Urheberrecht

Musiker Bruno Kramm verklagt die GEMA

Bruno Kramm Urheberrechtsbeauftragte der Piratenpartei und selbst auch Urheber, klagt gemeinsam mit  Sänger und Textdichter Stefan Ackermann, vor dem zuständigen Landgericht Berlin  gegen die Beteiligung der Musikverlage  an den GEMA-Erlösen aus Kramms Künstlerischen Werken.

GEMA, Musik, Piraten

© Alexander Tarasov – Fotolia

Bruno Kramm ist seit den 1980er Jahren als Musiker in der Gothik-Szene aktiv. Gemeinsam mit Sänger und Texter Stefan Ackerman, wurde er gerade durch sein erfolgreichstes Projekt „Das Ich“ bekannt.

 

Beide hatten im Januar angekündigt nun gegen die GEMA vorzugehe. Sie halten es für unzulässig, dass die Musikverlage an den Einnahmen der  Gema durch Nutzung der Künstler-Werke  beteiligt werden. Denn anders als vielfach vermutet, zahlen die Verwertungsgesellschaften bis zu 40% an die Verlage, welche für die Nutzungseinräumung und einen sogenannten Investitionsschutz für Notendruck erhalten, der jedoch nicht mehr stattfindet.

 

Kramm über das angestrebte zukünftige Verhältnis zwischen Urheber und den Musikverlagen: „Die Entscheidung über die Verwendung und Verteilung der GEMA-Erlöse muss ausschließlich bei den kreativen Schöpfern liegen. Verwertungsgesellschaften müssen dem Interesse und den Rechten von Urhebern dienen. Verleger, die ihre Urheber wirklich unterstützen, werden mit ihnen sicher eine einvernehmliche Regelung außerhalb der GEMA finden“.

 

Schon im Mai 2012 hatte das Landgericht München der Klage eines anderen Künstlers gegen die Verwertungsgesellschaft VG Wort in einem ähnlich gelagerten Fall stattgegeben, die Verwertungsgesellschaft ging jedoch in Berufung. Nun wollen Kramm und Ackermann ein Präzedenzfall schaffen.
 
 
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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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