Urheberrecht

Lied „Happy Birthday“ ist Allgemeingut

Ein US-amerikanisches Gericht hat entschieden, dass das weltbekannte Geburtstagslied „Happy Birthday“ Allgemeingut ist und der Öffentlichkeit gehört. Bislang hatte der Musikkonzern Warner/Chappell Music urheberrechtliche Ansprüche an dem Werk geltend gemacht und Lizenzgebühren für die kommerzielle Nutzung verlangt.

Lied "Happy Birthday" ist Allgemeingut © fotodo - Fotolia.com

Lied „Happy Birthday“ ist Allgemeingut © fotodo – Fotolia.com

Klage gegen Warner

Eine US-Sängerin ist gemeinsam mit anderen Personen gerichtlich gegen Warner/Chappell Music vorgegangen. Im Vorfeld hatten die Kläger das Lied „Happy Birthday“ kommerziell verwertet und daraufhin Rechnungen von dem vermeintlichen Rechteinhaber Warner/Chappell erhalten. Sie wurden jeweils aufgefordert Lizenzgebühren für die Nutzung des Liedes zu zahlen. Insgesamt soll Warner in den letzten Jahrzehnten knapp 2 Millionen Dollar Lizenzgebühren pro Jahr erwirtschaftet haben.

Warner scheitert vor Gericht – keine Urheberrechtsansprüche

Der Musikverlag Warner/Chappell Music hat sein vermeintliches Urheberrecht in der Vergangenheit stets damit begründet, dass er im Jahre 1988 ein Unternehmen gekauft habe, das die Lizenzrechte des Liedes gehalten habe. Das Gericht entschied jedoch bereits im September 2015, dass Warner/Chappell keine Urheberrechtsansprüche zustehen.

Vergleich bestätigt –  Warner zahlt Millionensumme zurück

In den letzten Monaten haben nun die Kläger und Warner/Chappell um einen Vergleich gerungen. Das zuständige US-Gericht hat diesen nun offiziell bestätigt: Warner verzichtet auf die Rechte am Lied und wird etwa 14 Millionen Dollar zurückzahlen, die vorher als vermeintliche Tantiemen beansprucht wurden. Klägeranwalt Daniel Schacht sagte zum Urteil: „Das ist ein Riesensieg für die Öffentlichkeit und für Künstler, die Happy Birthday in ihren Videos und ihrer Musik verwenden wollen“. (NH)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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