Urheberrecht

Microsoft trennt sich von LeakID

Laut einem Unternehmenssprecher hat der Software- und Hardwareriese Microsoft die Zusammenarbeit mit dem Anti-Piraterie-Unternehmen LeakID beendet.

Es habe eine Vielzahl an peinlichen Fehlleistungen gegeben, zu denen u. a. automatisierte Sperraufforderungen für Googles Suchindex wegen Urheberrechtsverletzungen gehörten. Diese bezogen sich auf Wikipedia, Microsofts eigene Angebote und einen Pornofilm.

©-Victoria-Fotolia

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Urheberrecht an einem Pornofilm

LeakID habe ein Digital Millennium Copyright Act Takedown Requests (eine formelle Abmahnung, die das Entfernen diverser Inhalte von einer Internetseite verlangen kann) an Google versandt und gefordert, Bereiche auf dem Webserver Microsofts, einen Wikipedia-Artikel über Microsoft Office und das Open-Source-Projekt Sharepoint Template aus dem Index zu nehmen.

Der Digital Millennium Copyright Act ist ein Gesetz der USA, welches die Rechte von Copyright-Inhabern erweitert. Neben den Takedown Requets machte LeakID zudem das Urheberrecht an einem Pornofilm für Microsoft geltend.

LeakID bereits im Juli 2013 auffällig

Bereits im Juli 2013 hatte das französische Unternehmen wegen falschen Digital Millennium Copyright Act Takedown Requests die Aufmerksamkeit auf sich gezogen.  Zu diesem Zeitpunkt bekam Google Sperraufforderungen im Namen von Rechteinhabern zu über 100 Millionen URLs.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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