Urheberrecht

Neue Studie zu Urheberrechtverletzungen im Internet

Eine neue Studie hat ergeben, dass der größte Teil der Bevölkerung sich gut im Bereich des Urheberrechts auskennt und seine Grenzen kennt.  Auch wenn die Mehrheit der Befragten im Bezug auf illegales Downloaden für Geldbußen ist, wird von ihr aber auch die Meinung vertreten, dass  vor Begehung Warnhinweise eingeblendet werden sollten.

Die Studie zur Digitalen Content Nutzung 2012 wurde vom Bundesverband Musikindustrie, von der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen und vom Börsenverein des deutschen Buchhandels in Auftrag gegeben.

 

Es wurde herausgefunden, dass die meisten Studienteilnehmer sich im Klaren darüber sind, dass weder Musik, Filme noch E-Books im Internet jedem frei und kostenlos zur Verfügung stehen.  Zudem wissen sie, dass sowohl das Anbieten als auch das Herunterladen von urheberechtlich geschützten Werken nicht zulässig ist und dass bei Zuwiderhandlung rechtliche Schritte drohen. In dem Bereich sind sich die Befragten auch einig. Denn 77 Prozent der Teilnehmer waren für Sanktionen in Form von Geldbußen, für diejenigen die urheberrechtlich geschützte Werke anbieten und 53 Prozent dafür, dass auch diejenigen mit Geldbußen rechnen müssen, wenn sie solches Material herunterladen.

 

Internetsperren als Sanktion hielten sie dahingegen mehrheitlich nicht für sinnvoll.

Einschränkend muss hier an dieser Stelle aber auch erwähnt werden, dass die Befragten keine Möglichkeit hatten sich gegen Sanktionen auszusprechen, da es diese Antwortmöglichkeit nicht gab.

 

Zudem erhielt auch die Frage „ Halten Sie es für sinnvoll, wenn Menschen, die unberechtigt Inhalte aus dem Internet herunterladen, einen Warnhinweis ihres Providers bekommen, bevor rechtliche Sanktionen eingeleitet werden“ mit 72 Prozent Zustimmung. Wobei nach Ansicht der Befragten dies grundsätzlich nicht allzu viel bringen würde um Illegales Uploaden oder Downloaden zu verhindern.

 

Zusammenfassend zeigte die Studie, dass die Mehrheit der Nutzer über den legalen Weg Musik, Filme und E-Books lädt und mit den dafür gegebenen Möglichkeiten soweit zufrieden ist. Lediglich ein Bruchteil der Studienteilnehmer gab zu, dass sie sich Werke kostenlos besorgen, sofern es sie nicht zu kaufen gibt.

Außerdem wurde festgestellt, dass die Online-Nutzung von Medieninhalten insgesamt zugenommen hat.

 

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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