die doppelte Pippielotta“ übers Internet zum Kauf angeboten.

Hiergegen beantragten die Erben von Astrid Lindgren beim Landgericht Hamburg den Erlass einer einstweiligen Verfügung, weil das Buch vom Inhalt eine große Ähnlichkeit mit der Geschichte von Pippi Langstrumpf ausweist und daher gegen Urheberrecht verstößt. Das Landgericht Hamburg stimmte dem zu und erließ mit Beschluss vom 24.06.2009 die begehrte einstweilige Verfügung (Az. 308 O 200/09).

Diese wurde jetzt vom Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg durch Entscheidung vom 03.03.2011 bestätigt (Az. 5 U 140/09).Nach Feststellungen des Gerichtes handelt es sich bei dem Werk „Die doppelte Pippielotta“ um ein Plagiat, weil es sich um nahezu den gleichen Inhalt handelt. Daran ändert auch nichts, dass die Namen der einzelnen Charaktere geringfügig anders geschrieben werden und die Geschichte von Astrid Lindgren in einen sozialkritischen Kontext gesetzt worden ist.

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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